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Operational Excellence

Effizienzsteigerung im gesamten Unternehmen durch Null-Verluste, Null-Stillstände, Null-Fehler und Null-Unfälle unter Einbeziehung aller Mitarbeiter in selbstorganisierten Teams. Ein System, das betriebliche Verbesserungsansätze wie Lean, TPM, Six Sigma, Kaizen und KVP vereint.

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Was ist "Wert"?

Eine Definition aus dem CETPM-Lexikon

Wert (Value) bezeichnet die Summe aller Merkmale eines Produkts oder einer Dienstleistung, die aus Kundensicht nützlich sind. Im Lean Management definiert ausschließlich der Kunde, was Wertschöpfung darstellt, alles, wofür der Kunde nicht bereit ist zu zahlen, gilt als Verschwendung. Dieses Prinzip ist das Fundament des Toyota-Produktionssystems und Ausgangspunkt jeder Lean-Transformation. Siehe auch den verwandten Eintrag Value, der den englischsprachigen Lean-Begriff vertieft.

Die drei Wertdimensionen

Im TPM-Kontext wird Wert über drei zentrale Dimensionen definiert, die gemeinsam den Kundenwert bestimmen:

  • Qualität (Q): Erfüllung der Kundenspezifikationen, das Produkt oder die Dienstleistung entspricht exakt den vereinbarten Anforderungen.
  • Kosten (C): Akzeptabler Preis für den gebotenen Nutzen, wirtschaftlich für Kunde und Hersteller.
  • Lieferung (D): Das richtige Produkt, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, zuverlässig und termingerecht.

Diese drei Dimensionen spiegeln sich in den Zielkategorien des TPM wider: Produktivität (P), Qualität (Q), Kosten (C), Lieferservice (D), Sicherheit (S) und Motivation (M), das sogenannte PQCDSM-Modell (vgl. May/Schimek 2015, S. 16–18). Der Wertbegriff bildet damit die Brücke zwischen Kundenerwartung und operativer Exzellenz.

Wertschöpfung und Verschwendung

Die klare Abgrenzung zwischen wertschöpfenden und nicht wertschöpfenden Aktivitäten ist Grundlage jeder Lean-Initiative. Nur wenn Material oder Information aktiv im Sinne des Kunden transformiert wird, entsteht Wertschöpfung. Alle anderen Tätigkeiten, Warten, Transportieren, Lagern, Prüfen, verbrauchen Ressourcen, ohne den Wert des Produkts aus Kundensicht zu erhöhen. In einem typischen Produktionsprozess entfallen oft nur wenige Prozent der Durchlaufzeit auf echte Wertschöpfung (vgl. Klevers 2015, S. 27–29).

Wertschöpfung zu steigern bedeutet, Verschwendung (Muda) systematisch durch Kaizen zu reduzieren. Der Wertbegriff dient dabei als Kompass: Jede Verbesserungsmaßnahme muss sich daran messen lassen, ob sie den Anteil wertschöpfender Aktivitäten erhöht oder nicht wertschöpfende Tätigkeiten eliminiert.

Wert in der Organisationsentwicklung

Über den operativen Kontext hinaus gewinnt der Wertbegriff in der strategischen Unternehmensführung zunehmend an Bedeutung. Wertschöpfung ist nicht nur ein Thema für die Produktion, auch in administrativen Bereichen, in der Produktentwicklung und im Service muss jede Aktivität hinsichtlich ihres Beitrags zum Kundenwert hinterfragt werden. Das Ziel von TPM in administrativen Bereichen liegt in der Optimierung der Geschäftsabläufe. Methoden wie (vgl. May/Schimek 2015, S. 76–81) Value Stream Mapping und Makigami machen Verschwendung auch in indirekten Prozessen sichtbar.

Wert als Denkprinzip: Das Ziel der allermeisten Unternehmen ist es, Gewinn zu erwirtschaften, um das Unternehmen am Markt zu sichern und auszubauen. Wertschöpfung, also die Erzeugung von Kundenwert, ist dabei kein Kostenfaktor, sondern die eigentliche Daseinsberechtigung des Unternehmens.

Quellenangaben

May, C.; Schimek, P. (2015): Total Productive Management. 3. korr. Aufl., CETPM Publishing, Herrieden, S. 16–18; 76–81.

Klevers, T. (2015): Agile Prozesse mit Wertstrom-Management. 2. überarb. Aufl., CETPM Publishing, Herrieden, S. 27–29.

Weiterführende Literatur

Teeuwen, B.; Grombach, A. (2019): SMED, Die Erfolgsmethode für schnelles Rüsten und Umstellen. 3. unveränd. Aufl., Deutscher Management Verlag, Herrieden.

Koch, A. (2021): OEE für das Produktionsteam. 4. korr. Aufl., Deutscher Management Verlag, Herrieden.

Syska, A. (2020): Gedanken zur Wertschöpfung, in: YOKOTEN 04/2020, S. 33–34.

Syska, A. (2018): Wertschöpfung neu denken, in: YOKOTEN 06/2018, S. 10–12.

Verwandte Konzepte

  • Value, Der englischsprachige Lean-Parallelbegriff.
  • Wertschöpfung, Die Erzeugung von Kundenwert durch wertschöpfende Aktivitäten.
  • Verschwendung, Alles, was keinen Wert aus Kundensicht erzeugt.
  • 7 Arten der Verschwendung, Die sieben Muda-Kategorien als Gegenpol zum Wert.
  • Value Stream Mapping, Methode zur Analyse des Wertstroms.
  • TPM, Ganzheitliches System zur Steigerung der Wertschöpfung.
  • Kaizen, Kontinuierliche Verbesserung als Weg zur Maximierung des Werts.

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