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Effizienzsteigerung im gesamten Unternehmen durch Null-Verluste, Null-Stillstände, Null-Fehler und Null-Unfälle unter Einbeziehung aller Mitarbeiter in selbstorganisierten Teams. Ein System, das betriebliche Verbesserungsansätze wie Lean, TPM, Six Sigma, Kaizen und KVP vereint.

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Was ist "SIPOC-Diagramm"?

Eine Definition aus dem CETPM-Lexikon

SIPOC-Diagramm ist ein übersichtliches Prozessanalyse-Werkzeug, das die fünf wesentlichen Elemente eines jeden Prozesses auf einer einzigen Seite darstellt: Supplier (Lieferant), Input (Eingabe), Process (Prozess), Output (Ergebnis) und Customer (Kunde). Das SIPOC-Diagramm wird im Lean Management und in Six-Sigma-Projekten als Einstiegswerkzeug genutzt, um zu Beginn einer Verbesserungsinitiative ein gemeinsames Verständnis über den betrachteten Prozess herzustellen. Es beantwortet die grundlegenden Fragen: Wer liefert was an den Prozess? Was macht der Prozess daraus? Und wer erhält das Ergebnis?

Die fünf Elemente im Detail

Jede Spalte des SIPOC-Diagramms beschreibt einen spezifischen Aspekt des Prozesses:

  • Supplier (Lieferant): Alle internen oder externen Lieferanten, die Inputs für den Prozess bereitstellen, von Rohstofflieferanten über vorgelagerte Abteilungen bis hin zu IT-Systemen.
  • Input (Eingabe): Materialien, Informationen, Daten oder Ressourcen, die der Prozess benötigt, um seine Aufgabe zu erfüllen.
  • Process (Prozess): Die Kernschritte der Transformation, typischerweise in vier bis sieben Hauptschritte zusammengefasst, um die Übersichtlichkeit zu wahren.
  • Output (Ergebnis): Die Produkte, Dienstleistungen, Dokumente oder Informationen, die der Prozess erzeugt.
  • Customer (Kunde): Alle internen oder externen Empfänger der Prozessergebnisse, einschließlich nachgelagerter Prozessschritte.

Erstellung eines SIPOC-Diagramms

Die Erstellung beginnt üblicherweise mit der Prozessspalte in der Mitte. Das Team definiert zunächst den Start- und Endpunkt des betrachteten Prozesses und gliedert ihn in vier bis sieben Hauptschritte. Anschließend werden die Outputs und Customers ergänzt, denn das Verständnis des Kundenbedarfs ist entscheidend für die Bewertung der Prozessleistung. Zum Schluss werden Inputs und Suppliers hinzugefügt.

Diese Reihenfolge, von innen nach außen, vom Prozess zum Kunden, stellt sicher, dass das Team zunächst den Kern des Prozesses versteht, bevor es die vor- und nachgelagerten Schnittstellen betrachtet. Ein SIPOC-Diagramm sollte in 30 bis 60 Minuten erstellbar sein. Dauert es länger, ist der betrachtete Prozess vermutlich zu breit gewählt und sollte eingegrenzt werden.

Einsatzbereiche und Nutzen

Das SIPOC-Diagramm erfüllt mehrere Funktionen im Rahmen von Verbesserungsprojekten:

  • Gemeinsames Verständnis: Alle Teammitglieder entwickeln ein einheitliches Bild des Prozesses, besonders wertvoll bei cross-funktionalen Teams.
  • Scope-Definition: Das Diagramm klärt die Grenzen des betrachteten Prozesses und verhindert, dass Verbesserungsprojekte zu breit angelegt werden.
  • Schnittstellenanalyse: Lieferanten-Kunden-Beziehungen werden sichtbar, was potenzielle Schwachstellen an den Übergabepunkten aufdeckt.
  • Vorbereitung vertiefter Analysen: Ein SIPOC bildet die Grundlage für detailliertere Werkzeuge wie Wertstromanalysen oder Prozess-Capability-Studien.

Im Kontext von Kaizen dient das SIPOC-Diagramm als Einstieg in Workshop-Formate: Bevor ein Team in die Detailanalyse einsteigt, verschafft das SIPOC den Überblick über den Gesamtprozess und identifiziert die relevanten Stakeholder. Auch in TPM-Projekten kann ein SIPOC helfen, die Schnittstellen zwischen Produktion, Instandhaltung und Qualitätssicherung transparent zu machen.

Praxistipp: Halten Sie das SIPOC-Diagramm bewusst einfach. Beschränken Sie den Prozess auf maximal sieben Hauptschritte und vermeiden Sie Detaillierung auf Arbeitsschrittebene. Das SIPOC ist ein Übersichtswerkzeug, für Details nutzen Sie anschließend vertiefende Methoden wie die Wertstromanalyse.

Weiterführende Literatur

May, C.; Schimek, P. (2015): Total Productive Management, Grundlagen und Einführung von TPM, oder wie Sie Operational Excellence erreichen. 6. Aufl., CETPM Publishing, Herrieden, S. 59.

Verwandte Konzepte

  • Lean Management, Managementphilosophie, in deren Werkzeugkasten das SIPOC-Diagramm gehört.
  • Kaizen, Kontinuierliche Verbesserung, für deren Workshops SIPOC den Einstieg bildet.
  • TPM, Ganzheitliches Produktionssystem, dessen Schnittstellen SIPOC sichtbar macht.
  • Standardarbeit, Detaillierte Prozessdokumentation, die auf dem SIPOC-Überblick aufbaut.

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