Das CETPM wurde im Jahr 2005 als Institut der Hochschule Ansbach von Prof. Constantin May und Peter Schimek (†) ins Leben gerufen. Schon bald entstand nahe dem Hochschul-Campus eine Lehrfabrik, in der Wissen praxisnah vermittelt wurde. Im Jahr 2010 bot sich die Gelegenheit, die Lehrfabrik unter realitätsnahen Bedingungen in einem leer stehenden Fabrikgebäude einzurichten. Dort entstand auch das Lehrbüro, wo unter authentischen Bedingungen Büroprozesse zu Schulungszwecken simuliert wurden. Sehr praktisch war, dass in dem großzügigen Gebäude auch die Verwaltung des CETPM und Unterrichtsräume Platz fanden. Mit Etablierung des berufsbegleitenden Bachelor-Studiengangs "Wertschöpfungsmanagement" entstand dort der Campus Herrieden der Hochschule Ansbach.
Planung mit Erfahrung und Visionen
Vier Monate dauerte die Planung und nach nur zehn Monaten Bauzeit war das neue Gebäude bezugsfertig.
Perfekte Lernumgebung geschaffen
Bestechend ist die Lage des Gebäudes auf einer Anhöhe mit Weitblick und grüner Umgebung. Bei schönem Wetter können sich die Lernenden auf einer ansprechend gestalteten Terrasse austauschen. Es sind ausreichend Parkplätze vorhanden inklusive Ladestation für Elektroautos. Die neuen Räume bieten neben dem großzügigen Campus mit Vorlesungsräumen, Lehrfabrik und Lehrbüro viele Möglichkeiten. So gibt es eine eigene Mensa, die von einem Catering-
Mit der Kündigung durch den Vermieter standen Prof. Dr. Constantin May, Alexander Grombach und das gesamte CETPM-Team vor einer großen Herausforderung. Gemeinsam entwickelten sie aus ihrer Erfahrung heraus eine Vision, wie das neue Gebäude aussehen sollte. Mit Markus Peisker fanden sie einen Architekten, dem es gelang, die Anforderungen an das Multifunktions-Bauwerk begeisternd und innovativ umzusetzen.
Unternehmen beliefert wird. Ein großer Schulungsraum bietet die Möglichkeit, Veranstaltungen mit bis zu 140 Personen durchzuführen.
Lean als Basis für Digitalisierung
Neues Umfeld für Forschung
Neu ist das "Lean 4.0 Lab", das die Forschungsarbeit in Sachen Lean und Digitalisierung unterstützt. Neben der bisher bereits betriebenen Weiterentwicklung und Erforschung des Lean-Ansatzes eröffnen sich nun neue Horizonte. Die Dozenten erforschen dort, wie sich Karakuri (Einfachautomatisierung), Low Cost Robotik und 3D-Druck in den Leanprozess integrieren lassen.
Werkstattcharakter bleibt erhalten
„Im Lean 4.0 Lab erproben wir beispielsweise die Fertigung verschiedener Varianten und die Steuerung eines fahrerlosen Transportsystems anhand einer einfach zu bedienenden App auf dem Tablet. Auch das Shopfloor Management lässt sich in den digitalen Medien abbilden“, erklärt Friedrich Dürst, der als Trainer beim CETPM arbeitet. die neue Lehrfabrik zeigte sich deutlich, dass es trotz modernster Ausstattung gelungen ist, den praxisnahen Charakter der ursprünglichen Lehrfabrik zu erhalten. Die Fertigung von Klemmbrettern als praktisches Training wurde mit einer variantenreichen Montage von Kickboards ergänzt. Somit erhält die Lernumgebung einen noch höheren Praxisbezug.
In dem Lean 4.0 Lab sehen die Schulungsteilnehmer den Idealzustand einer modernen Fertigung. „Dennoch müssen vor der Digitalisierung die Lean-Hausaufgaben gemacht werden“, betont Prof. Dr. Constantin May. „Und genau die dafür erforderlichen Kompetenzen vermitteln wir den Lernenden, ohne dabei aktuelle Entwicklungen aus den Augen zu verlieren“.
Regionale Unterstützung
Auch der zweite Bürgermeister von Herrieden, Manfred Niederauer, gratulierte zur Eröffnung. Er machte darauf aufmerksam, dass der Prozess der Bauplatzsuche und der Baugenehmigung lean gewesen sei. Schließlich hätten Mitarbeiter der Stadtverwaltung schon das Seminar "Lean in der öffentlichen Verwaltung besucht". Er sieht die ca. 2500 CETPM-Seminarteilnehmer pro Jahr, die teilweise von weit her anreisen, als Botschafter, die zu einem positiven Image der Stadt beitragen.
Als Fan der Lehrfabrik brachte Landrat Dr. Jürgen Ludwig seine Hoffnung zum Ausdruck, dass der hemdsärmelige Werkstattcharakter im neuen Umfeld nicht verloren geht und die kreative Atmosphäre erhalten bleibt. Beim Rundgang durch
