Lexikon
Forum
Downloads
Shop
Fachmagazin YOKOTEN
Login
Suche

Operational Excellence

Effizienzsteigerung im gesamten Unternehmen durch Null-Verluste, Null-Stillstände, Null-Fehler und Null-Unfälle unter Einbeziehung aller Mitarbeiter in selbstorganisierten Teams. Ein System, das betriebliche Verbesserungsansätze wie Lean, TPM, Six Sigma, Kaizen und KVP vereint.

   Zurück

Qualität & Six Sigma

In diesem Kompetenzbereich geht es darum, eine optimale Qualität sicherzustellen, um die Kundenzufriedenheit zu erhalten und zu steigern. Six Sigma ist dafür eine bewährte Methode. Weiterhin finden Sie hier Seminare zu den vielfältigen Themen der Qualitätssicherung.

   Zurück
Du musst dich anmelden um Beiträge und Themen zu erstellen.

Einstieg ins Thema KAIZEN/KVP

VorherigeSeite 2 von 2

Hallo Eren,

ich stand vor einem ähnlichen Problem, als ich unsere Mitarbeiter aus unterschiedlichen Fertigungsbereichen zum Einstieg in das Thema Lean schulen musste. Hierfür standen mir im Rahmen einer internen Schulungswoche anfangs ebenso nur 90 Minuten zur Verfügung.

Aus meiner Erfahrung kann ich nun sagen, dass bei aller Motivation, diese Zeit für kein vernünftiges Simulationsspiel oder Erarbeitung größerer Aufgaben in kleinen Gruppen nicht ausreichen wird. Vielleicht kommt man von alleine auf die Notwendigkeit von 5S am Arbeitsplatz, aber die 7 Verschwendungsarten aus einer gestellten Aufgabe selbst zu erarbeiten, ohne die Theorie davor gehört zu haben - da habe große Zweifel.

Nachdem ich nun die Schulung an mehreren Gruppen getestet habe, hat sich folgender Leitfaden für uns als die beste Vorgehensweise herauskristallisiert. Hier die grobe Richtung des Aufbaus:
- Was ist Lean/KVP/Kaizen?
- WOZU brauchen wir das? WAS bringt uns das? (Hier sollte am Besten eine Verknüpfung mit den Unternehmenszielen erfolgen, => Verkürzung der Durchlaufzeit / Konkurrenzfähigkeit etc.. ) => Mitarbeiter motivieren.
- Verschwendung erkennen ( Bsp für Wertschöpfend/Verdeckte Verschwendung/Offensichtliche Verschwendung), 5S einfließen lassen. (Hier finde ich das Zahlen-Spielchen sehr hilfreich)
- Theorie über die 7 Verschwendungsarten mit je Bsp aus der eigenen Praxis
(zur Vertiefung zeige ich gerne den "Waffel-Film" von Bosch-Rexroth.
- Als Hausaufgabe soll jeder Teilnehmer ein Bsp je Verschwendungsart aus seinem unmittelbaren beruflichen Umfeld überlegen denn wir schreiben am Ende der Schulungswoche einen kurzen Wissenstest, in dem ich unter anderem diese Verschwendungsbeispiele abfrage. Das "zwingt" die Mitarbeiter sich mit der Optimierung des eigenen Arbeitsplatzes aktiv auseinanderzusetzen und auch mal die Abläufe kritisch zu hinterfragen (daraus entstehen oft gute Verbesserungsvorschläge).

Das Erläutern der Verschwendungsbeispiele hat bei jeder Gruppe eine Flut an Fragen und Beiträge aus der eigenen Praxis ausgelöst, aus der Reihe "Wie ist das , wenn .... passiert? Ist das dann Verschwendungsart A oder B?" oder "Oh, das kenne ich leider zu gut! In unserer Abteilung läuft das folgendermaßen ab...."! Und dann muss man als Referent a) gute Antworten auf all diese Fragen und b) die Uhr stets im Blick haben! Denn die 90 Minuten verfliegen auch ohne ein Simulationsspiel im Nu! Ok, vielleicht gibt es keine solchen Diskussionen bei der Schulung der Auszubildenden... dennoch, ist die Zeit von 90 Minuten für die Einführung in das Thema KVP/KAIZEN sehr knapp bemessen.

Ich hoffe, meine Erfahrung kann ein wenig weiterhelfen.
Viel Erfolg!

Tetyana

Hallo Herr Küslümoglu,

als einfach anzuwendendes, aber einprägsames Beispiel kann ich Ihnen den Bau des Spaghetti-Turms, im TED-Video "Marshmallow Challenge" (https://www.youtube.com/watch?v=H0_yKBitO8M) genannt, wärmstens empfehlen.
Aus Erfahrung: dieses Spiel funktioniert auch wunderbar mit Führungskräften, die bereits KVP-Erfahrung haben.

Viel Erfolg beim Ausprobieren,
Stephan Schäufele

Hallo Herr Küslümoglu,

wir schulen unsere Mitarbeiter im Zuge unserer Jährlichen Sicherheitsunterweisung gleichzeitig über die Grundzüge von 5S und 7W.
Hier verwenden wir PowerPoint-Unterlagen, die wir mit betrieblichen Beispielen angereichert haben. Dafür reichen 90 Minuten.
Mit unseren Azubis spielen wir eine Lean-Simulation die ebenfalls mit betrieblichen Beispielen(Produkte aus der Fertigung) erarbeitet worden ist.
Dafür veranschlagen wir jeweils einen Vormittag oder Nachmittag mit ca. 3,5 Stunden. Wir machen meistens 3 oder 4 Durchgänge in denen wir jeweils Verbesserungen erarbeiten und einfließen lassen. Damit haben wir die besten Erfahrungen gemacht, der Lernerfolg ist hier am größten.

VorherigeSeite 2 von 2

Diese Webseite verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Sie geben Einwilligung zu unseren Cookies, wenn Sie unsere Webseite weiterhin nutzen.