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Operational Excellence

Effizienzsteigerung im gesamten Unternehmen durch Null-Verluste, Null-Stillstände, Null-Fehler und Null-Unfälle unter Einbeziehung aller Mitarbeiter in selbstorganisierten Teams. Ein System, das betriebliche Verbesserungsansätze wie Lean, TPM, Six Sigma, Kaizen und KVP vereint.

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Qualität & Six Sigma

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Was ist "MTTR (Mean Time to Repair)"?

Eine Definition aus dem CETPM-Lexikon

MTTR (Mean Time to Repair), die mittlere Reparaturzeit, ist eine zentrale Kennzahl der Instandhaltung, die angibt, wie lange es im Durchschnitt dauert, eine ausgefallene Anlage wieder funktionsfähig zu machen. Die MTTR umfasst den gesamten Zeitraum von der Feststellung der Störung über Fehlerdiagnose und Ersatzteilbeschaffung bis zum erfolgreichen Wiederanlauf. Eine niedrige MTTR bedeutet, dass Störungen schnell behoben werden, ein wichtiger Faktor für die OEE und die Gesamtanlagenverfügbarkeit.

Berechnung und Bedeutung

Die MTTR wird berechnet, indem die gesamte Reparaturzeit in einem definierten Betrachtungszeitraum durch die Anzahl der Reparaturen geteilt wird:

Formel: MTTR = Gesamte Reparaturzeit ÷ Anzahl der Reparaturen

Wenn eine Anlage beispielsweise in einem Monat viermal ausfällt und die Reparaturen insgesamt acht Stunden dauern, beträgt die MTTR zwei Stunden. Die Kennzahl wird typischerweise in Stunden oder Minuten angegeben. Gemeinsam mit der MTBF (Mean Time Between Failures) bildet die MTTR das Fundament für die Bewertung der Instandhaltungsleistung: Während die MTBF die Störungshäufigkeit misst, beschreibt die MTTR die Reaktionsgeschwindigkeit bei der Wiederherstellung.

MTTR im Kontext von TPM

Im Rahmen von TPM ist die MTTR eine Schlüsselkennzahl für die Säule der Geplanten Instandhaltung. Das Ziel lautet, ungeplante Stillstände konsequent zu reduzieren und die Verfügbarkeit der Anlagen systematisch zu steigern. Eine sinkende MTTR zeigt, dass die Instandhaltungsorganisation ihre Diagnosefähigkeit, Ersatzteillagerung und Reparaturprozesse verbessert hat.

Entscheidende Hebel zur MTTR-Reduzierung sind:

  • Standardisierte Fehlerbehebung: Reparaturleitfäden und Troubleshooting-Checklisten verkürzen die Diagnosezeit erheblich. Standardisierte Arbeit in der Instandhaltung stellt sicher, dass bewährte Lösungswege dokumentiert und für alle Techniker verfügbar sind.
  • Ersatzteilmanagement: Ein systematisches Ersatzteillager mit definierten Mindestbeständen und klarer Kennzeichnung verhindert Wartezeiten bei der Materialbeschaffung.
  • Qualifizierung der Mitarbeiter: Gut geschulte Instandhalter erkennen Fehlerursachen schneller. Die Autonome Instandhaltung ergänzt dies, indem Maschinenbediener einfache Wartungsarbeiten selbst durchführen und erste Anomalien frühzeitig melden.
  • Visuelle Hilfsmittel: Maschinenkennzeichnungen, farbcodierte Leitungen und Schmierstellen sowie Zustandsanzeigen erleichtern die Fehlersuche und beschleunigen die Reparatur.

Zusammenspiel mit MTBF und OEE

Die MTTR ist eng mit der MTBF verknüpft. Ein Unternehmen, das beide Kennzahlen systematisch verfolgt, erhält ein umfassendes Bild seiner Instandhaltungsleistung: Die MTBF zeigt, wie zuverlässig die Anlagen laufen, die MTTR zeigt, wie schnell Probleme gelöst werden. Beide fließen in die Verfügbarkeitskomponente der OEE ein. Die technische Verfügbarkeit lässt sich näherungsweise als MTBF / (MTBF + MTTR) berechnen, je kleiner die MTTR im Verhältnis zur MTBF, desto höher die Verfügbarkeit.

Im Operational Excellence Reference Model des CETPM gehört die MTTR-Optimierung zur dritten Säule „Geplante Instandhaltung“. Dort wird sie gemeinsam mit präventiven Maßnahmen wie zustandsbasierter Wartung und Schwachstellenanalyse eingesetzt, um das Ziel „Null Maschinenausfälle“ systematisch zu verfolgen (vgl. May/Grombach 2017, S. 28–30).

Praxistipp: Erfassen Sie die MTTR anlagenbezogen und werten Sie die Daten regelmäßig im Shopfloor Management aus. So werden Anlagen mit überdurchschnittlich langen Reparaturzeiten schnell sichtbar, und gezielte Verbesserungsmaßnahmen lassen sich ableiten.

Quellenangaben

May, C.; Grombach, A. (2017): TPM und Operational Excellence Reference Model, Teil 2: Die Säulen eins bis fünf, in: YOKOTEN 06/2017, S. 28–30.

Weiterführende Literatur

Koch, A. (2021): OEE für das Produktionsteam. 4. korr. Aufl., Deutscher Management Verlag, Herrieden.

Verwandte Konzepte

  • MTBF, Mean Time Between Failures: Zuverlässigkeitskennzahl als Gegenstück zur MTTR.
  • OEE, Gesamtanlageneffektivität, in deren Verfügbarkeitskomponente die MTTR einfließt.
  • Geplante Instandhaltung, TPM-Säule zur systematischen Steigerung der Anlagenverfügbarkeit.
  • Autonome Instandhaltung, Bedienergestützte Basisinstandhaltung zur frühzeitigen Anomalieerkennung.
  • TPM, Managementsystem, in dem MTTR als zentrale Steuerungsgröße dient.
  • Shopfloor Management, Führungsinstrument zur regelmäßigen Auswertung von Instandhaltungskennzahlen.
  • Operational Excellence, Übergeordnetes Zielsystem für exzellente Prozesse.

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