Studium

Das Wertschöpfungsmanagement befasst sich mit der Optimierung von unternehmensinternen und unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsketten. Zugrunde liegt eine prozessorientierte, funktionsübergreifende Sichtweise, die den gesamten Leistungserstellungsprozess umfasst. Eine zentrale Rolle spielen dabei umfassende betriebliche Verbesserungsprogramme. Besondere Aufmerksamkeit und Verbreitung haben die Konzepte Total Productive Management (TPM) und Lean Management gefunden. Alle diese Programme haben - wenngleich mit unterschiedlichen Wurzeln und unterschiedlichem Fokus - zum Ziel, Verluste in Produktion und Administration zu reduzieren, um dadurch den Wertschöpfungsanteil zu erhöhen. Sie werden gemeinhin als die wichtigsten Konzepte auf dem Weg zu Operational Excellence, also zu bestmöglichen operativen Prozessen, angesehen.

Im Jahr 2010 startete der erste Jahrgang des innovativen, bis dato einmaligen berufsbegleitenden Studiengangs Wertschöpfungsmanagement an der Hochschule Ansbach. Die Einrichtungen der Hochschule Ansbach, insbesondere die Lehrfabrik und das Lehrbüro des CETPM, sowie die engagierten Dozenten ermöglichen die für den Studiengang so bedeutende praxisnahe Ausbildung. In Konzeption und Aufbau ist er auf die Belange praxiserfahrener Berufstätiger zugeschnitten und bietet den Studierenden damit die ideale Vereinbarkeit von Weiterqualifizierung und Berufstätigkeit.

 

 

Anmeldung:

Der nächste Studienbeginn ist im Oktober 2019.

Informationsveranstaltungen 2019

Informieren Sie sich detailliert über den einzigartigen berufsbegleitenden Bachelorstudiengang und melden Sie sich zu einer unserer Infoveranstaltungen, die wir am Campus in Herrieden anbieten, an. Wir freuen uns auf Ihre unverbindliche Anmeldung per E-Mail.
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Termin:
10.05.2019 um 16.30 Uhr          unverbindliche Anmeldung

 

Sie wünschen weitere Informationen zum Studiengang Wertschöpfungsmanagement? Näheres finden Sie auf der Website der Hochschule Ansbach oder klicken Sie bitte hier, um uns eine Email zu schreiben: zusätzliches Informationsmaterial.

Berufsbegleitender Bachelor-Studiengang

Produktivität, Qualität und Lieferzeiten sichern heute die Wettbewerbsfähigkeit und damit die Beschäftigung in deutschen Industrieunternehmen. Im internationalen Wettbewerb bestehen nur die Unternehmen, die kontinuierlich an der Optimierung ihrer Wertschöpfungskette arbeiten. Besonders die mittelständischen Betriebe benötigen hierzu Spezialisten, die Verluste und Verschwendung im Unternehmen identifizieren und beseitigen können. Genau dieses Wissen, das bislang nur wenige Spezialisten in Großunternehmen und bei Unternehmensberatungen besitzen, wird erstmals im berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Wertschöpfungsmanagement an der Hochschule Ansbach verfügbar gemacht.

Jeweils zum Wintersemester startet der berufsbegleitende Bachelorstudiengang Wertschöpfungsmanagement mit dem Abschlussgrad Bachelor of Arts (B. A.). Als neues und zukunftsweisendes Modellprojekt der Qualifizierung kombiniert dieses Studium betriebliche Erfahrung, praktische Studienanteile im Betrieb und theoretisches Wissen. Die Studierenden arbeiten weiterhin Vollzeit im Unternehmen, werden jedoch für die von der Hochschule begleiteten Verbesserungsprojekte, also für Studienleistungen, freigestellt. Insbesondere beruflich bereits Qualifizierten bieten sich hier Möglichkeiten, ihre Kompetenzen zukunftsorientiert auszubauen.

Zielsetzung

Der Bachelorstudiengang Wertschöpfungsmanagement vermittelt das Prozess- und Methodenwissen, um Verluste und Verschwendung in der industriellen Produktion sowie in administrativen Prozessen erkennen und beseitigen zu können. Es werden das notwendige Hintergrundverständnis sowie technologische und administrative Vorgehensweisen und Methoden erklärt und unmittelbar praktisch angewandt. Ziel der mit einem solchen „Werkzeugkasten“ versehenen Absolventen ist es, das eigene Unternehmen in Richtung Operational Excellence weiterzuentwickeln. Sie agieren dabei wie interne Berater und Begleiter eines strukturierten Verbesserungsprozesses.

 

Inhalt und Aufbau des Studiums

Das berufsbegleitende Bachelor-Studium gliedert sich in 10 Semester, um berufstätigen Studierenden die Möglichkeit zu bieten, Berufstätigkeit, Studium und Familie miteinander zu vereinbaren.

 

Basismodule

Das Studium selbst beinhaltet 19 Basismodule, die sich in 5 Pflichtmodule und 2 Wahlpflichtmodulblöcke aufteilen. Aus den Wahlpflichtmodulen sind insgesamt 7 auszuwählen. Beruflich Qualifizierten, wie Meistern, Technikern und Technischen Betriebswirten, die im Rahmen ihrer Ausbildung bereits Kompetenzen und Fähigkeiten erworben haben, können die Basismodule über definierte Anrechnungsverfahren angerechnet werden. Außerdem kann bei dieser Zielgruppe auf das praktische Studiensemester verzichtet werden. Teilnehmer ohne Anrechnungsmöglichkeiten können die Basismodule im ersten Jahr bequem im Fernstudium über die Virtuelle Hochschule Bayerns absolvieren, bevor sie dann in die Aufbaumodule einsteigen.

 

Aufbaumodule

In 16 Aufbaumodulen werden alle grundlegenden Aspekte des Wertschöpfungsmanagements behandelt. Insbesondere Philosophien wie TPM, Lean, Kaizen und Six Sigma stehen dabei im Vordergrund, aber auch begleitende Themen wie Veränderungsmanagement und Methodenkompetenzen werden hierbei vermittelt.

 

Vertiefungsmodule

In 8 Vertiefungsmodulen inklusive Bachelorarbeit und praktischem Studiensemester werden weitreichende Zusammenhänge über die gesamte Wertschöpfungskette und alle Spezialthemen aus den verschiedenen Unternehmensbereichen vermittelt.

 

Anrechnung bereits vorhandener Kompetenzen

Für beruflich Qualifizierte und für Hochschulabsolventen besteht die Möglichkeit der Anrechnung von bereits vorhandenen Kompetenzen, die im Rahmen der Berufsaus- bzw. -weiterbildung bereits vorhanden und nachweisbar sind. So können einerseits das praktische Studiensemester und unter bestimmten Voraussetzungen auch die Basismodule im Studium angerechnet werden. Dadurch reduziert sich die Studiendauer von 10 Semestern auf in der Regel 6 Semester, d. h. 3 Jahre.

Die Vorteile für die Industrieunternehmen

  • Vermittelte Kompetenzen und wissenschaftliche Inhalte trainieren die Studierenden zunächst in der Lehrfabrik und setzen diese dann im Unternehmen um, so dass bereits während des Studiums ein Beitrag zum Unternehmenserfolg spürbar wird.
  • Wertvolle Mitarbeiter mit bereits vorhandenem unternehmensspezifischem Wissen werden zielgerichtet weitergebildet und können sofort zur nachhaltigen Optimierung aller Unternehmensprozesse eingesetzt werden.

Inhalt und Aufbau des Studiums

Inhalt und Aufbau des Studiums Wertschöpfungsmanagement der Hochschule Ansbach

Die Lehrmethodik

Der berufsbegleitende Bachelorstudiengang Wertschöpfungsmanagement berücksichtigt die besondere Situation Berufstätiger. Das heißt konkret, dass sich Präsenzveranstaltungen, d. h. theoretische Vorlesungen, auf das vertretbare Minimum beschränken (3 Blöcke pro Semester). Die Studierenden erleben eine neue Dimension des nachhaltigen Lernens. Durch die Einbindung der Lehrfabrik und des Lehrbüros lassen sich die theoretischen Ausbildungsinhalte sehr anschaulich und praxisnah vermitteln und erleben. Anschließend werden die Inhalte in umfangreichen, von den Dozenten begleiteten Studienprojekten in den kooperierenden Unternehmen vertieft und umgesetzt. Die Prüfung erfolgt unter anderem durch die Bewertung der in den Unternehmen umgesetzten Projekte und Studienarbeiten.

Die Lehrmethodik des Studiums Wertschöpfungsmanagement der Hochschule Ansbach

Zugangsvoraussetzungen

Die Zugangsvoraussetzungen für den Studiengang Wertschöpfungsmanagement richten sich nach Art. 43 und 45 des Bayerischen Hochschulgesetzes. Normalerweise müssen alle Bewerber entweder die Hochschulreife oder die Fachhochschulreife nachweisen, doch seit kurzem ermöglicht das Bayerische Hochschulgesetz auch das Studium für besonders qualifizierte Berufstätige, die eine Fortbildungsprüfung z. B. als Industriemeister, Techniker oder Betriebswirt absolviert haben. Gerade auf diese Zielgruppe ist der Studiengang Wertschöpfungsmanagement auch ausgerichtet. Eine zusätzliche Voraussetzung ist die praktische Komponente. Sie wird zusätzlich zur Hochschulzugangsberechtigung durch den Nachweis einer gewerblich technischen oder kaufmännischen Ausbildung erbracht. Die Besonderheit des Studienganges liegt u. a. darin, dass er berufsbegleitend ist, d. h. die Studierenden sind in ihrem Unternehmen beschäftigt und sind so in der Lage, die erforderlichen Studienprojekte im eigenen Unternehmen durchzuführen. Hierzu schließt das jeweilige Unternehmen mit der Hochschule Ansbach einen entsprechenden Kooperationsvertrag.

Kooperation zwischen Unternehmen und Hochschule

Der berufsbegleitende Studiengang Wertschöpfungsmanagement erfolgt in enger Kooperation mit den Industriepartnern. Bei den Industriepartnern handelt es sich in der Regel um Unternehmen, bei denen die Studierenden während des Studiums beschäftigt sind. Das Studienkonzept beruht auf drei Erfolgsrezepten. Zum einen auf der theoretischen Wissensvermittlung durch erfahrene Professoren und Dozenten im Rahmen der Präsenzzeiten an der Hochschule und in der Lehrfabrik des CETPM. Weiterhin ergänzen die Studierenden ihr Wissen durch entsprechende Selbststudienzeiten, unterstützt durch E-Learning-Inhalte. Ein ganz wesentlicher und neuer Baustein des Studienganges ist die Einbindung der Industrieunternehmen. Dort werden entsprechende Studienprojekte zur Vertiefung der Wissensinhalte durchgeführt. Diese Projekte werden themenbezogen mit den Unternehmen festgelegt und von den Studierenden vor Ort durchgeführt. Zur Sicherstellung des erfolgreichen Studienabschlusses für die Absolventen und zum schnellen und dauerhaften Nutzen für die Industriepartner schließt die Hochschule vor Beginn des Studiums einen entsprechenden Kooperationsvertrag mit den beteiligten Unternehmen ab.

 

Wesentliche Inhalte des Kooperationsvertrages

 

  • Die Hochschule Ansbach verpflichtet sich zur ordnungsgemäßen Durchführung des Studienprogrammes gemäß der Studien- und Prüfungsordnung für den Studiengang.
  • Der Industriepartner verpflichtet sich, die Studierenden im Betrieb so einzusetzen, dass sie die praktischen Ausbildungsinhalte und Projekte des Studiums in den einzelnen Modulen ausarbeiten und vertiefen können. Der entsprechende zeitliche Aufwand ist modulabhängig im Studienplan festgelegt.

Das Wichtigste auf einen Blick

Studiengangsleitung Wertschöpfungsmanagement Dipl.-Ing. (FH) Erwin Stallwitz

Hochschule Ansbach

Fakultät Wirtschafts- und Allgemeinwissenschaften
Residenzstraße 8
91522 Ansbach
www.hs-ansbach.de

 

Studiengangsleitung

Dipl.-Ing. (FH) Erwin Stallwitz
Tel.: + 49 981 4877-207
E-Mail: erwin.stallwitz@hs-ansbach.de

Studiengebühren pro Semester:

Derzeit 2490,- EUR zzgl. 42,- EUR Studentenwerksbeitrag
Studiengebühren können bei Vorliegen der Voraussetzungen als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden.

Vorlesungszeiten:

Die Präsenzveranstaltungen finden pro Semester jeweils in drei Blöcken statt. Die Blöcke werden in der Regel ganztags von Mittwoch bis Samstag gehalten.

Das Professoren- und Dozententeam:

Die Ausbildungsinhalte der vielfältigen Module werden von äußerst kompetenten Professoren der Hochschule Ansbach und den praxiserfahrenen Dozenten des CETPM vermittelt.