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Operational Excellence

Effizienzsteigerung im gesamten Unternehmen durch Null-Verluste, Null-Stillstände, Null-Fehler und Null-Unfälle unter Einbeziehung aller Mitarbeiter in selbstorganisierten Teams. Ein System, das betriebliche Verbesserungsansätze wie Lean, TPM, Six Sigma, Kaizen und KVP vereint.

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Agilität

Agilität ist derzeit bestimmendes Thema in der Organisationsentwicklung: Ziel ist ein souveräner Umgang mit Komplexität und Unsicherheit durch selbstorganisierte Teams, schnelle Feedbackschleifen, unternehmerisches Denken auf allen Ebenen und Aufbau einer passenden Vertrauenskultur.

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Persönliche Entwicklung

Persönliche Fähigkeiten wie z. B. Kommunikationskompetenz, Projektmanagementkompetenz und Coaching-Kompetenz sind wichtige Bausteine, um in der veränderten Geschäftswelt beruflich erfolgreich zu sein. Die Seminare in diesem Kompetenzbereich helfen Ihnen, sich zielgerichtet weiterzuentwickeln.

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Optimale Anzahl Mitarbeiter Instandhaltung

Bei einer Analyse der Anzahl IH - Mitarbeiter in verschiedenen Werken bin ich auf die Frage nach dem Optimum gestoßen.

Kennt jemand Kennzahlen, Best Practise Beispiele bzw. Hilfen zur Bewertung ?

Hallo,

das ist ja fast die Gretchenfrage... :-)

Basis:
Arbeitgeber: DHL Fulfilment GmbH
- Kontraklogistiker für ein großes deutschen Online-Versand Haus.
- Versand von bis zu 70.000 Paketen pro Tag.
- Ein- und Zweischicht.
- Hochregallager
- Automatische Kartonlager
- 4 Kommissioniermodule und komplette Retourenabwicklung
- 2051 Anlagen in der IH-Software
___________________________________

In meiner Abteilung befinden sich 22 Mitarbeiter, die sich während der Produktionszeit um die Störungsbehebung und ausserhalb der Produktionszeit liebevoll um die Maschinen kümmern. Also das komplette Programm der Instandhaltung.

Wenn ich auf meine Teamleitern hören würden, muss ich noch 10 Mitarbeiter einstellen.
Wenn ich auf meinen Chef hören würde, muss ich noch 5 MItarbeiter abbauen.

Die optimale Anzahl ist und wird bei jedem Unternehmen in einem anderen Zahlenfeld liegen. Für die Zahl spielen eben Kriterien wie:
- interne oder externe IH-Strategie?
- laufen die Anlagen im Nass- oder Trockenbereich?
- Ex Bereich oder Chemiesektor
- habe ich Bypassmaschinen oder muss die Maschine schnellstmöglich wieder laufen.
- Ausfallkosten einer stillstehenden Anlage
- wird 24h an 365 Tage oder nur einschichtig in einer 5 Tagewoche produziert.
- usw.

Wichtig ist, dass Sie eine gute Balance zwischen Anlagenverfügbarkeit und IH-Kosten haben.

MfG
Mario Hüneke
Leiter Technik

DHL Fulfilment GmbH
Senator-Nolting-Hauff Str. 1-3
28197 Bremen

Tel.: +49 (0)421 / 5122-308

Hallo Herr Hüneke,

ich gebe Ihnen absolut recht, das die Strategie sehr entscheidend ist.
Bei einer schwankenden Auslastung ist ein Outsourcing der IH nicht der schlechteste Ansatz.

Ich würde nicht auf die Teamleiter hören und mir eigene Mitarbeiter ans Bein binden.

Es sollte die eigene knappgehaltene Mannschaft nur die Feuerwehr spielen und Störbeseitigung durchführen. Ein externer Dienstleister kann sich um die unverzichtbare vorbeugende Instandhaltung ausserhalb der Produktion kümmern.

Gruß

Engels
Piepenbrock Instandhaltung

Hallo an das Forum,
wir gehen seit ein paar Monaten einen anderen Weg:

Die Instandhalter wurden personell den Gruppen zugeordnet - sie unterstehen dem Meister, nehmen an den G- Gesprächen teil, erhalten die Prämie etc.
Der Technische Service behält seine Planungsfunktion - Ersatzteilbeschaffung, Wartungspläne, Koordination von externen Firmen, Werkstattorganisation

Wir erhoffen uns folgende Vorteile:
- Verantwortung des Instandhalters für die Anlagen der Gruppe
- Gruppe kann direkt auf seinen Instandhalter zugreifen für Verbesserungsmaßnahmen. Interne Verrechnung o.ä. wird vermieden
- Personalflexibilität - Instandhalter könnte als Springer in Produktion mitarbeiten und umgekehrt

- Bei Störungen kann auf alle Instandhalter zugegriffen werden; Wartung und Verbesserungsmaßnahmen v.a. durch die Instandhalter der Gruppe.

Mit freundlichen Grüßen,
Andreas Neumayr

Manager Production Receiver
SCHOTT Solarthermie GmbH
Erich-Schott-Straße 14, 95666 Mitterteich, Germany

Hallo Herr Neumayr!

Wie geht ihr vor, wenn z.B. eine Produktionsmaschine dringend laufen muss, und dort ein Instandhalter eingesetzt ist, und kein anderer Mitarbeiter zur Verfügung steht, um die Maschine weiter zu betreiben, aber gleichzeitig in einem anderen Bereich für eine ähnlich wichtige Maschine genau dieser Instandhalter gebraucht wird?
Wir haben auch schon über diese Art des Instandhalter Einsatzes nachgedacht, aber wir sind zu dem Ergebnis gekommen: Erst wenn alle Maschinen in der "Autonomen Instandhaltung" mindestens Stufe 4 errreicht haben, so dass sich die Mitarbeiter bei kleineren Fehlern selber helfen können, kann nochmal über den Ansatz der dezentralen, produktionsunterstützenden Instandhaltung nachgedacht werden.
Wie schon in einem anderen Teil des Forums beschrieben, finden bei uns fast ausschließlich sogenannte Feuerwehreinsätze statt. Für alle (vom einfachen Mitarbeiter bis zur Geschäftsführung) ist es wünschenswert, einer Null-Fehler bzw. Null-Ausfälle Produktion näher zu kommen.
Auf dem TPM-Forum in Stuttgart im Februar diesen Jahres habe ich jemanden kennengelernt, der genau wie sie es beschreiben als Instandhalter mit in der Produktion tätig ist. Die Firma hat auch erkannt, dass TPM der einzig mögliche Weg ist, eine saubere und zuverlässige Produktion zu gewährleisten. Das Problem ist einfach, dass immer, wenn etwas gemacht werden soll von allen Mitarbeitern gesagt wird: "Das macht unser TPM-Mann" (eben der Instandhalter, der in der Produktion eingesetzt ist). Das kann nicht der richtige Weg sein, denn alle Mitarbeiter sind gefordert. Nur im Team kann man 99,7% Leistung bringen.

Mit freundlichem Gruß

Tobias Krutzky
TPM-Koordinator

Honsel AG

Hallo Herr Neumayr,

ich kann mich Herrn Trutzky nur anschließen. In unseren Werken haben wir zusätzlich zum (zentralen) Technischen Dienst Segment-Techniker eingesetzt, die dem jeweiligen Arbeitsbereich disziplinarisch unterstellt sind. Diese sollen die einfacheren Wartungsarbeiten / Ersatz- u. Verschleißteilwechsel (Arbeiten < 30 Min.) durchführen und sind praktisch der verlängerte Arm des TD´s. Leider ist häufig zu beobachten, dass der Mitarbeiter als Bediener "missbraucht" wird und die eigentlichen Aufgaben dadurch vernachlässigt werden. Ergebnis: Feuerwehr-Aktionen, die es eigentlich zu vermeiden gilt. Allerdings muss ich auch einräumen, dass in einigen (wenigen) Werken der Segment-Techniker sich wirklich zu 100% um die Anlagen kümmern kann (bzw. darf), das stellt natürlich eine Entlastung der Technischen Dienste dar und die von Ihnen beschriebenen Vorteile kommen zum Tragen. Wir versuchen auch, hier in verschiedenen Richtungen zu denken und es ist schwierig, die richtige Strategie zu finden. Leider ist für viele Manager die Instandhaltung nur ein ungeliebter Kostenverursacher.

Freundliche Grüße

Karl-Heinz Heßler

Hallo,

vielen Dank für die Antworten / Anregungen.
Bei der Dezentralisierung der IH stellt sich mir die Frage, ob wir so die Maschinenbediener zum TPM bewegen können ? Ich befürchte, dass diese dann alles auf den IH - Mann abschieben und selbst wieder "nur" Knöpfe drücken. Wie sind ihre Erfahrungen ?

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