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Operational Excellence

Effizienzsteigerung im gesamten Unternehmen durch Null-Verluste, Null-Stillstände, Null-Fehler und Null-Unfälle unter Einbeziehung aller Mitarbeiter in selbstorganisierten Teams. Ein System, das betriebliche Verbesserungsansätze wie Lean, TPM, Six Sigma, Kaizen und KVP vereint.

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TPM / Instandhaltungsmanagement

Hier geht es um die produktivitätsorientierte Instandhaltung zur Steigerung der Maschinen- und Anlageneffektivität unter Einbeziehung der Produktionsmitarbeiter/Werker. Autonome und geplante Instandhaltung sind die zentralen Themen dieses Kompetenzbereichs.

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Führungskompetenz

Heutzutage ist Führung gefragt, die Anpassungsfähigkeit und Kreativität systematisch weiterentwickelt - Führung die Freiraum gibt, die inspiriert, die Selbstmotivation ermöglicht und Menschen befähigt, über sich hinaus zu wachsen. In diesem Kompetenzbereich finden Sie dazu die passenden Seminare.

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Persönliche Entwicklung

Persönliche Fähigkeiten wie z. B. Kommunikationskompetenz, Projektmanagementkompetenz und Coaching-Kompetenz sind wichtige Bausteine, um in der veränderten Geschäftswelt beruflich erfolgreich zu sein. Die Seminare in diesem Kompetenzbereich helfen Ihnen, sich zielgerichtet weiterzuentwickeln.

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Kosten von Materialnummern-Varianten

Hallo!
Wie kann ich die Einsparung messen, wenn ich Produktnummern/Materialnummern reduziere? Bei uns gibt es unendlich viele Materialnummern für eigentlich gleiche Produkte (ggf. die Kennzeichnung anders oder so), welche in dieser Ausprägung nicht benötigt werden. Wie kann ich in € bewerten, was mir so eine Einsparung bringt?
Gibt es Erfahrungswerte oder Richtwerte, was so eine (eingerichtete und zu pflegende, aber kaum oder gar nicht benutzte) Materialnummer kostet?
Gibt es Literaturempfehlungen dazu?
Es geht hier um die reine Administrative Bewertung, produktionstechnisch ändert sich nix, wir produzieren deshalb kein Teil weniger...

DANKE wenn jemand sein Wissen bzw. seine Erfahrungen teilen kann.
viele Grüße
Franziska Zimmer

Hallo!
Der Anfall der Kosten verteilt sich auf mehere, teilweise nicht sehr transparente Bereiche:
1. Anlage der Materialnummer und laufende Pflege durch dafür definierte Mitarbeiter ... es müssen ja alle Sichten (sofern es SAP ist) gepflegt werden und das durch jeden Fachbereich
2. Suche nach der richtigen Materialnummer ... durch eine Reduktion der Materialnummern würde natürlich die Anlage eines Fertigungsauftrages oder die Lagerverwaltung vereinfacht.

ad. 1) Errechnung der Personalkosten für Neuanlagen und die laufende Pflege ... ist relativ transparent und kann anhand eines typischen Beispiels abgeschätzt werden
ad.2) Zur Abschätzung der Suchzeiten wegen der vielen Materialnummern, würde ich im Bereich der Lagerverwaltung und Auftragserstellung die Mitarbeiter bei der Arbeit beobachten und so den Mehraufwand feststellen. Möglicherweise gibt es Mehraufwände im Controlling, Einkauf und Vertrieb ... das hängt aber stark von der jeweiligen Firma ab.

"Hardcore-Controller" würden diese Einsparungen erst gelten lassen, wenn auch Mitarbeiter reduziert werden können oder hoffentlich der Durchsatz / Umsatz deswegen gesteigert werden kann.

Herzliche Grüße und viel Erfolg,
Thomas Zeinzinger

Hallo Frau Zimmer,

vor ca. 10 Jahren wurde bei Daimler Nutzfahrzeuge von einem Controllingbereich eine Erhebung durchgeführt, welcher Aufwand pro Jahr durchschnittlich je Teilenummer anfällt. dabei wurde ein Kostensatz je Teilenummer von 180,-€/Jahr ermittelt. (Handlingskosten, Inventur, Lagergemeinkosten, etc.) ich denke, das ist je nach Lagerorganisation unterschiedlich, kann aber durchaus als Richtwert dienen. nach meinen Erfahrungen sind die Kosten bei mittelständischen Unternehmen eher noch höher, aber eben sehr selten exakt zu greifen.

Ich hoffe, das hilft Ihnen etwas weiter.

mfg

Rupert Urban
Asopos

Hallo Frau Zimmer,

mit allgemeingültigen Richtwerten kann ich hier leider auch dienen.
Interessanter ist in meinen Augen auch, wie sich diese Materialnummern im täglichen Ablauf negativ bemerkbar machen und so ggf. zu Verschwendung führen.

Rein administrativ würde ich neben der Stammdatenanlage insb. mal im Bereich der Technik und des Service (Ersatzteilgeschäft) auf die Suche gehen.
Im Bereich der Technik (ggf. auch AV oder SCM, etc.) müssen entsprechend Stücklisten gepflegt und technische Zeichnungen angepasst werden. Noch spannender wird es, wenn ein Produktkonfigurator mit im Einsatz ist, der entsprechend gepflegt werden muss.
Im Service steigt zumindest mittelfristig der administartive Aufwand das richtige Ersatzteil zu finden, da dann keiner mehr weiß, was eigentlich hinter den Nummern steckte.
Probleme die mir auch immer wieder begegnen sind obsolete Bestände auf diesen Artikeln, da ggf. über angepasste Stücklisten kein Bedarf mehr auf den alten Nummern gezogen wird.
Von daher einfach nochmal die Frage, welche negative Folgen haben bei ihnen diese Materialnummern.

Bzgl. der Bewertung der Einsparungen würde ich gemeinsam mit den Fachabteilungen grobe Abschätzungen aufstellen (wie häufig äussert sich der negative Effekt dieser Materialnummern und wie viel Zeit inkl. Rückfragen wird damit verbraucht). Es gibt Dinge im Leben, wo alleine der Versuch "Kosten" zu bewerten schon Verschwendung ist. Egal was man berechnet / abschätzt. Wenn das jemand nicht glaubt/sehen möchte, wird er immer einen Ansatz finden die Bewertung zu wiederlegen. Wenn sie aber die ganzen negativen Konsequenzen noch als Argument haben, werden sie sich auch leichter damit tun.

Vorsichtig werde ich, wenn ich "eigentlich" gleiche Produkte lese. Sind das gleiche Artikel, oder nicht? Wenn es der gleiche Artikel in einer anderen Verpackung ist oder aber mit einem anderen Logo, etc. , brauche ich natürlich auch eine neue Artikelnummer oder zumindest eine entsprechende Variante.

Warum kommt es überhaupt zu so vielen Materialnummern? Arbeiten viele Standorte aneinander vorbei ohne sich abzustimmen?

Ich wünsche ihnen noch einen guten Start ins hoffentlich sonnige Wochenende,
Viele Grüße
Olaf Dulz

Hallo,

gibt es Bsp. wo durch die Verwendung einer falschen Materialnummer, Nacharbeit intern, Serviceeinsätze beim Kunden, Rückfragen, ect. entstanden sind.
Solche Fälle könnten zusätzlich für eine Kostenbetrachtung herangezogen werden.
Auswertung über Q-Codes oder Fehleraufschreibungen checken.

Gruß
Peter Frank

Hallo Frau Zimmer,

vielleicht, um die Diskussion wieder auf das Grundsätzliche zurückzuführen. Lean wird man nicht durch die Bemühung, Kosten einzusparen. "Lean" ist das Ergebnis, nicht das Ziel. Das Ziel ist es, sich so auf die Wertschöpfung zu konzentrieren zu können, dass man mit dem geringsten Ressourcenverbrauch auskommt, und somit ein gutes Auskommen - sprich Gewinn - hat.
Selbst wenn man kein Teil weniger produziert, wenn ich den Anteil der Tätigkeiten minimiere, bei dem irgendjemand irgendetwas mehr oder weniger tut oder kauft, "was sich nicht bezahlt macht" oder "für die Katz"ist, dann erhöhe ich das "Auskommen", weil ich mit weniger ausgekommen bin.

Wenn ich erst ausrechnen muss, ob das, was ich eigentlich "für die Katz"tue, bis ich damit aufhöre, dann ist auch das "verschwendete Zeit" und damit Geld.

Liebe Grüße
Mari Furukawa-Caspary

Vielen, vielen DANK an die wirklich hilfreichen Kommentare! In JEDEM Kommentar stecken wertvolle Hinweise für mich!!!

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