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Operational Excellence

Effizienzsteigerung im gesamten Unternehmen durch Null-Verluste, Null-Stillstände, Null-Fehler und Null-Unfälle unter Einbeziehung aller Mitarbeiter in selbstorganisierten Teams. Ein System, das betriebliche Verbesserungsansätze wie Lean, TPM, Six Sigma, Kaizen und KVP vereint.

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Qualität & Six Sigma

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Künstliche Intelligenz (KI)

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Was ist "Brainstorming"?

Eine Definition aus dem CETPM-Lexikon

Brainstorming ist eine kreative Gruppenarbeitstechnik zur Ideenfindung, die 1939 von dem amerikanischen Werbefachmann Alex F. Osborn entwickelt wurde. Im Kontext von Lean Management und Operational Excellence dient Brainstorming als Methode, um in kurzer Zeit möglichst viele Lösungsansätze für Probleme oder Verbesserungspotenziale zu generieren. Die Methode lebt von der Vielfalt der Teilnehmer und der bewussten Trennung von Ideengenerierung und Ideenbewertung.

Grundregeln des Brainstormings

Der Erfolg eines Brainstormings hängt wesentlich von der Einhaltung vier zentraler Regeln ab:

  • Quantität vor Qualität: Je mehr Ideen generiert werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass originelle und wirkungsvolle Lösungen darunter sind. Die Teilnehmer sollen frei assoziieren und auch ungewöhnliche Gedanken äußern.
  • Keine Kritik während der Ideenphase: Bewertungen, Einwände und Kommentare wie „Das funktioniert nicht“ sind in der Sammelphase strikt untersagt. Jede Form von Kritik hemmt den kreativen Fluss und führt dazu, dass Teilnehmer zurückhaltender werden.
  • Aufgreifen und Weiterentwickeln: Ideen anderer Teilnehmer dürfen und sollen aufgegriffen, kombiniert und weiterentwickelt werden. Durch diese gegenseitige Inspiration entstehen häufig die innovativsten Lösungen.
  • Ungewöhnliche Ideen willkommen: Gerade die auf den ersten Blick abwegig erscheinenden Vorschläge können den Ansatz für bahnbrechende Lösungen liefern. Die Teilnehmer sollen ermutigt werden, über den Tellerrand zu denken.

Ablauf in der Praxis

Ein typisches Brainstorming beginnt mit der klaren Definition der Fragestellung oder des Problems. Der Moderator stellt sicher, dass alle Teilnehmer die Aufgabenstellung verstanden haben. In der anschließenden Ideenphase, die in der Regel 15 bis 30 Minuten dauert, notiert jeder Teilnehmer seine Ideen. Die Ideen werden für alle sichtbar festgehalten, etwa auf Moderationskarten, Flipcharts oder Whiteboards. Nach der Sammelphase folgt die Bewertung und Priorisierung der Ideen.

Im SMED-Kontext wird Brainstorming beispielsweise eingesetzt, um Ideen zur Reduzierung von Rüstzeiten zu sammeln (vgl. Teeuwen/Grombach 2019, S. 66–67). Dabei bringt ein interdisziplinäres Team, bestehend aus Maschinenbedienern, Einrichtern, Instandhaltern und Produktionsplanern, unterschiedliche Perspektiven ein. Die so gewonnenen Ideen werden anschließend nach Umsetzbarkeit und erwartetem Nutzen bewertet und priorisiert.

Einbettung in den Verbesserungsprozess

In strukturierten Problemlösungs- und Verbesserungsprozessen nimmt Brainstorming eine wichtige Rolle ein. Bei der Erstellung eines Fischgräten-Diagramms dient es zur Sammlung möglicher Ursachen, im PDCA-Zyklus unterstützt es die Entwicklung von Maßnahmen in der Plan-Phase. Auch bei der Wertstromanalyse und bei Kaizen-Workshops wird Brainstorming eingesetzt, um Verbesserungsideen aus dem Team zu gewinnen.

Eine Variante des klassischen Brainstormings ist das „Brainwriting“ (auch als 6-3-5-Methode bekannt), bei dem die Teilnehmer ihre Ideen zunächst still aufschreiben und dann an den nächsten weitergeben. Diese Methode eignet sich besonders für Gruppen, in denen einzelne Teilnehmer dazu neigen, die Diskussion zu dominieren, oder in denen kulturelle Barrieren freies Sprechen erschweren. Das schriftliche Format stellt sicher, dass auch introvertierte Teilnehmer gleichberechtigt beitragen können.

Praxistipp: Die Qualität eines Brainstormings steigt mit der Heterogenität des Teams. Beziehen Sie bewusst Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen und Hierarchieebenen ein, die besten Ideen entstehen oft durch die Kombination verschiedener Perspektiven.

Quellenangaben

Teeuwen, B.; Grombach, A. (2019): SMED, Die Erfolgsmethode für schnelles Rüsten und Umstellen. 3. unveränd. Aufl., Deutscher Management Verlag, Herrieden, S. 66–67.

Weiterführende Literatur

OJT Solutions Inc. (2019): Toyotas Geheimrezepte für die Problemlösung. Übers. v. M. Furukawa-Caspary, Deutscher Management Verlag, Herrieden., Kapitel zu den Acht Schritten der Problemlösung (S. 62–66) und zum Ursache-Wirkungs-Diagramm (S. 147–153), die Brainstorming-ähnliche Techniken zur Ideenfindung und Ursachenanalyse beschreiben.

Verwandte Konzepte

Fischgräten-Diagramm · Kaizen · PDCA · SMED · Problemlösungsprozess · Wertstromanalyse · Shopfloor Management

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