Herr Harada hat diesen Aspekt bei der Entwicklung seiner Methode als so wichtig erachtet, dass er im Langzeitziele-Arbeitsblatt zur Beantwortung dieser Frage einen entsprechenden Abschnitt eingefügt hat. Der Anwender stellt sich hierbei folgende Fragen:
1. Welchen konkreten Nutzen bringt es mir persönlich, wenn ich mein Ziel erreiche? 2. Welchen konkreten Nutzen bringt es meinem Umfeld (Gesellschaft, Familie, etc.), wenn ich mein Ziel erreiche? 3. Welchen nicht konkreten, ideellen Nutzen bringt es mir persönlich, wenn ich mein Ziel erreiche? 4. Welchen nicht konkreten, ideellen Nutzen bringt es meinem Umfeld (Gesellschaft, Familie, etc.), wenn ich mein Ziel erreiche?
Je deutlicher Sie sich vor Augen führen, welchen Nutzen die Erreichung Ihres Ziels hat, desto motivierter werden Sie sein, sich dafür (auch über einen längeren Zeitraum) einzusetzen.
Was treibt Menschen an?
Erfolg zu haben bedeutet harte Arbeit. Erfolgreiche Menschen arbeiten täglich an sich und ihren Aufgaben, um ihr Ziel zu erreichen. Dabei ist häufig nicht Geld der Motor für diesen Antrieb. Insbesondere, wenn man sich manche Sportler anschaut, fragt man sich, was diese Menschen antreibt, extreme Belastungen und persönliche Einschränkungen zu akzeptieren, um am Ende ein rundes Stück Metall in Händen
zu halten. Was ist der Motor dieses Engagements?
So mancher Vorgesetzte beklagt die geringe Motivation seiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Unternehmen. Warum ist das so? Was unterscheidet den Sportler, der sich voll und ganz für den Gewinn eines Stückes Metall aufopfert von den Menschen in einem Unternehmen? Warum ist für viele Menschen der Samstag oder Sonntag der
schönste Tag der Woche und nicht beispielsweise der Montag?
Der Unterschied liegt offenbar in der Motivation, etwas zu erreichen. Was macht also Motivation aus? Schaut man sich einmal eine Formel für Motivation aus entsprechender Literatur an, dann findet man folgendes:
➤ CETPM-Seminar: Teams zur Selbstorganisation entwickeln
Motivation = Erwartung x Wert
Es bedarf also einer gewissen Erwartung, dass Erfolg bei entsprechender Anstrengung eintreten kann. Außerdem muss das Ziel einen gewissen Wert für die Person haben. Betrachtet man diese Formel, wird schnell klar: Je größer Erwartung und Wert, desto größer ist die Motivation. Andererseits sinkt die Motivation gegen Null, wenn nur einer dieser Faktoren gegen Null geht.
Mit der Harada-Methode die Motivation steigern
Für die eigene Zielsetzung wird damit Folgendes deutlich:
1. Das Ziel muss realistisch unter Beachtung der "SMART-Regel" gesetzt sein. Dies erfolgt in den Schritten 4-6 der Harada-Methode. (Erwartung) 2. Die Erreichung des Ziels muss einen hohen Wert für den Menschen haben. Dieser Wert wird in Schritt 7 der Harada-Methode erarbeitet.
Je klarer Sie sich vor Augen führen, welchen Sinn und Zweck die Erreichung Ihres Ziels für Sie, aber auch für andere (z.B. Familie, Gesellschaft, Kollegen, etc.) hat, desto größer wird Ihnen der Wert dieses Ziels erscheinen. Die Verdeutlichung des Zwecks wirkt wie eine Energie, die Sie direkt auf die Erreichung Ihrer Ziele zusteuern lässt.
Schritt 8: Selbstanalyse durchführen
Die Harada-Methode dient als Anleitung, quasi als roter Faden für den Weg zu mehr Eigenständigkeit und zum eigenen Erfolg.
Dabei greift die Harada-Methode auf diverse Komponenten zurück, die Herr Harada im Laufe der Zeit als besonders wichtig dafür empfand. So ist auch die Selbstanalyse von zentraler Bedeutung für die Erreichung von Zielen, da künftig Verhaltensmuster wiederholt werden sollten, die bereits in der Vergangenheit zum Erfolg geführt haben.
Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen
Rufen Sie sich daher die Erfolgsperioden der Vergangenheit in Erinnerung und überlegen Sie sich, worin die Gründe für den damaligen Erfolg liegen. Dabei sollten verschiedene Aspekte des Lebens betrachtet werden. Herr Harada hat dazu vier Kategorien definiert: Geisteshaltung, Fähigkeiten, Gesundheit/Fitness, Privatleben/ Alltagsleben.
Da auch Fehlschläge immer Potenzial für künftige Verbesserungen liefern, analysiert der Harada-Anwender in gleicher Weise zurückliegende Fehlschläge nach den o.g. Kategorien. Somit wird deutlich, welche Verhaltensweisen man künftig vermeiden sollte, um sein Ziel zu erreichen. Auf diese Weise lassen sich auch leicht potenzielle Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg finden und entsprechende Gegenmaßnahmen definieren.
Lean Yourself! Übung 4: Im Rückblick Erfolge der Vergangenheit betrachten.
Wie steht es um ihre Ziele? Was treibt Sie an, für die Erreichung ihres Ziels alles zu geben? Welche Erfahrungen der Vergangenheit können Sie sich künftig zu eigen machen? Nehmen Sie sich einige Minuten
Zeit und halten Sie Ihre Gedanken dazu im Harada-Langzeitziele-Arbeitsblatt fest.
Die Selbstanalyse hilft Ihnen somit, Ihre Potenziale zu erkennen und zu entfalten.
In der nächsten Ausgabe erfahren Sie, wie Ihnen die Harada-Methode hilft, von der Zielsetzung zu konkreten Aufgaben zur Zielerreichung zu gelangen.
Download der Formulare zu dieser Serie unter: www.yokoten.de/harada
