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Operational Excellence

Effizienzsteigerung im gesamten Unternehmen durch Null-Verluste, Null-Stillstände, Null-Fehler und Null-Unfälle unter Einbeziehung aller Mitarbeiter in selbstorganisierten Teams. Ein System, das betriebliche Verbesserungsansätze wie Lean, TPM, Six Sigma, Kaizen und KVP vereint.

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Agilität

Agilität ist derzeit bestimmendes Thema in der Organisationsentwicklung: Ziel ist ein souveräner Umgang mit Komplexität und Unsicherheit durch selbstorganisierte Teams, schnelle Feedbackschleifen, unternehmerisches Denken auf allen Ebenen und Aufbau einer passenden Vertrauenskultur.

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Persönliche Entwicklung

Persönliche Fähigkeiten wie z. B. Kommunikationskompetenz, Projektmanagementkompetenz und Coaching-Kompetenz sind wichtige Bausteine, um in der veränderten Geschäftswelt beruflich erfolgreich zu sein. Die Seminare in diesem Kompetenzbereich helfen Ihnen, sich zielgerichtet weiterzuentwickeln.

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Vorschlagswesen im TPM

Hallo Zusammen,
wir diskutieren momentan in unserer Steuergruppe, wie man in Zukunft mit Verbesserungsvorschlägen umgehen soll.
Wer kann mir sagen, wie Firmen die TPM praktizieren, dies umsetzen.

mfg
Mathias Klotz

Hallo Hr. Klotz,
wir lassen VV zu und haben für den gewerblichen Teil der Mitarbeiter das Thema Aufgabenprüfung abgeschafft.
Allerdings werde bei Workshops keine VV zugelassen.

Hallo,

wir haben während der Machbarkeitsstudie und weitere 3 Monate die ersten Bereiche, wo wir TPM installiert haben, die VV´s ruhen gelassen. Anschließend konnten die Mitarbeiter, sowie die TPM-Teams, Vorschläge wieder einreichen. Hier der Anhang zu unserer Betriebsvereinbarung:

Anhang zur GBV in Verbindung mit der Einführung von TPM

1. Das Betriebliche Verbesserungsvorschlagswesen (BVW) läuft wie bisher weiter

2. Die Bewertung von Vorschlägen findet unabhängig von der Funktion des Einreichers in der Abteilung/Betrieb nach den jeweils gültigen BVW- Kriterien statt.

3. Wenn ein Mitarbeiter aus einen anderen Bereich/Abteilung einen Vorschlag einreicht, wird dieser wie bisher betrachtet und nach den jeweils gültigen BVW- Kriterien bewertet.

4. Wenn ein Mitarbeiter aus einem/r Bereich/Anlage in dem TPM angewandt wird, Er aber nicht in einem TPM- Team ist, einen Vorschlag einreicht, wird der Termin der Einreichung betrachtet.

Ist der Termin des Vorschlags früher als ein Aktionspunkt des TPM- Teams, wird der Vorschlag nach den jeweils gültigen BVW- Kriterien bewertet.

Ist der Termin später als der Aktionspunkt des TPM- Teams, wird der Vorschlag abgelehnt.

5. Wenn ein TPM- Teammitglied eines Bereiches/Anlage in dem TPM angewandt wird einen Vorschlag einreicht, wird der Termin der Einreichung betrachtet.

Ist der Termin früher als der Aktionspunkt des jeweiligen TPM- Teams wird der Vorschlag nach den jeweils gültigen BVW- Kriterien bewertet.

Ist der Termin später als der Aktionspunkt, wird die Anwesenheit des Einreichers an den Teamsitzungen begutachtet. Beträgt die Anwesenheit mehr als 66%, so wird der Einreicher und das gesamte TPM- Anlagenteam prämiert. Ist die Anwesenheit weniger als 50%, bekommt der Einreicher nichts, das Anlagenteam aber doch.

6. Reicht ein TPM-Team einen Vorschlag ein, so wird dieser nach den jeweils gültigen BVW- Kriterien gleichmäßig je Teammitglied bewertet. (Unabhängig von der Funktion im Team bzw. in der Abteilung/Betrieb)

Gruß

Andreas Gehla

Hallo Herr Klotz,

VVs oder KVPs sind letztendlich DER Schlüssel zum Erfolg. Es kommt darauf
an, ein sehr positives Klima für Vorschläge zu schaffen und allgemein ein
Klima der ständigen Verbesserung zu erzeugen. Nur dann kommt eine
Organisation voran. Parallel zu den KVPs sollten gezielte Aktionen gestartet
werden, um grössere Verbesserungsschritte zu gehen. Erfahrungsgemäss tragen
KVPs zu ca. 30% zur Gesamtverbesserung bei. Der Rest kommt über gezieltere
Massnahmen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, können Sie sich auch gern persönlich an mich
wenden: b.kreisel@gmx.de
Ich kann Ihnen dann gern weitere Infos und Beispiele zukommen lassen.

Viele Grüsse!
Björn Kreisel

Hallo,
bei AMD in Dresden haben wir grundsätzlich den Ideenfluss definiert und fangen alle Ideen egal woher (aus Workshops, Trainings, Tests oder spontanen Kreativattaken, ...) und von wem (Einzelideengeber oder Gruppe) in einer Datenbank auf. Der direkte Vorgesetzte prüft die Idee und entscheidet über deren Umsetzung. Dafür wird die Idee zunächst klassifiziert als "allgemeiner Vorschlag", "qual.-techn. VV (gem. Arb.NehmerErfingsungsges.)" oder "patentverdächtig". Etwa 98% aller Ideen fallen in die erste Kategorie und sind somit unabhängig von rechtlichen Fragen bearbeitbar. Die Honorierung der Ideen steht dem Manager frei, über ein regelmäßigen Review wird ein annähernder Abgleich zwischen den Bereichen hergestellt.
Die wenigen Ideen, die als "qual.-techn. VV" oder "patentverdächtig" gelten, werden über separate Prozesse und mit Unterstützung der Abt. Legal weiterbearbeiten.
Dieses System funktioniert seit fast 2 Jahren ganz gut. Es wird auf diese Weise der Fokus auf die Umsetzung gerichtet, und nicht auf die leidige Diskussion um die Ideenadmistrierung.

Meinen Dank an alle Kollegen für die vielen Beiträge, ihr wart mir eine große Hilfe!!

mfg
Mathias Klotz

Hallo Herr Klotz,
wir führen gerade TPM ein und sind seit 3 Monaten dabei. Die Frage wie wir mit den VV umgehen und wie wir die vorhandene Betriebsvereinbarung über das Betriebliche Vorschlagswesen (BVW)nutzen können, wird mit dem Betriebsrat kontrovers diskutiert. Wir vom TPM Team wollen parallel neben dem BVW einen TPM VV zulassen und dokumentieren sowie bewerten. Wie haben bei einer Grundinspektion an einem Tag 96 VV erarbeitet. Das BVW wäre damit überlastet. Wir sammeln diese Vorschläge in einer Liste, setzen einen Status (eingereicht, geprüft, umgesetzt, Erfolg gemessen) und stellen dem Einreicher oder der Gruppe es frei zusätzlich das BVW zu nutzen. Zur Visualisierung der Anzahl der VV haben wir in jedem TPM Bereich eine Glassäule, in der wir pro Vorschlag der umgesetzt wurde 5 Taler sammeln. Nach einem Jahr soll die Anzahl der Taler in € bewertet werden und der Gruppe zukommen. Die Bewertung und € Summe ist ein weiteres Thema für den BR.

mfG
G.Krohn

Guten Morgen, Herr Klotz,

wir haben vor mehr als 3 Jahren begonnen, unseren KVP mit Unterstützung des BR aufzusetzen. In dieser Zeit haben wir fast 2000 Mängel detektiert und davon mehr als 90% abgearbeitet. Mehr und mehr kommen wir über Prozessmappings, Problemlösungsstories, über Layoutworkshops oder andere Methoden zur integralen Geschäftsprozessverbesserung in die Diskussion Einzelvorschlag oder Gruppenvorschlag. Dieses Thema heben wir für uns in einer Bertriebsvereinbarung mit dem BR folgendermaßen festgezurrt.

1.) Es gibt nur Verbesserungsvorschläge, die umgesetzt werden oder die nicht umgesetzt werden...ganz egal aus welchem Anlass diese festgehalten wurden. Parallele Systeme fallen unter "Verschwendung".

2.) Für kleine Vorschläge, die z. B. der Verbesserung der Arbeitssicherheit dienen (Beschilderungen, etc...) haben wir Standartbeträge definiert (25,-, 50,-, 75,- €, die sehr schnell durch den Meister beurteilt und zur Auszahlung freigegeben werden. Nicht umsetzbare Vorschläge gehen zum Quercheck an den BR.
Dies gilt für Einzel- und Gruppenvorschläge.

3.) Größere Vorschläge, die ggf. eine Prozessumstellung erfordern, werden vom jew. Bereichsleiter zur Berechnung der jährlichen Einsparung betreut. Dies kann länger dauern. Wenn das an den /die Einreicher kommuniziert wird, ist das aber kein Thema. Wir zahlen einen Prozentsatz der errechneten jährlichen Einsparung aus und veröffentlichen das intern.

4) Umsetzbare Korrekturmaßnahmen oder Aktivitäten aus Gruppenarbeiten, Teamsitzungen (s. o.) werden, wenn sie zur Durchführung freigegeben werden, mit jew. 50€ pro Maßnahme in die Abteilungskasse des Projektteams abgegolten.....so ersparen wir uns spätere Diskussionen um den Raub geistigen Eigentums der Arbeitsgruppe. In diesen Gruppen arbeiten immer auch abteilungsfremde Prozessbegleiter mit. Deren Arbeit muss bei ihrer Abwesenheit von den restlichen Abteilungsmitgliedern übernommen werden. Dafür erfolgt ein gewisser pekuniärer Ausgleich durch den anteiligen Betrag für abteilungefremde Mitglieder im Projektteam.

Es ist übrigens sehr interessant, wie einmal erarbeitete Lösungsansätze innerhalb des Unternehmens schnell Verbreitung finden.....wegen der Beteiligung abteilungsfremder Prozessbegleiter.

Abschließend gestatten Sie mir eine Bemerkung: halten Sie den gesamten Prozess so einfach und transparent wie möglich. Lassen Sie nicht zu, dass es aufgrund interner Egoismen zu Verwaltungskomplexität kommt. Das zahlt Ihnen kein Kunde. Sprechen Sie mit Ihrem BR und integrieren sie ihn in das Projekt. Dann gibt es die wenigsten internen Reibereien.

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