Deutschland war bis vor kurzem noch Exportweltmeister – das ist vorbei! Wir importieren mehr als wir exportieren. Und es werden uns schmerzhaft unsere großen Abhängigkeiten und strategischen Fehler unserer Regierung vor Augen geführt.
Vor einiger Zeit schrieb ich an dieser Stelle, dass es unverantwortlich ist, Kohle- und Kernkraftwerke abzuschalten, wenn noch kein adäquater Ersatz verfügbar ist. Leider lag ich mit dieser Einschätzung richtig. Wir haben uns in fatale Abhängigkeiten begeben – nicht nur bei unserer Energieversorgung. Auch bei Rohstoffen, Zukunfts-Technologien, innerer und äußerer Sicherheit sowie Arbeitskräften sind wir zum „Junkie“ geworden. In anderen Bereichen wird nur noch der Mangel verwaltet: z. B. in der Bildung, der Gesundheitsversorgung oder der Infrastruktur. Aber wir sollten den Kopf nicht in den Sand stecken! Deutschland war immer gut darin, kreative, technologische Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu finden.
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Deutschlands große Abhängigkeit
Noch haben wir viele Menschen, die eine hervorragende Ausbildung genossen haben. Jetzt sollten die lähmenden, bürokratischen Fesseln gelöst und Innovation erleichtert werden. Und wir brauchen wieder mehr Wertschätzung für Unternehmertum und industrielle Wertschöpfung! Betrachten wir den Arbeitskräftemangel: Nicht nur Fachkräfte fehlen, sondern Arbeitskräfte in allen Bereichen – sei es bei der Gepäckabfertigung an Flughäfen, in der Gastronomie oder in der Produktion. Kürzlich sagte der Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger im Rahmen einer Diskussionsrunde, dass es sogar Probleme gäbe, Mitarbeiter zu finden, die beim Münchner Oktoberfest die Bierkrüge spülen. Jetzt wird es ernst!
Wo sind die Arbeitskräfte?
Da stellt sich die Frage: Wohin sind die ganzen Arbeitskräfte verschwunden? Sicher haben sich viele während der Corona-Pandemie anderweitig orientiert, da sie entlassen oder in Kurzarbeit geschickt wurden. Einen weiteren Aspekt haben meine Kollegen Andreas Syska, Lars Vollmer und ich im Rahmen eines Gesprächskreises entdeckt: Immer mehr
