Bei der Harada-Methode geht es um die zentrale Frage „Was möchte ich wirklich erreichen, und was muss ich tun, um erfolgreich zu sein?“. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass jeder Mensch das Potenzial hat, erfolgreich zu sein. Mit der Harada-Methode erhält der Mensch eine Systematik, die ihn wie ein roter Faden zum Erfolg führt. Die Methode ist hervorragend geeignet, Menschen zu mehr Eigenständigkeit und Selbstverantwortung hinsichtlich der Erreichung gesteckter Ziele zu entwickeln.

• Vision, Traum, Ziel • Kenntnis der eigenen Stärken • Einen Plan für die Umsetzung • Positive Angewohnheiten • Konsequenz in der Umsetzung des Plans • Unterstützer • Fähigkeit zur Reflexion solch einer Anleitung folgt? Die Antwort lautet: Ja, es gibt einige grundlegende Aspekte, die sich bei erfolgreichen Menschen finden lassen:

Hierzu hat Takashi Harada fünf Phasen mit insgesamt 20 Schritten entwickelt, die wir Ihnen im Rahmen dieser Serie vorstellen werden (s. Abb. 1).

Was ist Erfolg?

Die Harada-Methode unterstützt Menschen darin, Ziele richtig zu setzen und erfolgreich zu sein. Aber was ist eigentlich Erfolg? Jeder hat seine eigene, persönliche Vorstellung davon, was Erfolg ist. Ebenso unterschiedlich sind die Vorstellungen darüber, wer erfolgreiche Menschen sind. Die sehr individuellen Vorstellungen bezüglich dieser Fragestellungen führt zu einer weiteren Frage: Gibt es so etwas wie ein "Kochrezept" für Erfolg? Kann jeder erfolgreich sein, wenn er/sie solch einer Anleitung folgt? Die Antwort lautet: Ja, es gibt einige grundlegende Aspekte, die sich bei erfolgreichen Menschen finden lassen:

Die Komfortzone verlassen.
Die Komfortzone verlassen.

Schritt 1: Selbstvertrauen aufbauen

Analyse

Planung

Umsetzung tivlosigkeit an die Kinder weitergaben. Dementsprechend hatten die Schülerinnen und Schüler von Herrn Harada keinerlei Ambitionen, etwas im Leben zu erreichen bzw. kein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Er erkannte die Notwendigkeit, zunächst Selbstvertrauen bei seinen Schülerinnen und Schülern aufzubauen.

In den 20 Schritten der Harada-Methode finden sich die oben genannten Aspekte wieder. Die Anwender werden dabei mit einfachen Arbeitsblättern geführt und erarbeiten so systematisch ihren persönlichen Fahrplan zum gesteckten Ziel.

Die Meisten von uns leben in einem deutlich positiveren Umfeld. Aber haben die Menschen in ihren Unternehmen genügend Selbstvertrauen, Probleme eigenständig anzugehen, sich Ziele zu setzen und selbstverantwortlich diese Ziele umzusetzen? Wie oft sperren sich Menschen gegenüber den Entwicklungen im Unternehmen, weil ihnen das nötige Selbstvertrauen fehlt, die anste-

Um zu verstehen, warum ausgerechnet dieser Punkt als erster Schritt in der Methode enthalten ist, muss man den beruflichen Hintergrund von Herrn Harada kennen. Takashi Harada war vor seiner industriellen Tätigkeit viele Jahre Lehrer bzw. Athletiktrainer an einer Schule in Osaka. Hohe Arbeitslosigkeit, Kriminalität, etc. im Umfeld hatten dazu geführt, dass Eltern und Angehörige ihre Perspek-

Komfortzone
Komfortzone

Wie baut man Selbstvertrauen auf?

Pe

Wh henden Herausforderungen bewältigen zu können? Warum trauen sich viele Menschen nicht zu, ihre eigene Situation zu verbessern?

Im Lean-Kontext wird neben den sogenannten "Sieben Verschwendungsarten" auch eine achte Verschwendungsart aufgeführt, nämlich ungenutztes menschliches Potenzial.

Selbstvertrauen ist eine wichtige Grundlage für die Nutzung dieses Potenzials und somit für den Unternehmenserfolg.

Michael Klein hat Maschinenbau/Betriebstechnik studiert. Nach mehr als 10 Jahren als QS-Leiter und Auditor, Lean Six Sigma Black Belt und Operational Excellence Manager im Aluminium-Strangpressbereich betreibt er seit 2013 ein Ingenieurbüro für Prozessoptimierung. Seit 2015 arbeitet er begeistert als Trainer und Coach des Harada-Institut Deutschland an der Verbreitung der Harada-Methode.

Eher destruktiv wirken sich Ausflüge in die Panikzone aus, in der wir nicht nur eine leichte Nervosität verspüren, sondern die Situationen, auf die wir hier stoßen, überfordern uns vollkommen. Die hier auftretenden Emotionen verhindern einen Lernprozess. Dies kann der Fall sein, wenn Menschen mit bestimmten Aufgabenstellungen oder Situationen im Unternehmen überfordert werden und Unterstützung fehlt.

Im Allgemeinen bewegt sich der Mensch gerne in seiner Komfortzone. Hier ist einem alles vertraut, man fühlt sich sicher. Allerdings gibt es wenig bis keine Chancen auf Entwicklung, da keine neuen Erfahrungen gesammelt werden können. Diese sind aber die Grundlage für die eigene Entwicklung und den Aufbau von Selbstvertrauen. Daher sind "Ausflüge" in die Wachstumszone von großer Bedeutung für die persönliche Weiterentwicklung. Wir stoßen hier auf Unbekanntes, können neue Erfahrungen sammeln und lernen. Wir erhalten die Chance, neue Herausforderungen zu meistern und damit das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu steigern. Durch entsprechend häufige Ausflüge in diese Wachstumszone vergrößert sich wiederum die eigene Komfortzone. Das regelmäßige Betreten der Wachstumszone ist also sehr konstruktiv für die eigene Entwicklung. Führungskräfte können ihre Mitarbeiter/innen durch die Übertragung entsprechender Aufgaben in diese Wachstumszone führen und so aktiv die Entwicklung der Mitarbeiter/innen unterstützen.

Lean Yourself! Übung 1: Ich habe in der Vergangenheit Erfolge gehabt, ich kann auch künftig Erfolg haben.

Der erste Schritt bei der Harada-Methode ist es, sich 50 positive Dinge bzw. Erfolge der Vergangenheit ins Gedächtnis zu rufen und so Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufzubauen. Die Übung ist gar nicht so einfach. Versuchen Sie es selbst! Schaffen Sie es, in kurzer Zeit 50 Punkte aufzuschreiben? Wenn nicht, warum?

Im nächsten Beitrag dieser Serie geht es um die Bedeutung von Selbstvertrauen für die Entwicklung von Eigenständigkeit und die Erreichung gesteckter Ziele. Außerdem erfahren Sie, warum Herr Harada den "Dienst am Mitmenschen" als wichtigen Baustein für die Selbstentwicklung und den persönlichen Erfolg erachtet hat.

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