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Operational Excellence

Effizienzsteigerung im gesamten Unternehmen durch Null-Verluste, Null-Stillstände, Null-Fehler und Null-Unfälle unter Einbeziehung aller Mitarbeiter in selbstorganisierten Teams. Ein System, das betriebliche Verbesserungsansätze wie Lean, TPM, Six Sigma, Kaizen und KVP vereint.

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TPM / Instandhaltungsmanagement

Hier geht es um die produktivitätsorientierte Instandhaltung zur Steigerung der Maschinen- und Anlageneffektivität unter Einbeziehung der Produktionsmitarbeiter/Werker. Autonome und geplante Instandhaltung sind die zentralen Themen dieses Kompetenzbereichs.

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Führungskompetenz

Heutzutage ist Führung gefragt, die Anpassungsfähigkeit und Kreativität systematisch weiterentwickelt - Führung die Freiraum gibt, die inspiriert, die Selbstmotivation ermöglicht und Menschen befähigt, über sich hinaus zu wachsen. In diesem Kompetenzbereich finden Sie dazu die passenden Seminare.

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Persönliche Entwicklung

Persönliche Fähigkeiten wie z. B. Kommunikationskompetenz, Projektmanagementkompetenz und Coaching-Kompetenz sind wichtige Bausteine, um in der veränderten Geschäftswelt beruflich erfolgreich zu sein. Die Seminare in diesem Kompetenzbereich helfen Ihnen, sich zielgerichtet weiterzuentwickeln.

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Prozessleistung von Six Sigma und KVP ermitteln

Hallo liebe TPM-Forummitglieder,

ich wende mich heute an euch, da ich gestern in meinem Unternehmen ein internes Systemaudit hatte. Ich arbeite in dem Bereich Verbesserungsmanagement der Firma Semikron und wir haben hier übergeordnet für den Standort Nürnberg den Prozess Six Sigma und KVP aufgehängt. Jetzt war gestern die Frage bzgl. der DIN EN ISO 9001:2015 wie wir die Prozessleistung messen. Leider haben wir dies aktuell noch nicht definiert, obwohl wir uns diesbezüglich schon seit einem Jahr Gedanken machen.
Vielleicht könnt Ihr als Spezialisten mir hier Tipps und Anregungen geben, wie die Prozessleistung von Six Sigma und KVP bei euch im Unternehmen gemessen wird. ;-)
Vielen lieben Dank im Voraus schon einmal für die Unterstützung.
Beste Grüße aus Nürnberg
Daniela Lutz

Guten Morgen Frau Lutz,

ich war über viele Jahre interner Prozessmanager und als solcher auch verantwortlich für die Messung der Prozessleistung des Prozesses der kontinuierlichen Verbesserung der Kern-/Unterstützungs- und Führungsprozesse. Die zentrale Kennzahl ist hier die Durchlaufzeit von der Erfassung einer Idee zum Prozess, eines Problems im Prozess oder einer neuen Zielvorgabe zum Prozess bis zur Umsetzung der Idee, der Lösung des Problems bzw. der Erreichung der Zielvorgabe.
Wie man diese im Detail ermittelt und welche Kennzahlen man dazu im Kontext noch mit bewerten muss kann ich gerne bei Interesse noch weiter darstellen.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Meiss

Hallo Daniela

Bezüglich KVP messen wir nur die Anzahl der umgesetzten KVPs. Auf den Inhalt oder die "Güte" der Verbesserung schauen wir nicht speziell, Hauptsache die Firma bewegt sich in Richtung Verbesserung.

Gruss aus der Schweiz
Milan Asanin

Wenn man KVP als einen Teil der Bemühungen sieht, die das Unternehmen "lean" machen sollen (zu "lean" gehört ja auch mehr als KVP dazu), dann sollte man die Durchlaufzeit und die Qualität als Maßstab nehmen.

"lean" wird das Unternehmen, wenn alle im Unternehmen wissen, dass "alle schnell und sauber arbeiten können müssen, und dabei immer darauf achten, dass nichts für die Katz ist", dass dann das Unternehmen ein "gutes Auskommen" haben wird.
Schnell arbeiten meint, nicht hetzen, sondern sich alles so einzurichten, dass das Produkt ab Auftragseingang bis zur Auslieferung in einem Rutsch fertiggestellt werden kann. Und zwar sauber, d.h. auf Anhieb in der bestmöglichen Qualität, und ohne unnötigen Aufwand.
Bei KVP aktiviert man das Mitarbeiterwissen bezüglich der Verbesserungspotenziale. D.h. alle Ideen sollten darauf abzielen, schneller und sauberer und mit geringerem Aufwand als heute auszukommen. Die monetäre Bewertung ist zweitrangig, weil die geldlichen Aspekte sozusagen nur das Ergebnis des besseren Arbeitens sind.
Wenn jemand eine Idee hat, wie man entweder noch besser in einem Rutsch oder sauberer, d.h. gelingsicher, oder mit weniger lästigem Aufwand arbeiten kann, dann zeigt sich das in der Durchlaufzeit und in der Fehlerquote, und im Zwischenbestand.
Wenn man diese misst, weiß man, wie aktiv die Leute in ihren eigenen Arbeitsbereichen waren.
Man muss aber auch wissen, dass es darauf ankommt, dass die Leute sich permanent Gedanken machen, wie man etwas verbessert, und dass es auf den finanziellen Einspareffekt im einzelnen nicht ankommt. Es geht darum, dass man sich überhaupt permanent darum kümmert und gestaltet. Und dass die Mittel und Kapazitäten dafür bereitgestellt werden. Es kommt auch auf die Umsetzungsgeschwindigkeit an, und auch darauf, ob den Teams tw. eigene Kreativitätsspielräume zugebilligt werden oder nicht. Meist drückt sich das Engagement irgendwann in der Fehlerquote aus, aber es kann vorkommen, dass es da einen Zeitversatz gibt.

Liebe Grüße

Mari