Beim Spielen verhalten wir uns meist weniger formell. Dadurch können wir offener miteinander umgehen, ohne dass sich daraus gleich negative Konsequenzen ergeben. Wir können auch auf Ebenen der Kommunikation eingehen, denen wir sonst verschlossener gegenüberstehen.
Um Teams die Reflexion über ihre Kommunikation zu erleichtern, habe ich ein Kommunikations-Domino kreiert. Im Original legt man Steine mit gleich vielen Punkten aneinander. Im Kommunikations-Domino enthält jede Karte kommunikative Herausforderungen und mögliche Lösungen. Anlegen kann man eine Karte, wenn sie eine passende Lösung zu einer Herausforderung bringt.
Es gibt dabei nicht richtig und falsch, sondern verschiedene Grade von Angemessenheit. Das wichtigste ist aber – wie bei den meisten der agilen Spiele – dass die Teilnehmenden sich miteinander austauschen und über die Lösungsansätze diskutieren. Wieso scheint eine Lösung (nicht) zu einer Herausforderung zu passen? Was könnte
Eine PDF-Vorlage für das Kommunikationsdomino können Sie hier herunterladen: https://kommunikation30.ch/2020/08/04/ kommunikations-domino/.
passieren, welche Reaktionen könnte sie auslösen? Und welche konkreten Beispiele haben die Spielenden bereits in ihrem Alltag ausprobiert oder erlebt?
Alle erhalten sechs Karten auf die Hand. Der Rest der Karten verbleibt im Stapel, eine Karte wird offen ausgelegt und dient als Startfeld. Reihum versuchen die Teilnehmenden eine Karte anzulegen und argumentieren, warum diese passt. Die anderen dürfen die Argumentation hinterfragen.
Kann jemand keine Karte anlegen, zieht er oder sie eine weitere Karte vom verdeckten Stapel. Gewonnen hat, wer als erste(r) keine Karten mehr auf der Hand hält. Eigentliche Gewinner sind alle, die sich aktiv mit den Herausforderungen und Lösungen auseinandergesetzt haben.
