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Operational Excellence

Effizienzsteigerung im gesamten Unternehmen durch Null-Verluste, Null-Stillstände, Null-Fehler und Null-Unfälle unter Einbeziehung aller Mitarbeiter in selbstorganisierten Teams. Ein System, das betriebliche Verbesserungsansätze wie Lean, TPM, Six Sigma, Kaizen und KVP vereint.

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TPM / Instandhaltungsmanagement

Hier geht es um die produktivitätsorientierte Instandhaltung zur Steigerung der Maschinen- und Anlageneffektivität unter Einbeziehung der Produktionsmitarbeiter/Werker. Autonome und geplante Instandhaltung sind die zentralen Themen dieses Kompetenzbereichs.

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Führungskompetenz

Heutzutage ist Führung gefragt, die Anpassungsfähigkeit und Kreativität systematisch weiterentwickelt - Führung die Freiraum gibt, die inspiriert, die Selbstmotivation ermöglicht und Menschen befähigt, über sich hinaus zu wachsen. In diesem Kompetenzbereich finden Sie dazu die passenden Seminare.

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Persönliche Entwicklung

Persönliche Fähigkeiten wie z. B. Kommunikationskompetenz, Projektmanagementkompetenz und Coaching-Kompetenz sind wichtige Bausteine, um in der veränderten Geschäftswelt beruflich erfolgreich zu sein. Die Seminare in diesem Kompetenzbereich helfen Ihnen, sich zielgerichtet weiterzuentwickeln.

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TPM-Struktur im Unternehmen

Hallo zusammen,

nach einigen Anlaufschwierigkeiten sind wir nun auch dabei TPM in unserem Unternehmen zu implementieren. Nun stellt sich die Frage wie wir das Konzept der IH-Abteilungen (Mechaniker, Elektriker, Haustechnik, Vorrichtungsbau) anpassen bzw. neu gliedern.
Im Moment sieht unsere Organisation wie folgt aus:
1. Ebene Top Management --> Werksleitung
2. Ebene Middle Management --> Leiter der Prozesstechnik
3. Ebene Leiter der Instandhaltung
4. Ebene Vorarbeiterfunktion (Elektriker, Mechaniker etc.)

Das TPM-Konzept (5-Säulen) wird bei uns auf zwei Schultern gestützt.
Projektleitung IH --> 3. Ebene: Leiter der IH-Abteilungen +
Projektleitung Produktion --> Produktionsmeister (ich)

Die Aufgabenverteilung haben wir spezifiziert.

Aufgabenverteilung / Aufgabenschwerpunkte:
Säule 1: Beseitigung von Schwerpunktproblemen
70% Produktion - 30% IH
Säule 2: Autonome IH
70% Produktion - 30% IH
Säule 3: Geplante IH
40% Produktion - 60% IH
Säule 4: IH Prävention
20% Produktion - 80% IH
Säule 5: Schulung der MA
50%-50%

Meine erste Frage ist:
Was haltet Ihr von dieser Aufgabenverteilung? Problem dabei war, das die Werksleitung keinen von uns beiden für diese Aufgabe zu 100% abstellen wollte/konnte.

Wo liegen Eurer Meinung nach die Schwerpunkte bei der erfolgreichen Einführung von TPM? Eher in der Organisation oder eher in der Fachkompetenz des IH-Leiters?

Wie könnte Eurer Meinung nach ein optimales Ersatzteilmanagement nach TPM-Philosophie aussehen? Ich habe da zwar einige Ideen, aber vielleicht hat einer von Euch bereits gute Erfahrungen auf diesen Gebiet gesammelt.

Ich würde mich sehr freuen wenn Ihr mir ein paar gute Informationen zu meinem Problem zuschicken würdet.

P.S. Ich habe mich für das TPM-Grundlagenseminar in Hamburg vom 26.11.2007 - 30.11.2007 angemeldet. Hat jemand von Euch an diesem Seminar teilgenommen? Was haltet Ihr von diesem Seminar?? Eure Meinung wäre mir sehr wichtig.
Es gibt auch noch ein TPM-Koordinator Seminar (10Tage).... Empfehlenswert und nützlich für die Praxis/Einführung von TPM im Unternehmen?

Gruß
Roman Hymer

Hallo H. Hymer,
wenn sie TPM starten wollen, empfehle ich ihnen den Instruktorkurs von CETPM.
Dieser Kurs beinhaltet alles, was sie benötigen um mit TPM zu starten. Da können sie ein Grundlagenseminar getrost vergessen.
Der Kurs dauert 12 Tage, das hört sich stressig an, das ist er auch, aber er ist GOLD wert.

Ihre Vorgesetzten tun gut daran, einen Mitarbeiter frei zu stellen, der sich nur um TPM kümmert, denn man kommt sehr schnell an seine Grenzen, wenn man TPM flächendeckend einführen will.

Es gibt am Anfang viel zu organisieren, viel zu erstellen, wie z. B. Schulungsunterlagen, sie sollten sich Schulungsunterlagen erstellen, die auf ihren Betrieb zugeschnitten sind.

Alle Mitarbeiter sollten geschult werden, zum einen in einem Grundwissen und zum zweiten eine 5S Schulung (5S vermisse ich übrigens in ihren Zeilen) anschl. bilden sich bereits Teams, welche sich um Probleme kümmern.
Mit diesen Teams steigt man mit dem Thema in eine Methodenschulung ein.

Ich hoffe ich konnte ihnen etwas weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen
Mathias Klotz

Hallo Hr. Klotz,

ersteinmal bedanke ich mich für Ihr Statement.
Schulungsunterlgen sind bereits erstellt. Die Schulungen sind auf zwei unterschiedliche TPM-Mitglieder zugeschnitten. Eine Basisschulung vermittelt die TPM-Grundlagen, eine aufbauende Schulung vermittelt unter anderem TPM-Hintergrundinformationen, DMAIC bzw. Six Sigma Vorgehensweisen, Analysemöglichkeiten zur Problembeseitigung, KAIZEN-Philosophie und natürlich 5-S.
Auch die Teams stehen fest. TPM-Experten organisieren den kompletten TPM-Ablauf in Ihrem Bereich und bilden die weiteren MA kontiunierlich aus. 5-S- ist bei uns teilewise schon auf einem vorbildlichen Niveau (wöchentliche 5-S-Audits incl. Maßnahmenplan).
Wir führen auch 1x/Monat Regelmeetings mit den TPM-Experten aus den unterschiedlichen Produktionsbereichen durch und stimmen die weitere Vorgehensweise ab bzw. unterhalten uns über ABnormalitäten/Schwachstellen/Störungen etc. Die Organisation steht soweit. Leider trifft Ihre Aussage auch zu und man erreicht auch ziemlich schnell seine Grenzen, wenn die TPM-Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen auf einen zukommen und man Support leisten muss. Kostenreduzierungsprojekte lassen im Moment eine Freistellung zu 100% nicht zu. Das Top Management sieht im Moment auch nicht die Notwendigkeit.
Deshalb war es relativ schwierig die Anmeldung für das "kleine" TPM-Grundlagenseminar überhaupt bei uns im Unternehmen durchzubekommen. Zum Glück stand mein Vorgesetzter (Fabrikleiter) dahinter und hat das Budget für mich ein bißchen erweitert... wie auch immer ?!?!

Gibt es noch weitere Fachbücher zum Thema TPM?

Das "TPM - Effiziente Instandhaltung und Maschinenmangement" von Edward H. Hartmann und "Total Productive Management" von Mehdi Al- Radhi und Mehdi Al-Radhi habe ich bereits mehrmals durchgelesen, wobei das erstgenannte bis jetzt mein Favorit ist.

Um auf meine anfangs gestellte Frage zurückzukommen, wollte ich noch gerne wissen ob es irgendwelche gute Ideen gibt wie sinnvollerweise ein optimales Ersatzteilmanagement im Bereich der IH (Instandhaltung) aussehen könnte?

Bin über jedes Feedback sehr dankbar.

Best regards
Roman Hymer

Folgende Bücher habe ich ebenfalls gelesen:
- TPM: Collected Practices and Cases (Insights on Implementation) von Productivity Press
- TPM in Process Industries (Step-By-Step Approach to TPM Implementation) von Tokutaro Suzuki
- The Toyota Way: 14 Management Principles from the Worlds Greatest Manufacturer von Jeffrey K. Liker von Mcgraw-Hill Professional

sind jedoch in englisch, aber mit einigen guten Beiträgen/Anregungen.

Hallo H. Hymer,
sie können Bücher lesen so viel sie wollen, das was sie tun mit den Mitarbeitern, wird zeigen, ob sie auf dem richtigen Weg sind.

In den Büchern stehen sehr wohl gute und wichtige Tips, jedoch bin ich der Meinung, erst die Praxis wirds zeigen.

Selbstverständlich ist ein gut organisiertes Ersatzteilmanagement wichtig. Sie sollten sich mit dem Zuständigen ergänzen, auch er sollte so viel wie möglich Praxiswissen von TPM haben.

Auch wenn ich mich jetzt widerhole, der Instruktorkurs ist das Non - plus - Ultra.

Überzeugen sie ihre Vorgesetzten mit ZDF, zeigen sie auf wie wichtig und sinnvoll eine solide und kompetente Ausbildung für TPM ist.
Ihre Leitung wirft Geld zu Fenster raus.
Auch mein Partner und ich, mussten erstmal Überzeugungsarbeit leisten, damit wir die Ausbildung bekommen, die wir haben möchten.
Auch mein Chef hatte so gleich den Satz parat: Was kostets, was bringts!!
Nur mit ZDF konnten wir überzeugen.

Mittlerweile, schickt mein Chef weitere Meister zum Instruktorkurs, weil er begriffen hat wie wichtig er ist.

Mit freundlichen Grüßen
Mathias Klotz

Hallo nochmal,

mit der Auflistung der Fachlektüre wollte ich nur eine Empfehlung aussprechen. Die Rezensionen der Bücher sind in meinem Augen alle mit 1a zu unterschreiben. Leider gibt es auch noch einige andere Unterlagen, die ich hier nicht nenne. Die o.g. sind alle das Geld wert.

Die Umsetzung in die Praxis hängt natürlich sehr stark vom Engagement der beteiligten Personen und von einer guten Organisation ab.

Einige Erfolge sprechen bereits für den richtigen TPM-Ansatz.
KPI´s im Pilotbereich:
- Reduzierung der IH-Kosten um ca. 50%
- Steigerung des O.E.E. um 20%

Gibt es evtl. im Internet Anbieter von IPS-Systemen?

Mit freundlichen Grüßen
Roman Hymer