Mit dem entsprechenden Selbstvertrauen ist der Mensch in der Lage, neue Herausforderungen als Chance wahrzunehmen und sich auch durch auftretende Probleme nicht von seinem Ziel abbringen zu lassen. Eigenständigkeit entwickeln heißt, eine Passion und ein tiefes Verständnis für etwas zu entwickeln, um dieses Wissen und die eigenen Fähigkeiten nutzbringend für alle einzusetzen.
1 verantwortungsbewusst
2 anpassungsfähig
3 authentisch
4 mutig
5 kompetent
6 einfühlsam
7 zuversichtlich
8 kreativ
9 entschlossen
10 befähigt /fähig
Wie eigenständig bin ich?
11 ethisch
Mit dem Arbeitsblatt "33 Fragen zur Eigenständigkeit" kann sich der Anwender auf Basis von 33 Aspekten rund um das Thema Eigenständigkeit selbst bewerten (Punktevergabe 1 bis 10). Die anschließende Summenbildung bietet die Möglichkeit, sich entsprechend einzustufen und ggf. bei künftigen erneuten Bewertungen einen Fortschritt darzustellen.
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Dienst am Mitmenschen definieren
Der aus meiner Sicht weitaus größere Nutzen für die eigene Entwicklung ergibt sich jedoch aus der Analyse der Selbstbewertung bei jedem einzelnen Aspekt zur Eigenständigkeit. Hier kann der Anwender sehr schnell Weiterentwicklungspotenziale für sich identifizieren, indem man sich beispielsweise alle Positionen der Liste anschaut, bei denen man sich in der "Ich zuerst" propagiert wird, mutet dieses Element der Harada-Methode etwas seltsam und vielleicht für unsere Breitengrade unpassend an.
33 Fragen zur Eigenständigkeit sieben oder weniger Punkte gegeben hat. Hier liegt es nahe, sich mit der Frage zu befassen, auf welche Art und Weise hier künftig deutlich mehr Punkte erzielt werden können.
Wer anderen dient, bricht aus den eigenen Grenzen aus
Man kann diesen Ansatz sicher philosophisch diskutieren. Aber entscheidend ist die Frage, welchen Beitrag dieser Dienst am Mitmenschen für die Entwicklung zu mehr Eigenständigkeit und letztlich für den eigenen Erfolg leisten kann. Im Allgemeinen bedeutet Dienst am Mitmenschen oder Dienst für die Gesellschaft: Etwas
Im Verlauf der Arbeit mit den Harada-Arbeitsblättern stößt der Anwender irgendwann auf das Thema "Dienst am Mitmenschen". Insbesondere für den westlichen Menschen wirkt das häufig befremdlich und sorgt zunächst für ein Stirnrunzeln. Gerade in der heutigen zunehmenden "Ellbogen-Gesellschaft", zum Gemeinwohl beitragen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
Säen und ernten
Allerdings gibt es den biblischen Spruch "Was Ihr sät, das werdet Ihr ernten." Der Dienst am Mitmenschen hilft nicht nur, den eigenen Horizont zu erweitern, sondern auch bodenständig zu bleiben und sich Anerkennung aus dem gesellschaftlichen Umfeld zu erarbeiten. Gemäß Takashi Harada soll der Dienst am Mitmenschen zur eigenen Gewohnheit werden. Die anhaltende Fokussierung darauf, hilft auch bei der Fokussierung auf Hoffnungslosigkeit, Gleichgültigkeit, etc. Diese Rahmenbedingungen brachten ihn zur Erkenntnis, dass seine Schüler nur erfolgreich werden konnten, wenn auch deren Umfeld positiv beeinflusst werden würde. Er trug ihnen daher auf, jeden Tag einen Beitrag für ihr persönliches Umfeld zu leisten – mit Erfolg.
Michael Klein hat Maschinenbau/Betriebstechnik studiert. Nach mehr als 10 Jahren als QS-Leiter und Auditor, Lean Six Sigma Black Belt und Operational Excellence Manager im Aluminium-Strangpressbereich betreibt er seit 2013 ein Ingenieurbüro für Prozessoptimierung. Seit 2015 arbeitet er begeistert als Trainer und Coach des Harada-Instituts Deutschland an der Verbreitung der Harada-Methode. die direkten Aufgaben zur Zielerreichung. Auch wenn heute oft eine Einzelkämpfermentalität herrscht, ist es erforderlich zu verstehen, dass jeder Mensch Teil eines Systems ist, in dem eine Wechselwirkung mit anderen Menschen nicht zu verleugnen ist. Die Investition in die Mitmenschen/die Gesellschaft wirkt sich daher auch positiv auf die eigene Entwicklung und die Erreichung der gesteckten Ziele aus. Somit entsteht eine "Win-win-Situation". Erinnern wir uns an die Probleme, mit denen Herr Harada bzw. seine Schülerinnen und Schüler konfrontiert waren: Arbeitslosigkeit, Kriminalität,
Lean Yourself! Übung 2: Was kann ich für mein Umfeld tun?
Überlegen Sie sich doch einmal, welchen Beitrag (und wenn er Ihnen noch so klein erscheint) Sie für Ihr Umfeld leisten können. Was erleichtert Ihren Mitmenschen das tägliche Leben? Was trägt dazu bei, das Leben in Ihrer Firma, Nachbarschaft, Familie, etc. zu verbessern? Und dann machen Sie es einfach so häufig wie möglich. Schauen Sie was passiert.
In der nächsten Ausgabe von Yokoten erfahren Sie, wie man mit der Harada-Methode sein Ziel definiert und die Grundlagen für ausreichend Motivation legt.
Download "33 Fragen zur Eigenständigkeit" unter: www.yokoten.de/harada
