Weltweit einzigartig: Die Leuchte XMOOVE kommt in einem einzigen Stück, sofort mechanisch funktionsfähig und mit allen Gelenken und Kabelkanälen aus dem Lasersinterdrucker. Nur die hochwertige LED-Lichttechnologie wird später per Handarbeit in Manufakturqualität eingesetzt. Die Idee zu diesem innovativen Produkt hatte der Designer Klaus Liese. Er entwickelte die Lampe aus Papier in Scherenschnitt-Technik und wurde auf einer Messe für 3D-Drucker inspiriert, die additive Fertigung zur Realisierung seines Produktes zu nutzen. Mithilfe von Crowdfunding konnte er seine Produktidee innerhalb von 18 Monaten zur Marktreife führen.

Additive Fertigung bietet neue Möglichkeiten

„In allen bisher bekannten Herstellungsverfahren wäre es undenkbar gewesen, eine Leuchte in dieser filigranen und schraubenlosen Form zu produzieren. Erst durch die 3D-Drucktechnologie wird diese neue Art der Ästhetik möglich gemacht“, so Klaus Liese.

Ein Hightech-Polyamid Pulver ist das Ausgangsmaterial für die Leuchte. Sie wird Schicht für Schicht im Drucker aufgebaut und von einem Laserstrahl – wie vom Designer in den Konstruktionsdaten vorgegeben – materialisiert.

Bei konventioneller Fertigung werden Bauteile meist durch das Wegnehmen von Material erstellt, beispielsweise wenn aus einem Metallkörper durch Fräsen oder Drehen – also durch eine spanende Bearbeitung – ein Bauteil geformt wird. Ganz anders bei der additiven

Fertigung, wo – wie in einem Sandkasten – eine dünne Schicht eines Pulverwerkstoffs auf die Bauplattform aufgetragen wird. Ein Laserstrahl schmilzt das Pulver exakt und im µ-Bereich an den Stellen, die ihm durch die Konstruktionsdaten vorgeben werden. Danach senkt sich die Fertigungsplattform ab und es erfolgt der nächste Pulverauftrag. Dieses wird erneut per Laser geschmolzen und verbindet sich mit der darunterliegenden Schicht. So wird XMOOVE Schicht für Schicht aufgebaut. Alles was nicht verschmolzen wurde, bleibt als loses Pulver bestehen und dient dem Rest als Stützmaterial, ein großer Vorteil gegenüber anderen 3D-Druckverfahren.

Mit dieser Technologie können auch fertige Gelenke und Kanäle gedruckt werden – eine Achse innen und die umgebende Hülse außen. Das in den feinen Zwischenräumen unverschmolzene Pulver kann später ganz einfach, zum Beispiel per Druckluft, entfernt werden. mit dem German Design Award 2017 ausgezeichnet.

XMOOVE lässt sich soft und stufenlos von 30 cm auf 1,4 m vergrößern. Ideal für ausziehbare Tische. Fotos: Ulrich Dohle.
XMOOVE lässt sich soft und stufenlos von 30 cm auf 1,4 m vergrößern. Ideal für ausziehbare Tische. Fotos: Ulrich Dohle.

Ein nachhaltiges Produkt

Das pulverförmige High-Tech-Polyamid bildet die Basis für die Leuchte. Es zeichnet sich durch hohe Langzeitstabilität und Verschleißfestigkeit aus. Dabei ist es sehr leicht – die komplette Leuchte wiegt nur ca. 2,2 kg – und beeindruckt durch eine porzellanähnliche Transluzenz. In einem zweiten Arbeitsschritt werden die Bauteile in weiß oder jeder gewünschten Farbe eingefärbt. Die Eindringungstiefe des Farbstoffes liegt bei zwei bis vier zehntel Millimeter. Die Leuchten sind damit UV-stabil und einfach zu reinigen.

„Die additive Fertigung zeigt da ihre Stärken, wo die konventionelle Fertigung an ihre Grenzen stößt. Bisher nicht produzierbare Formen und Funktionen werden die Designlandschaft und die uns umgebenden Produkte verändern“, so Klaus Liese. Der Erfolg gibt ihm recht: Die Leuchte XMOOVE wird international vertrieben und wurde in diesem Frühjahr

Nicht nur die Herstellung ist lean, auch der Kunde profitiert von einem Produkt, das sich seinen Bedürfnissen anpasst. Das beginnt mit der individuellen Farbgebung nach Kundenwunsch. Die Leuchte strahlt immer das Licht aus, das gerade benötigt wird. XMOOVE kann ihre Größe stufenlos und spielend leicht nahezu verfünffachen, von ca. 30 x 30 cm auf eine Länge von bis zu 1,4 m. Sie ist damit einstellbar für alle Tischgrößen und Lichtsituationen, ob zuhause oder am Besprechungstisch im Büro.

Auf Kundenwunsch individualisierbar

Die perfekte Helligkeit und Lichtstimmung lässt sich mühelos durch eine kostenlose App mit dem Smartphone oder per Taster an der Leuchte anpassen: Eine warme Lichtfarbe, sanft und anschmiegsam für ein romantisches Essen oder bestes Arbeitslicht mit sehr guter Farbwiedergabe und Blendungsfreiheit zum Lesen oder Arbeiten. Auch eine golden schimmernde Lichtstimmung für eine glanzvoll festliche Tafel ist möglich. wappen, ein individueller Spruch oder ein Gedicht, alles kann dreidimensional in die Leuchte eingedruckt werden.

Ein Produkt, das von der Entwicklung bis zum Einsatz beim Kunden der Lean-Philosophie gerecht wird.
Ein Produkt, das von der Entwicklung bis zum Einsatz beim Kunden der Lean-Philosophie gerecht wird.

Das Unternehmen

Das Fertigungsverfahren erlaubt es, auf individuelle Kundenwünsche einzugehen. Bordeauxrot, himmelblau oder anthrazit? Die Leuchte kann in jeder gewünschten Farbe (nach RAL oder Pantone) produziert werden. Dazu werden die Bauteile in einem zweiten Arbeitsschritt eingefärbt.

Dem Unternehmer Klaus Liese ist es gelungen, innerhalb von eineinhalb Jahren sein innovatives Produkt zur Marktreife zu führen. Er arbeitet mit schlanken Strukturen und lässt das Produkt bei FKM Sintertechnik in Biedenkopf drucken und von einem Dienstleister in Bonn endmontieren. Eine zweites Modell der innovativen Lichtquelle steht kurz vor der Serienfertigung.

Als weitere Möglichkeit bietet die Fertigung im 3D-Druck die Option der Personalisierbarkeit. Das Firmenlogo, Familien-

Der Lasersinterdrucker baut den Leuchtenkörper Schicht für Schicht im zehntel Millimeterbereich auf.
Der Lasersinterdrucker baut den Leuchtenkörper Schicht für Schicht im zehntel Millimeterbereich auf.
Licht3 hat seinen Sitz in Bonn und wurde im Jahr 2016 von dem Designer Klaus Liese gegründet. Bereits 2015 hatte er erste Entwürfe seiner Idee für eine variable, mittels 3D-Druck gefertigten Leuchte, erstellt.
Licht3 hat seinen Sitz in Bonn und wurde im Jahr 2016 von dem Designer Klaus Liese gegründet. Bereits 2015 hatte er erste Entwürfe seiner Idee für eine variable, mittels 3D-Druck gefertigten Leuchte, erstellt.
Das fertige Bauteil wird aus dem Pulverbett ausgepackt. Pulverreste werden abgesaugt und können wiederverwendet werden.
Das fertige Bauteil wird aus dem Pulverbett ausgepackt. Pulverreste werden abgesaugt und können wiederverwendet werden.
Der Leuchtenkörper ist sofort funktionsfähig und damit auf 1,4 m vergrößerbar. Er wird von Hand und per Druckluft vom Pulver gereinigt.
Der Leuchtenkörper ist sofort funktionsfähig und damit auf 1,4 m vergrößerbar. Er wird von Hand und per Druckluft vom Pulver gereinigt.
Foto: © Licht3