Lexikon
Forum
Downloads
Shop
Fachmagazin YOKOTEN
Login

Operational Excellence

Effizienzsteigerung im gesamten Unternehmen durch Null-Verluste, Null-Stillstände, Null-Fehler und Null-Unfälle unter Einbeziehung aller Mitarbeiter in selbstorganisierten Teams. Ein System, das betriebliche Verbesserungsansätze wie Lean, TPM, Six Sigma, Kaizen und KVP vereint.

   Zurück

TPM / Instandhaltungsmanagement

Hier geht es um die produktivitätsorientierte Instandhaltung zur Steigerung der Maschinen- und Anlageneffektivität unter Einbeziehung der Produktionsmitarbeiter/Werker. Autonome und geplante Instandhaltung sind die zentralen Themen dieses Kompetenzbereichs.

   Zurück

Führungskompetenz

Heutzutage ist Führung gefragt, die Anpassungsfähigkeit und Kreativität systematisch weiterentwickelt - Führung die Freiraum gibt, die inspiriert, die Selbstmotivation ermöglicht und Menschen befähigt, über sich hinaus zu wachsen. In diesem Kompetenzbereich finden Sie dazu die passenden Seminare.

   Zurück

Persönliche Entwicklung

Persönliche Fähigkeiten wie z. B. Kommunikationskompetenz, Projektmanagementkompetenz und Coaching-Kompetenz sind wichtige Bausteine, um in der veränderten Geschäftswelt beruflich erfolgreich zu sein. Die Seminare in diesem Kompetenzbereich helfen Ihnen, sich zielgerichtet weiterzuentwickeln.

   Zurück

Was ist "Leadership"?

Eine Definition aus dem CETPM-Lexikon

Was ist "Leadership"?

Die Entstehungsgeschichte des Begriffs Leadership geht zurück in die prähistorische nord- und westgermanische Zeit. So geht das von dem Wort ‚Leadership‘ abgeleitete Verb ‚lead‘ bis zum Wort ‚laithjan‘ zurück. ‚Laithjan‘ wiederum kommt von ‚laitho‘ und bedeutet Reise oder Weg. Im Mittelalter wurde mit dem Begriff ‚lead‘ bereits der Umstand verbunden jemanden anzuführen oder erster zu sein. Zwei Inhalte sind implizit in allen Definitionen von Leadership inbegriffen: Erstens erreichen und erkennen Leader Zustimmung zu einer herausfordernden und aufregenden Vision. Dabei führen sie durch Motivation, Überzeugung und Machtübertrag anstatt durch Anweisungen. Zweitens entwickeln Leader die Performance ganzer Gruppen und erzeugen Commitments innerhalb dieser, anstatt nur einzelne Personen zu fördern.

In den letzten zwei Jahrzehnten wurde mit den Begriffen ‚Leader‘ und ‚Leadership‘ in der deutschen Sprache vor allem die Bedeutungen Führungsqualitäten, Leitung und Führung in Verbindung gebracht. Die wachsende Beliebtheit dieses Anglizismus ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die direkte Übersetzung des englischen Worts Führerschaft bzw. Führer bedeutet. So werden diese Begriffe aufgrund der deutschen Geschichte wegen ihrer negativen Konnotation vermieden. Zudem wird mit dem Wort Leader auch Internationalität und Modernität verbunden.

In der deutschen Sprache hat das Wort Leader im Wirtschaftskontext einen unumstrittenen Stellenwert eingenommen. So wird beispielsweise der Begriff Marktleader für Unternehmen verwendet, welche in einem bestimmten Wirtschaftszweig oder einer Branche führende sind. Von eben diesen Unternehmen wird erwartet, dass sie vorangehen indem sie neue Grenzen setzen und Marktimpulse auslösen. Immer öfter wird auch die Führung von Organisationen und Unternehmen als Leadership bezeichnet. Alle besonderen Merkmale, welche eine Führungskraft benötigt um andere von den eigenen Werten, Zielen, Visionen oder Handlungsweisen zu überzeugen und eine Vorbildfunktion einzunehmen werden mit dem Begriff Leadership umfasst. Damit suggeriert Leadership den Glauben an die Notwendigkeit und Richtigkeit der Erfüllung von Visionen und Zielen. Zudem vermittelt ein Leader das Vorhandensein von Charisma und Berufung.

Zu berücksichtigen ist, dass Leader mit der erfolgreichen Ausübung einer Tätigkeit in Verbindung gebracht werden und eben nicht mit den Ergebnissen dieser Tätigkeit. Dies führt dazu, dass Leadership mit erfolgreicher Führung in Verbindung gebracht werden kann, obwohl diese zu negativen Resultaten geführt hat.

Wenn Führende ihre Verantwortung erfüllen wollen, so müssen sie gewisse Aufgaben erledigen. Dazu zählt, den Kernauftrag des Unternehmens, also den konkreten Mehrwert des Kunden, zu entwickeln. Zudem müssen vom Führenden die Kernkompetenzen der Organisation sowie ihre Kernprodukte bestimmt und weiterentwickelt werden. Auch die Differenzierung zum Wettbewerb zählt zu seinem Aufgabenbereich. Neben der Formulierung des Leitbilds und der Strategie des Unternehmens, müssen Führungskräfte auch das Erscheinungsbild ihrer Einrichtung optimieren. Zudem sollten sie eine Organisation schaffen, in welcher sich möglichst alle Mitarbeiter entfalten können und ein hohes Maß an Wohlbefinden erreichen.

Aufgrund der Tatsache, dass die Begriffe Leader und Manager im alltäglichen Sprachgebrauch häufig als Synonym verwendet werden, ist eine Unterscheidung dieser beiden Führungspersonen sinnvoll. Insbesondere in ihrer Arbeitsauffassung, ihrer Rolle und hinsichtlich ihrer Ziele unterscheiden sich Manager und Leader. So stehen Strukturen und Systeme im Fokus des Managers. Seine Aufgabe besteht in der Planung, Kontrolle und dem Organisieren von Abläufen. Die Führungsweise eines Managers wird als sachlich distanziert und analytisch beschrieben. Im Gegensatz dazu formulieren Leader ein sinnstiftendes Ziel und bauen das Sinnstreben von Mitarbeitern auf. Die Vision des Unternehmens wird kommuniziert und Engagement für eben diese geweckt. Bei einem Leader stehen Gefühle und Menschen im Vordergrund. Dies gibt ihm die Möglichkeit seine Mitarbeiter insbesondere in turbulenten Zeiten, wie sie beispielsweise in der Einleitung beschrieben wurden, anzusprechen. Eine solche Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter schafft Vertrauen untereinander. Zudem denken Leader langfristig, fordern den Status quo heraus, sind risikobereit und neigen zum Optimismus.

Leader sollten vier Kompetenzen aufweisen, um Aufgaben effektiv und sachgerecht lösen zu können: strategische, unternehmerische, zwischenmenschliche sowie kognitive Kompetenzen.Eine besonders erfolgreiche Führung entsteht, wenn eine situationsangepasste Kombination aus Leadership und Management verwendet wird. So kann der technokratische Ansatz des Managements um die Eigenschaften des Leaderships ergänzt werden.