Gute Fotos werden belohnt!
Schicken Sie uns die Abbildung einer gelungenen Verbesserung – entweder das Ergebnis oder die Dokumentation mit Vorher-Nachher-Bildern und eine kurze Beschreibung dazu. Jede Veröffentlichung wird belohnt mit einem Buch Ihrer Wahl aus dem CETPM-Verlag. Bitte senden Sie Ihre Fotos an: redaktion@yokoten.de.
Ein Fachbuch ihrer Wahl erhält für diesen Beitrag Frau Agnesa Aliji von der Firma TENTE-ROLLEN GmbH in Wermelskirchen.
TPM-/Lean-Begriffe unter der Lupe
Abweichung vom Standard Alles O.K.
5S macht Spaß und schafft Überblick in der Fertigungskontrolle der Stanzerei bei TENTE-ROLLEN
Im Lauf der Jahre sammelte sich in der Stanzerei eine große Menge an Grenzmusterteilen an, die unsortiert an verschiedenen Stellen aufbewahrt wurden. Im Rahmen einer 5S-Aktion wurden 160 kg nicht mehr benötigter Musterteile entsorgt. Alle Schränke mit Kontrollvorrichtungen wurden durchsortiert und beschriftet. Tische wurden mit transparenten Unterlagen versehen, unter denen Schatten der permanent im Einsatz befindlichen Messwerkzeuge gelegt wurden. Jetzt ist für jeden ersichtlich, wo welches Musterteil seinen Platz hat. Macht man sich den Spaß, ein dort liegendes Messwerkzeug nur wenige Zentimeter zu verschieben, dann dauert es nicht lange bis das Werkzeug gleich wieder auf seinen Platz zurückgeschoben wird. Die Mitarbeiter sind mit Begeisterung dabei und haben Spaß an der Umsetzung von 5S.
Bullwhip-Effekt
Der Bullwhip-Effekt (Peitscheneffekt) ist ein Phänomen in der Supply-Chain. Verändert der Endkunde sein Bestellverhalten, schaukeln sich Schwankungen entlang der Lieferkette vom Einzelhändler über den Großhändler bis zum Hersteller immer weiter auf. Bestellungen beim Lieferanten schwanken dabei stärker als bei den Verkäufen an den Endkunden. Die Abweichungen verstärken sich in Richtung Ursprung der Lieferkette. Die Ursachen liegen oft im Informationsfluss. Auch Auftragsbündelung, Mehrbestellungen bei Engpässen oder Preisschwankungen können zum Bullwhip-Effekt führen. Auslöser für den Peitscheneffekt ist die Prognose über die Nachfrage anhand von Beobachtungen. Wird höhere Nachfrage vermutet, dann wird diese Prognose übertrieben an den Lieferanten weitergegeben. Lange Lieferzeiten verstärken diese Verzerrung. Auftragsbündelungen (zum Beispiel um Mengenrabatte zu nutzen) oder Hamsterkäufe bei Engpasserwartungen sind Signale, die oft falsch interpretiert werden. Zur Vermeidung des Bullwhip-Effekts sind mehrere Maßnahmen hilfreich: Eine Verbesserung des Informationsflusses kann dem Hersteller helfen, direkt auf die Nachfrage von Endkunden zu reagieren. Ebenso ist eine Koordination bei Preisaktionen sinnvoll. Hamsterkäufe werden vermieden, wenn der Hersteller in Engpasssituationen die Waren aufgrund der Daten bisheriger Bestellungen zuteilt.
