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Operational Excellence

Effizienzsteigerung im gesamten Unternehmen durch Null-Verluste, Null-Stillstände, Null-Fehler und Null-Unfälle unter Einbeziehung aller Mitarbeiter in selbstorganisierten Teams. Ein System, das betriebliche Verbesserungsansätze wie Lean, TPM, Six Sigma, Kaizen und KVP vereint.

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Qualität & Six Sigma

In diesem Kompetenzbereich geht es darum, eine optimale Qualität sicherzustellen, um die Kundenzufriedenheit zu erhalten und zu steigern. Six Sigma ist dafür eine bewährte Methode. Weiterhin finden Sie hier Seminare zu den vielfältigen Themen der Qualitätssicherung.

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Künstliche Intelligenz (KI)

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Was ist "TQM (Total Quality Management)"?

Eine Definition aus dem CETPM-Lexikon

TQM (Total Quality Management) ist ein umfassender Managementansatz, der Qualität als zentrale Führungsaufgabe versteht und alle Unternehmensbereiche sowie alle Mitarbeiter in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess einbezieht. Im Gegensatz zu rein produktbezogener Qualitätssicherung betrachtet TQM die gesamte Organisation und zielt darauf ab, Qualität in jeden Prozess, jede Entscheidung und jede Aktivität zu integrieren. Das Konzept entstand in den 1950er-Jahren auf Basis der Arbeiten von W. Edwards Deming und Joseph M. Juran und wurde in Japan unter dem Einfluss des JUSE (Union of Japanese Scientists and Engineers) weiterentwickelt.

Grundprinzipien

TQM basiert auf mehreren Kernprinzipien, die den Rahmen für ein ganzheitliches Qualitätsverständnis bilden:

  • Kundenorientierung: Alle Aktivitäten werden konsequent an den Anforderungen und Erwartungen des Kunden ausgerichtet.
  • Mitarbeitereinbindung: Qualität ist nicht Aufgabe einer einzelnen Abteilung, sondern Verantwortung aller Mitarbeiter auf jeder Ebene.
  • Prozessorientierung: Qualität entsteht im Prozess, fehlerhafte Prozesse führen unweigerlich zu fehlerhaften Ergebnissen.
  • Kontinuierliche Verbesserung: Qualität ist kein Zustand, sondern ein fortlaufender Prozess der Verbesserung (Kaizen).
  • Faktenbasierte Entscheidungen: Entscheidungen werden auf Basis von Daten und Analysen getroffen, nicht auf Basis von Vermutungen.

TQM und verwandte Managementsysteme

TQM steht in enger Verbindung zu anderen Qualitäts- und Managementsystemen. Die ISO-9001-Norm übernimmt viele TQM-Prinzipien, fokussiert sich jedoch stärker auf die Dokumentation und Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen. Während ISO 9001 Mindestanforderungen definiert, geht TQM deutlich weiter und versteht Qualität als strategische Führungsaufgabe, die das gesamte Unternehmen durchdringt.

Total Productive Management (TPM) ergänzt TQM um die Dimension der Anlagenverfügbarkeit und Produktivität. Während TQM den Schwerpunkt auf Qualität legt, integriert TPM darüber hinaus Aspekte wie OEE-Optimierung, Autonome Instandhaltung und geplante Wartung. In der Praxis überschneiden sich die Ansätze erheblich, beide verfolgen das Ziel, durch systematische Verbesserung Verluste zu eliminieren und die Wertschöpfung zu steigern (vgl. May/Schimek 2015, S. 16–18).

PDCA als Fundament

Der PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act), den Deming als Grundlage systematischer Verbesserung popularisierte, bildet das methodische Herzstück von TQM. Jede Verbesserung wird geplant, umgesetzt, überprüft und standardisiert. Dieser Zyklus wird auf allen Ebenen angewandt, von der strategischen Unternehmensplanung bis zur täglichen Prozessoptimierung am Arbeitsplatz (vgl. May/Schimek 2015, S. 38–39) (vgl. OJT Solutions 2019, S. 63–65).

Historischer Kontext: TQM entwickelte sich aus der statistischen Qualitätskontrolle der Nachkriegszeit. W. Edwards Deming brachte statistische Methoden nach Japan, wo sie von der JUSE aufgegriffen und zu einem umfassenden Managementansatz weiterentwickelt wurden. Der Deming-Preis (seit 1951) würdigt bis heute herausragende TQM-Leistungen.

TQM in der Praxis

In der Praxis zeigt sich, dass TQM nur dann nachhaltig wirkt, wenn es von der obersten Führung getragen und als langfristige Strategie verstanden wird. Unternehmen, die TQM als kurzfristiges Programm betrachten, scheitern regelmäßig an der fehlenden Verankerung in der Unternehmenskultur. Erfolgreiche TQM-Implementierungen zeichnen sich durch eine konsequente Kundenorientierung, eine offene Fehlerkultur und die systematische Befähigung aller Mitarbeiter aus.

Die sieben klassischen Qualitätswerkzeuge, Fehlersammelkarte, Histogramm, Pareto-Diagramm, Ursache-Wirkungs-Diagramm, Streudiagramm, Kontrollkarte und Stratifikation, bilden das methodische Basisrepertoire im TQM. Sie ermöglichen es Teams, Qualitätsprobleme strukturiert zu analysieren und datenbasiert zu lösen (vgl. OJT Solutions 2019, S. 109–111), ohne auf komplexe statistische Software angewiesen zu sein.

Quellenangaben

May, C.; Schimek, P. (2015): Total Productive Management. 3. korr. Aufl., CETPM Publishing, Herrieden, S. 16–39.

OJT Solutions Inc. (2019): Toyotas Geheimrezepte für die Problemlösung. Übers. v. M. Furukawa-Caspary, Deutscher Management Verlag, Herrieden, S. 63–111.

Weiterführende Literatur

Teeuwen, B.; Grombach, A. (2019): SMED, Die Erfolgsmethode für schnelles Rüsten und Umstellen. 3. unveränd. Aufl., Deutscher Management Verlag, Herrieden.

Koch, A. (2021): OEE für das Produktionsteam. 4. korr. Aufl., Deutscher Management Verlag, Herrieden.

OJT Solutions Inc. (2017): Toyotas Geheimrezepte für die Mitarbeiterentwicklung. Übers. v. M. Furukawa-Caspary, CETPM Publishing, Herrieden.

OJT Solutions Inc. (2023): Toyotas Fehlerlehre, Von der Kunst, Fehler in Erfolge zu verwandeln. Übers. v. M. Furukawa-Caspary, Deutscher Management Verlag, Herrieden.

Kamiske, G.; Oelschleger, B. (2013): Handbuch QM-Methoden, in: YOKOTEN 03/2013, S. 15.

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