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Operational Excellence

Effizienzsteigerung im gesamten Unternehmen durch Null-Verluste, Null-Stillstände, Null-Fehler und Null-Unfälle unter Einbeziehung aller Mitarbeiter in selbstorganisierten Teams. Ein System, das betriebliche Verbesserungsansätze wie Lean, TPM, Six Sigma, Kaizen und KVP vereint.

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Qualität & Six Sigma

In diesem Kompetenzbereich geht es darum, eine optimale Qualität sicherzustellen, um die Kundenzufriedenheit zu erhalten und zu steigern. Six Sigma ist dafür eine bewährte Methode. Weiterhin finden Sie hier Seminare zu den vielfältigen Themen der Qualitätssicherung.

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Künstliche Intelligenz (KI)

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Was ist "SMART"?

Eine Definition aus dem CETPM-Lexikon

SMART ist ein Akronym für eine bewährte Methode zur Formulierung wirksamer Ziele. Die Buchstaben stehen für Spezifisch, Messbar, Attraktiv (bzw. Akzeptiert), Realistisch und Terminiert. Die Methode stellt sicher, dass Ziele klar definiert, nachvollziehbar und überprüfbar formuliert werden, eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Verbesserungsarbeit im Rahmen von Lean Management und TPM.

Die fünf Kriterien im Detail

Jedes der fünf SMART-Kriterien adressiert eine typische Schwäche bei der Zielformulierung:

  • Spezifisch (Specific): Das Ziel muss eindeutig und präzise formuliert sein. Statt „Qualität verbessern“ lautet ein spezifisches Ziel beispielsweise „Ausschussrate an Linie 3 reduzieren“.
  • Messbar (Measurable): Es muss eine Kenngröße definiert sein, anhand derer der Zielerreichungsgrad objektiv überprüft werden kann, etwa „von 4,2 % auf 2,0 %“.
  • Attraktiv (Achievable/Accepted): Das Ziel muss von den Beteiligten als erstrebenswert und sinnvoll anerkannt werden. Nur wenn Mitarbeiter das Ziel mittragen, entsteht echtes Engagement.
  • Realistisch (Realistic): Das Ziel muss erreichbar sein. Zu ambitionierte Ziele führen zu Frustration, zu niedrige Ziele bieten keinen ausreichenden Ansporn.
  • Terminiert (Time-bound): Jedes Ziel braucht einen verbindlichen Termin. Ohne zeitliche Begrenzung fehlt die Dringlichkeit für die Umsetzung.

SMART im Kontext von Lean und TPM

Im Rahmen von TPM und Operational Excellence spielen SMART-Ziele eine zentrale Rolle bei der Definition von Verbesserungszielen. Ob bei der Reduzierung von Rüstzeiten im Rahmen von SMED-Projekten, bei der Steigerung der OEE oder bei der Einführung von 5S, messbare und terminierte Zielvorgaben sind entscheidend für den Verbesserungserfolg.

Auch in der Verbesserungs-Kata wird mit Zielzuständen gearbeitet, die nach SMART-Kriterien formuliert werden sollten. Ein guter Zielzustand beschreibt einen konkreten, messbaren und terminierten Zustand, den das Team als Nächstes anstrebt. Durch die präzise Formulierung wird sichergestellt, dass alle Beteiligten das gleiche Verständnis des angestrebten Ergebnisses haben.

Praxisanwendung und typische Fehler

In der betrieblichen Praxis zeigt sich, dass die Formulierung wirklich SMART-er Ziele anspruchsvoller ist, als es auf den ersten Blick scheint. Häufige Fehler sind vage Formulierungen („Produktivität steigern“), fehlende Messgrößen oder unrealistische Zeitvorgaben. Ein Beispiel für ein SMART-konformes Ziel lautet: „Die Rüstzeit an Maschine XY wird bis zum 30. Juni von durchschnittlich 45 Minuten auf unter 20 Minuten reduziert.“

SMART-Ziele finden Anwendung auf allen Ebenen der Organisation, von strategischen Unternehmenszielen bis hin zu operativen Verbesserungszielen einzelner Teams. Im Shopfloor Management werden sie häufig auf Teamtafeln visualisiert, um den Fortschritt für alle sichtbar zu machen. In KVP-Workshops helfen SMART-Kriterien, die Ergebnisse konkreter Maßnahmen zu definieren und deren Umsetzung nachzuverfolgen.

Verbindung zu Hoshin Kanri und Zielentfaltung

Im Rahmen der strategischen Zielentfaltung (Hoshin Kanri) werden übergeordnete Unternehmensziele schrittweise auf die einzelnen Organisationsebenen heruntergebrochen. SMART-Kriterien stellen dabei sicher, dass die Ziele auf jeder Ebene klar und überprüfbar formuliert sind. So entsteht eine durchgängige Zielkaskade, in der jeder Bereich und jedes Team seinen Beitrag zur Erreichung der strategischen Ziele kennt und messen kann.

Praxistipp: Formulieren Sie Ziele immer gemeinsam mit dem Team, das sie umsetzen soll. Wenn Mitarbeiter an der Zieldefinition beteiligt sind, steigt die Akzeptanz (das „A“ in SMART) erheblich. Prüfen Sie jedes Ziel anhand der fünf Kriterien, bevor Sie es verabschieden.

Weiterführende Literatur

Weidling, P. (2023): Win-Win durch grünen Kundenservice, in: YOKOTEN 02/2023.

Teeuwen, B.; Grombach, A. (2019): SMED, Die Erfolgsmethode für schnelles Rüsten und Umstellen. 3. unveränd. Aufl., Deutscher Management Verlag, Herrieden.

Verwandte Konzepte

  • Hoshin Kanri, Strategische Zielentfaltung über alle Ebenen der Organisation.
  • Kata, Zielzustände als Kernbestandteil der Verbesserungs-Kata.
  • Shopfloor Management, Visualisierung von Zielen und Fortschritten auf Teamtafeln.
  • OEE, Häufig verwendete Kenngröße für SMART-Ziele in der Produktion.
  • KVP, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess mit klaren Zielvorgaben.
  • SMED, Rüstzeitoptimierung mit messbaren Zielwerten.

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