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Operational Excellence

Effizienzsteigerung im gesamten Unternehmen durch Null-Verluste, Null-Stillstände, Null-Fehler und Null-Unfälle unter Einbeziehung aller Mitarbeiter in selbstorganisierten Teams. Ein System, das betriebliche Verbesserungsansätze wie Lean, TPM, Six Sigma, Kaizen und KVP vereint.

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Was ist "8er-Methode"?

Eine Definition aus dem CETPM-Lexikon

Die 8er-Methode (auch 8er-Strategie genannt) (vgl. May/Schimek 2015, S. 73–75) ist das wichtigste Werkzeug der Qualitätserhaltung innerhalb des TPM-Systems und dient insbesondere der Beseitigung chronischer Verluste. Sie erhielt ihren Namen dadurch, dass sie in zwei Bearbeitungskreisen abläuft, die wie eine liegende Acht aussehen. In Verbindung mit der Qualitätsmanagement-Matrix (QM-Matrix) kombiniert die 8er-Methode Standardisierung mit zielgerichteter kontinuierlicher Verbesserung und ist eng integriert mit den anderen TPM-Bausteinen.

Die zwei Kreise der 8er-Methode

Das Grundprinzip der 8er-Methode basiert auf zwei ineinandergreifenden Regelkreisen: dem Kreis der Zustandsaufrechterhaltung (links) und dem Kreis der Verbesserung (rechts). Zur Durchführung wird zunächst der linke Kreis der Zustandsaufrechterhaltung durchlaufen. Zeigt sich dort ein Mangel, muss in den rechten Kreis der Verbesserung gewechselt werden. Ist der Mangel behoben, kann wieder zurück in den Kreis der Zustandsaufrechterhaltung gesprungen werden. Die sieben Schritte werden so oft durchlaufen, bis auch der letzte Mangel behoben ist, daher kann man die liegende Acht auch als mathematisches Symbol für „unendlich" interpretieren.

Die sieben Schritte

  • Schritt 1, Ist-Zustand erfassen: Untersuchung der Qualitätssituation mit Zahlen, Daten, Fakten (ZDF). Mit Hilfe der QM-Matrix werden die Grundbedingungen des Prozesses definiert.
  • Schritt 2, Soll-Zustand wiederherstellen: Wiederherstellung des definierten Standards und Überprüfung des Ergebnisses mit Hilfe der QM-Matrix. Ist das Problem beseitigt, wird zu Schritt 6 übergegangen; andernfalls folgt der Verbesserungszyklus mit Schritt 3.
  • Schritt 3, Ursachenanalyse: Hier kommen die bekannten TPM-Werkzeuge wie die 5W-Analyse zum Einsatz. Aufgrund der gefundenen Ursachen werden gegebenenfalls Standards angepasst.
  • Schritt 4, Ursachen beseitigen: Die Problemursachen werden behoben und die Ergebnisse überprüft.
  • Schritt 5, Standards definieren: Die QM-Matrix und weitere Standards werden in überarbeiteter Fassung mit den gefundenen Verbesserungen festgelegt.
  • Schritt 6, Standards optimieren: Die Anzahl der Standards wird reduziert und die Intervalle verlängert, um die Häufigkeit der Standardüberprüfung zu minimieren.
  • Schritt 7, Trendüberwachung: Die Standards werden über Trendanalysen überwacht und gegebenenfalls angepasst.

Die Qualitätsmanagement-Matrix

Die QM-Matrix ist das zentrale Begleitwerkzeug der 8er-Methode. In ihr werden möglichst exakt und vollständig alle Vorgänge und Tätigkeiten eines Prozesses festgehalten. Die Ergebnisse werden in einzelne Bestandteile zerlegt und gegliedert. Daraufhin werden die möglichen Fehler und Defekte der einzelnen Prozessschritte sowie deren Parameter und Fehlermöglichkeiten erfasst. Die QM-Matrix verfolgt damit zwei Ziele: zum einen soll sie bewirken, dass alle Produkte und Prozesse standardisiert ablaufen, zum anderen hat sie Null-Fehler zum Ziel.

Praxisbeispiel

Ein anschauliches Beispiel für die Anwendung der 8er-Methode stammt aus der Lebensmittelindustrie: Eine japanische Brauerei hatte nach dem Anlauf einer neuen Fabrik Probleme mit der Schaumstabilität, der Farbe des Bieres, dem Kohlendioxid-Gehalt und dem Geschmack. Mitarbeiter aus Produktion, Entwicklung, Instandhaltung und Qualitätskontrolle starteten ein Qualitätserhaltungsprojekt. Jeder einzelne Prozessschritt wurde genau festgehalten, analysiert und standardisiert. Alle Beteiligten sorgten dafür, dass der gesamte Prozess nach dem Poka Yoke-Prinzip narrensicher ablief. Das gesamte Projekt lief über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren (vgl. May/Schimek 2015, S. 73–74).

Einordnung im TPM-Werkzeug-System

Die 8er-Methode ist eng mit dem Baustein Qualitätserhaltung (dem sechsten TPM-Baustein) verbunden. Sie kombiniert die Elemente der Standardisierung mit der zielgerichteten kontinuierlichen Verbesserung nach PDCA. Bei sporadischen Verlusten genügt häufig die Wiederherstellung des Soll-Zustandes im linken Kreis; bei chronischen Verlusten muss dagegen der vollständige Verbesserungskreis durchlaufen werden. Die 8er-Methode gehört neben der 5W-Analyse, der 5W1H-Analyse, dem Pareto-Diagramm und dem Ishikawa-Diagramm zu den wichtigsten TPM-Werkzeugen.

Quellenangaben

May, C.; Schimek, P. (2015): Total Productive Management. 3. korr. Aufl., CETPM Publishing, Herrieden, S. 73–75.

Weiterführende Literatur

Grombach, A. (2018): TPM und Operational Excellence Reference Model, Teil 3: Die Säulen sechs bis acht, in: YOKOTEN 01/2018, S. 28–30.

Verwandte Konzepte

Qualitätserhaltung · TPM (im Sinne von Total Productive Maintenance) · 5W-Methode · 5W1H · Poka Yoke · PDCA · Standardisierung · Kobetsu Kaizen (1. Säule des TPM-Hauses)

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