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Operational Excellence

Effizienzsteigerung im gesamten Unternehmen durch Null-Verluste, Null-Stillstände, Null-Fehler und Null-Unfälle unter Einbeziehung aller Mitarbeiter in selbstorganisierten Teams. Ein System, das betriebliche Verbesserungsansätze wie Lean, TPM, Six Sigma, Kaizen und KVP vereint.

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Qualität & Six Sigma

In diesem Kompetenzbereich geht es darum, eine optimale Qualität sicherzustellen, um die Kundenzufriedenheit zu erhalten und zu steigern. Six Sigma ist dafür eine bewährte Methode. Weiterhin finden Sie hier Seminare zu den vielfältigen Themen der Qualitätssicherung.

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Künstliche Intelligenz (KI)

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Was ist "Kotozukuri"?

Eine Definition aus dem CETPM-Lexikon

Kotozukuri bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie Dinge schaffen oder Wert kreieren und beschreibt in der japanischen Managementphilosophie die Fähigkeit, echten Kundenmehrwert zu erzeugen. Während das bekanntere Konzept Monozukuri auf die Kunst der Herstellung, also die perfekte Fertigung von Produkten, abzielt, erweitert Kotozukuri den Blickwinkel auf die gesamte Wertschöpfung aus Kundensicht. Es geht nicht nur darum, ein Produkt technisch einwandfrei herzustellen, sondern darum, den Kunden in seiner Gesamtheit zu verstehen und Lösungen zu liefern, die über das physische Produkt hinausgehen.

Monozukuri und Kotozukuri im Vergleich

Monozukuri, die Kunst des Herstellens, ist tief in der japanischen Industriekultur verwurzelt und beschreibt den Stolz und die Sorgfalt, mit der Produkte gefertigt werden. Es umfasst die Beherrschung von Materialien, Prozessen und Technologien mit dem Ziel höchster Qualität. Monozukuri ist produktzentriert: Der Fokus liegt auf dem Herstellungsprozess und dem physischen Ergebnis.

Kotozukuri hingegen ist kundenzentriert. Es fragt nicht nur, wie ein Produkt optimal hergestellt werden kann, sondern welches Problem des Kunden gelöst werden soll und welchen Nutzen der Kunde tatsächlich erwartet. Beide Konzepte schließen sich nicht aus, im Gegenteil: Exzellente Wertschöpfung entsteht erst, wenn die Perfektion des Herstellungsprozesses (Monozukuri) mit dem tiefen Verständnis für den Kundenmehrwert (Kotozukuri) verbunden wird.

Bedeutung für Lean und Operational Excellence

Im Lean Management wird häufig die Frage gestellt, was der Kunde bereit ist zu bezahlen. Kotozukuri vertieft diese Perspektive: Es reicht nicht aus, Verschwendung zu eliminieren und Prozesse zu optimieren, die verbleibende Wertschöpfung muss sich an den tatsächlichen Bedürfnissen des Kunden orientieren. Eine Fabrik kann höchst effizient arbeiten und dennoch am Markt scheitern, wenn sie Produkte herstellt, die keinen echten Kundenmehrwert bieten.

Kotozukuri fordert Unternehmen heraus, über die reine Produktfertigung hinauszudenken. Serviceleistungen, digitale Ergänzungen, Beratung, Schulung und After-Sales-Betreuung können ebenso zur Wertschöpfung gehören wie das physische Produkt selbst. Im Wertstrom-Management bedeutet dies, nicht nur den Materialfluss zu optimieren, sondern den gesamten Wertstrom aus Kundenperspektive zu betrachten und an den Stellen zu verbessern, die den größten Kundennutzen erzeugen.

Kotozukuri in der Praxis

Die Umsetzung von Kotozukuri erfordert eine systematische Auseinandersetzung mit den Kundenbedürfnissen. Folgende Ansätze unterstützen dabei:

  • Kundenperspektive einnehmen: Regelmäßig den eigenen Wertstrom aus Sicht des Kunden durchlaufen und bewerten, welche Schritte tatsächlich Wert erzeugen.
  • Funktionsübergreifend denken: Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service gemeinsam an der Wertschöpfung für den Kunden arbeiten lassen.
  • Gemba beim Kunden: Den Gemba-Gedanken auf den Einsatzort des Produkts beim Kunden übertragen und dort beobachten, wie das Produkt tatsächlich genutzt wird.
  • Innovationskultur fördern: Mitarbeiter ermutigen, über das bestehende Produktangebot hinauszudenken und neue Wertangebote zu entwickeln.

Kotozukuri und Wertschöpfungsverständnis

Ein tiefes Verständnis von Kotozukuri verändert die Art, wie Unternehmen über Wertschöpfung nachdenken. Die klassische Lean-Frage lautet: Ist dieser Prozessschritt wertschöpfend? Kotozukuri erweitert diese Frage um eine strategische Dimension: Erzeugt unsere gesamte Wertschöpfungskette den Nutzen, den der Kunde tatsächlich sucht? Ein Unternehmen kann jeden einzelnen Fertigungsschritt optimiert haben und dennoch Produkte liefern, die am Markt keinen Bestand haben.

In der Praxis zeigt sich die Kotozukuri-Denkweise beispielsweise darin, dass Unternehmen nicht nur Maschinen verkaufen, sondern Verfügbarkeitsgarantien anbieten, nicht nur Materialien liefern, sondern Verarbeitungskompetenz bereitstellen, und nicht nur Produkte fertigen, sondern Lösungen für die Herausforderungen ihrer Kunden entwickeln. Diese Transformation vom Produktanbieter zum Lösungspartner erfordert ein Umdenken auf allen Ebenen der Organisation, vom Shopfloor Management bis zur strategischen Ausrichtung.

Praxistipp: Fragen Sie sich bei jedem Verbesserungsprojekt: Verbessern wir nur den Herstellungsprozess (Monozukuri) oder erhöhen wir auch den Nutzen für den Kunden (Kotozukuri)? Die wirkungsvollsten Verbesserungen adressieren beide Dimensionen gleichzeitig.

Weiterführende Literatur

May, C.; Schimek, P. (2015): Total Productive Management, Grundlagen und Einführung von TPM, oder wie Sie Operational Excellence erreichen. 6. Aufl., CETPM Publishing, Herrieden, S. 42.

Verwandte Konzepte

  • Lean Management, Philosophie der wertschöpfungsorientierten Unternehmensführung.
  • Wertstrom-Management, Methode zur Analyse und Optimierung des gesamten Wertstroms.
  • TPM, Ganzheitliches Produktionssystem, das Monozukuri und Kotozukuri verbindet.
  • Gemba, Beobachtung am Ort der Wertschöpfung, auch beim Kunden.
  • Kaizen, Kontinuierliche Verbesserung, die durch Kundenperspektive gelenkt werden sollte.

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