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Operational Excellence

Effizienzsteigerung im gesamten Unternehmen durch Null-Verluste, Null-Stillstände, Null-Fehler und Null-Unfälle unter Einbeziehung aller Mitarbeiter in selbstorganisierten Teams. Ein System, das betriebliche Verbesserungsansätze wie Lean, TPM, Six Sigma, Kaizen und KVP vereint.

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Agilität

Agilität ist derzeit bestimmendes Thema in der Organisationsentwicklung: Ziel ist ein souveräner Umgang mit Komplexität und Unsicherheit durch selbstorganisierte Teams, schnelle Feedbackschleifen, unternehmerisches Denken auf allen Ebenen und Aufbau einer passenden Vertrauenskultur.

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Persönliche Entwicklung

Persönliche Fähigkeiten wie z. B. Kommunikationskompetenz, Projektmanagementkompetenz und Coaching-Kompetenz sind wichtige Bausteine, um in der veränderten Geschäftswelt beruflich erfolgreich zu sein. Die Seminare in diesem Kompetenzbereich helfen Ihnen, sich zielgerichtet weiterzuentwickeln.

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Einfuehrung von KVP

Hallo Zusammen,

wir beabsichtigen die Einfuehrung von KVP in unserem Unternehmen. Was muessen wir beachten um die Unterstuetzung aus allen Mitarbeiterebenen, vom Shop Floor bis hin zur Geschaeftsfuehrung, zu bekommen? Da KVP auch einen Veraenderungsprozess bedingt, wie koennen alle Mitarbeiter dafuer motiviert werden?
Fuer Anregungen, Erfahrungen oder Hilfe jeglicher Art bedanken wir uns schon jetzt.

Beste Gruesse, M. Bruder

Hallo Herr Bruder,
hoffe es geht Ihnen gut.
Ihre Frage verstehe ich so, daß Sie sich nicht in der Situation des Top-Managements sehen.
Eigentlich ist es einfach: Sie brauchen die Erlaubnis für Versuch, der muß erfolgreich sein und mit diesem Erfolg können Sie dann werben und natürlich auch lernen.
Endgültige Überzeugung schafft nur der Erfolg im eigenen Bereich.
Das gilt auf allen Ebenen, wobei die Interpretation was Erfolg bedeutet sicher unterschiedlich ist. Auf dem Weg dorthin brauchen Sie menschen, die ausreichend Vertrauen in der Organisation genießen. Die müssen sie also zuerst überezugen und aktivieren.

Etwas konkreter:
Sie müssen wissen, was Sie tun wollen, und wen sie dafür brauchen.
Aus meiner Sicht brauchen Sie also zunächst eine belastbare Situationsanalyse.
In welcher Situation ist das Unternehmen hinsichtlich der Situation am Markt, der wirtschaftlichen Situation, den absehbaren Herausforderungen, wie homogen ist die Führungsmannschaft, wie sind die Einstellungen zum Thema KVP, wo liegen wesentliche Potentiale (bzw. Verluste und Verschwendungen), was kann ein KVP-Prozess zum Erolg beitragen wieviel Zeit haben Sie, wie ist das Ausbildungsniveau der Mitarbeiter und welche Haltung hat der Betriebsrat?
Gibt / Gab es ähnliche Programme und ggfls woran sind sie gescheitert oder steckengeblieben?
(Wären sie erfolgreich, würden Sie die Frage nicht stellen...)
Reicht Ihr Wissen um nicht nur zu sehen was zu tun wäre, sondern auch wie sie es umsetzen können?
Sind Sie in der Lage eine erfolgreiche Führungskräfte- Information zu organisieren?

Das weitere hängt natürlich von den Ergebnissen Ihrer Analyse ab.
Wieder ganz allgemein:
Ich würde einige Szenarien mit grobem Fahrplan für das Management vorbereiten.
Je nach Haltung des Top-Managements würde ich dann versuchen einen Benchmark-Besuch bei einem geeigneten Partner mit den Top-Entscheidern durchzuführen und mir die Erlaubnis zu einem Pilotbereich zu holen, wenn es einen geigneten Bereich gibt (Potential und Begeisterung).
Notfalls geht der Pilot auch ohne Benchmark vorher.
Was die Mitarbeiter angeht: Sie brauchen natürlich einen vernünftigen Grundstock an Wissen. Der Rest ist dann ehrliches und konstruktives Miteinander-Reden.
Was aber immer geht, und was wir sowieso früher oder später tun müssen ist:
Einfach im eigenen Bereich anfangen...
und dranbleiben.
und nicht vergessen den Ausgangszustand zu dokumentieren.
Nach dem Start wird es darauf ankommen:
Warum? zu fragen, Fehler auszubügeln, zuzuhören und zu reden, reden, und reden, aber auch Erfolge aufzuzeigen und Menschen die Chance zu verschaffen ihre Arbeit zu präsentieren.
Viel Erfolg
mfg
Holger Frey

Hallo Herr Bruder,

aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich nur empfehlen, dass eine KVP-Einführung nur durch die Geschäftsleitung angestossen, forciert und unterstützt werden kann.

Sofern keine Unterstützung seitens des Top-Managements herrscht, laufen Sie permanent gegen die Windmühlen an. Kein Mitarbeiter wird Ihnen auf Dauer zuhören, wenn der Druck von oben nicht da ist.

Lebt die Geschäftsführung KVP vor, fordert und fördert dieses, wird die Umsetzung fast ein Selbstläuffer.

MfG
Mario Hüneke
Leiter Technik

DHL Fulfilment GmbH
Senator-Nolting-Hauff Str. 1-3
28197 Bremen

Tel.: +49 (0)421 / 5122-308

Hallo Herr Bruder,

eine sehr umfassende Antwort und Rat haben Sie ja schon von Herrn Frey erhalten. Ich möchte jedoch noch auf eine weitere Möglichkeit hinweisen.
Wir helfen regelmäßig Unternehmen und engagierten Managern, TPM in ihren Unternehmen bekannt zu machen. Gerade im nächsten Monat bin ich wieder unterwegs in Italien, um bei einem Workshop einer großen Verpackungs-Gruppe das versammelte Management über die Möglichkeiten von TPM zu informieren. Dabei spielen die Schwierigkeiten und Möglichkeiten eines Veränderungs-Prozesses eine große Rolle. Bisher waren solche "Sensibilisierungs-Aktionen" durchweg erfolgreich. Meistens geht danach ein Ruck durch die Führungskräfte, und der Mut steigt, wie auch die Unterstützung bei der Einführung von TPM oder anderen Management-Systemen, um die Wettbewerbsfähigkeit und die Profitabilität des Unternehmens zu steigern.
Gerne können Sie sich in dieser Angelegenheit an Prof. May oder auch mich wenden.

Mit bestem Gruß
Peter Schimek
CETPM FH Ansbach

Grüß Gott Herr Bruder,

im Grundsatz schliesse ich mich den beiden Vorrednern Hr. Hüneke und Hr. Frey an - mit Geschäftsleitung gehts leichter! Aber auch die muß erst überzeugt werden.

So kann auch ein Weg sein, dass Sie es in Ihrem Bereich ganz pragmatisch in Mini-Schritten alleine versuchen. Konkret lief das in unserem Unternehmen so ab, dass nach einer 5S-Aktion bei einer Pilit-Gruppe in wöchentlichen Kurz-Meetings (ca. 30 min) zum Schichtwechsel mit beiden Schichten der Stand der Massnahmen aus der 5S-Aktion besprochen wurden. Aus dem Gespräch mit den Mitarbeitern ergaben sich dann vielfältige Verbesserungsvorschläge.

Diese wurden an einem Whitboard notiert, ein Verantwortlicher benannt - ganz wichtig hier schon die Mitarbeiter mit der Durchführung beauftragen - ein möglichst realistischer Realisierungstermin festgelegt und in der nächsten Woche der Fortschritt abgefragt (siehe Anhang).

Mit dieser Methode binden Sie die Mitarbeiter von Anfang in den Veränderungsprozess ein, können durch die rasche Realisierung der Verbesserungsvorschläge Vertrauen bei den KollegenInnen aufbauen und gleichzeitig über die Ergebnisse die Geschäftsleitung überzeugen.

Danach haben Sie die Basis geschaffen, um mit den "theoretischen" Inhalten mittels Workshops das praktische Tun zu festigen, Zusammenhänge klarer aufzuzeigen und die KVP-Anwendung weiter auszubauen (Prämiensysteme, strukturiertere und analytischere Vorgehensweise, etc.).
Abschließend möchte ich nochmal die Aussage von Hr. Frey bekräftigen: zuhören, zuhören, reden, reden, reden, reden und einen langen Atem haben.
Viel Erfolg dabei!

Mit freundlichen Grüßen
Kurt Bortel

Hallo Herr Bruder,

die erste Frage lautet: was verstehen Sie unter KVP?

Geht es Ihnen um ein Vorschlagswesen? Oder um die wirklich ganzheitliche Einführung von Lean Production in Ihrem Unternehmen?

Ersteres macht für sich alleine aus meiner Sicht keinen Sinn. Klar kann man so Verbesserungen anstossen. Aber der grosse Wurf wird das nie werden.

Wenn es um die Unterstützung geht, muss, wie die Vorredner schon betont haben, das Management überzeugt sein und das Ziel vorgeben. Danach zählt nur noch eins: schnelle Umsetzung der Vorschläg mit Null Bürokratie. Dann haben Sie Unterstützung.

Wir betreuen Firmen bei der ganzheitlichen Umsetzung von Lean Production und haben diese in unserer eigenen Produktion innerhalb der letzten 3 Jahre erfolgreich eingeführt. Die Erfahrung zeigt, dass dabei wenig Theorie und viel Praxis nötig ist. Benutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand und sparen Sie sich Analysen, die länger als eine Woche dauern.

Viel Erfolg bei der Umsetzung!

Sehr geehrter H.Bruder,

wie meine Vorredner schon erwähnt haben ist es äußerst wichtig dass die Initiative, KVP einzuführen, vom Management kommt. Um das Management zu überzeugen dass KVP ein sinnvolles Werkzeug ist, um die Firma weiter zu entwickeln, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

- Besichtigung eines Werkes in welchem der KVP-Prozess schon erfolgreich läuft.
- Info-Veranstaltung mit H.Schimek.
- TPM-Instruktorkurs beim CETPM (Investition lohnt sich).
- Das Management weiß über die Vorteile Bescheid (optimaler Fall)

Die Willenserklärung des Managements dass ein solcher Prozess eingeführt werden soll muss aus meiner Sicht schriftlich fixiert und unterschrieben sein.
Der Text könnte wie folgt lauten:

Das Fundament unseres Unternehmens ist die Produktion in ………
Wir als Management sehen unsere Verantwortung darin, dieses Fundament stetig zu stärken und auszubauen.
KVP wird hierzu einen wesentlichen Beitrag liefern.
Darum stehen wir zu KVP und werden es mit voller Kraft unterstützen.

Bereiten Sie eine Info-Veranstaltung vor in welcher Sie die Belegschaft Informieren was hier überhaupt gestartet wird.

Wenn dies alles geschehen ist sollten Sie einen Bereich aussuchen in welchem Sie den Prozess starten wollen. Dort schulen Sie die Mitarbeiter. Nach den Schulungen sollten dann die ersten Workshops in diesem Bereich starten.

Wichtig aus meiner Sicht sind folgende 2 Punkte:

1. Gehen Sie nicht zu schnell in die Breite. Der Prozess wird sonst zu unübersichtlich und lässt sich schwer handhaben.
2. Informieren Sie die Nachbarabteilungen durch Visualisierung der Aktionen (Bilder usw.) damit die anderen Mitarbeiter wissen was da passiert. Dies weckt evtl. die Neugier und den Wunsch ebenfalls dabei sein zu wollen.

In der Anfangszeit ist dies ein reiner Überzeugungsprozess den Sie und Ihr Team leisten müssen. Dies erfordert von Ihnen sehr viel Geduld und viel Initiative. Sie müssen als treibendes Rad funktionieren. Erst wenn der Mitarbeiter erkannt hat welchen persönlichen Nutzen er daraus ziehen kann wird der Prozess laufen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und die nötige Geduld und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen
Roth Stefan

Polyamide High Performance GmbH
Industrie Center Obernburg
Equipment Procurement / TPM - Instruktor
PA-MP-TA
Glanzstoffstraße 1, D-63784 Obernburg
Tel. +49 (0)6022 / 81-2414
Fax +49 (0)6022 / 81-312414
Mobil +49 (0)151 / 55043845

mailto:Stefan.Roth@polyamide-hp.com
http://www.polyamide-hp.com

Sehr geehrte Herren,

vorweg meinen besten Dank für Ihre exzellente Hilfestellung. Jedes Ihrer Statements und Anregungen wird uns bei unseren Vorbereitungen, den kontinuierlichen Verbesserungsprozess einzuführen, begleiten.
Sicherlich einer der schwierigsten Veränderungsprozesse, aber auch einer der wichtigsten.
Dessen sind wir uns bewusst und somit werden wir behutsam aber konsequent vorgehen.
Erneut meinen besten Dank an die Herren Frey, Hüneke, Schimek, Bortel, Kreisel und Roth.

Beste Grüße, Markus Bruder

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