Nachlese OPEXCON 2018
Was ist eine Block Chain und welche Auswirkungen hat diese auf Unternehmen und Gesellschaft? Diese Frage beantwortete Elke Kunde, Solution Architect, IBM Blockchain Technical Focalpoint DACH, als ausgewiesene Expertin zu dem Thema. Sie erklärte, wie die Technik funktioniert und welche neuen Möglichkeiten sich damit eröffnen. So könne man Risiken reduzieren und neue Geschäftsmodelle generieren. Hilfreich sei die sichere Datentechnik beispielsweise im Auslands-Zahlungsverkehr oder für Herkunfts- und Verwendungsnachweise bei der Maschinenwartung. Insbesondere sensible Bereiche wie Medizintechnik und Flugzeugwartung könnten davon profitieren. Mit der Unveränderbarkeit der Datensätze sei der Weg für papierlose Transaktionen geebnet. Dubai und Singapur planten zum Beispiel im Zuge der Papierlosigkeit, in naher Zukunft auch Grundbücher über Blockchain abzuwickeln.
Nutzerorientierte Innovationen
Das Thema Design Thinking konnten die Konferenzteilnehmer live erleben. Interaktiv erklärte Jochen Gürtler, Senior Strategic Design Consultant SAP SE, wie eine 360-Grad-Recherche funktioniert, damit nutzerorientierte Innovationen entstehen können. Die Zuhörer wurde zu Akteuren, die in Kleingruppen anhand eines Leitfadens die Phasen Interview, Analysieren, Nachfragen und Fokussieren durchspielten mit dem Ziel "Die ideale Arbeitsumgebung der Zukunft gestalten". Wichtig beim Design Thinking ist laut Jochen Gürtler, dass die Kultur täglich gelebt wird. Lean und Design Thinking würden somit gut zusammenpassen.
Breites Spektrum an Themen
Selbstverständlich wurden auch klassische Leanthemen wie "Individuelle Zielvereinbarung", "Kostenorientierte Wertstromplanung" oder "Cardboard Engineering" auf der OPEXCON vorgestellt und mit den Teilnehmern diskutiert. Mit Referenten und Teilnehmern aus unterschiedlichen Branchen – vom Mittelstand bis zum Konzern – wurden viele Aspekte von Operational Excellence unterschiedlich beleuchtet. So erläuterte Dr. Boris Rapp, Vorstand des KfH – Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V., wo die Schwerpunkte
in seiner Organisation liegen: „Unser Ziel ist es nicht, wirtschaftliche Potenziale zu heben, sondern der Patient steht im Fokus“. So sei der Schlüssel für die Anzahl der Ärzte und Pflegekräfte vorgegeben und es gehe darum, die in den letzten Jahren entstandene Arbeitsverdichtung durch Operational Excellence zu kompensieren und den Mitarbeitern mehr Freiraum für die Versorgung der Patienten zu geben.
Award for Operational Excellence in Silber verliehen
„Das ist fast ein kleines Jubiläum, denn heute erhält das fünfte Unternehmen den Award for Operational Excellence in Silber“. Mit diesen Worten eröffnete Prof. Dr. Constantin May seine Laudatio bei der Abendveranstaltung. Nach Daimler, Continental, Deutsche Solar und dem Werk von B. Braun in Escholzmatt erhalte nun B. Braun in Crissier als zweite Schweizer Niederlassung des Herstellers von Medizinprodukten den Award. Das Werk in der französischen Schweiz habe 2012 mit Operational Excellence begonnen und bereits im Jahr 2015 den Award in Bronze erhalten. Schon damals seien die Weichen für die nächste Stufe gestellt worden und am 8. März 2018 wurde das Hauptaudit erfolgreich bestanden. Die Auditoren seien begeistert gewesen von dem Enthusiasmus der Mitarbeiter, die sich mit Verbesserungsvorschlägen und vorbildlichem Shopfloor Management für das Unternehmen einsetzen.
