Im feierlichen Rahmen in der Ansbacher Orangerie umrahmte die Hochschulband "Indefinite Ways" die Übergabe der Hochschulzertifikate. „Wir bieten eine besondere Lernumgebung für anspruchsvolle Studenten“, sagte Prof. Dr. Constantin May in seiner Eröffnungsrede. Obwohl der berufsbegleitende Studiengang sehr anspruchsvoll sei, habe es bei den aktuellen Absolventen keine Ausfälle gegeben, betonte er. Gerade bei einem Studium, das neben dem Beruf absolviert wird, sei dies sehr außergewöhnlich. Insgesamt 27 Absolventen waren in Feierlaune. Aufgrund des großen

Andrangs seien dieses Mal zwei Gruppen entstanden, erklärt Studiengangleiter Erwin Stallwitz. Momentan beträgt das Durchschnittsalter der Studierenden 36 Jahre – die Bandbreite reicht von 26 bis 50 Jahren. Das heißt, sowohl ehrgeizige Newcomer als auch gestandene Meister oder Techniker haben den Wunsch, ihr Praxiswissen akademisch zu erweitern und auszubauen. „Die Älteren bringen mehr Erfahrung mit und können das theoretische Wissen leichter mit Beispielen aus der Praxis verknüpfen. Davon profitieren die Jüngeren“, sagt Erwin Stallwitz. „Jüngere Studenten lernen leichter, ältere werden bei der Verinnerlichung des Fachwissens durch ihre Erfahrung unterstützt“, so der Studiengangleiter. So gäbe es bei den Noten keine Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Die hohe Abschlussquote ist sicher auch der ausführlichen Beratung im Vorfeld zu verdanken. „Für das Wintersemester 2017 führen wir bereits im Februar, März und April Informationsveranstaltungen und Beratungsgespräche durch“, erklärt Erwin Stallwitz. „So stellen wir sicher, dass sich die Bewerber vorher selbst fragen, ob der Studiengang das Richtige für sie ist“.

Mit einem Grußwort wollte sich Prof. Dr. Sascha Müller-Feuerstein, Vizepräsident der Hochschule, nicht zufriedengeben. Es sei eine Lobeshymne notwendig, um die Leistungen der Absolventen zu würdigen. Um die hohen Anforderungen während des Studiums zu bewältigen sei das persönliche Engagement entscheidend. „Es ist eigentlich ein lebensbegleitendes Studium“, betonte Prof. Müller-Feuerstein. Gefordert seien Organisationstalent, Belastbarkeit, Leistungsfähigkeit, fachliche Expertise und die Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln und zu fokussieren. „Sie haben die Wertschöpfung in ihrem Leben erfolgreich Hochschulband "Indefinite Ways" sorgte für einen feierlichen Rahmen der Bachelor-Abschlussfeier. optimiert“, attestierte er den Absolventen. Das Studium sei mitgetragen worden durch Familie, Arbeitgeber und die Hochschule. Es sei nicht selbstverständlich, dass jedes Unternehmen seine Mitarbeiter bei einem solchen Vorhaben unterstützt. Die Unternehmen, die ihren Mitarbeitern das Studium ermöglichten, hätten verstanden, dass ein Miteinander die Grundlage für einen längerfristigen Erfolg ist. Er beglückwünschte die Unternehmen: „Sie haben alles richtig gemacht“.

Als Unternehmensvertreter des Hochschulrates sprach Udo Noack, Direktor bei Bosch Automotive Electronics in Ansbach. Er würdigte die Abschlussquote von 100 Prozent und meinte: „Der Wertschöpfungsmanagement-Studiengang hat sich rentiert“. So ein Studiengang lebe von den Rahmenbedingungen und den vielen guten Seelen, die diesen Studiengang am Leben erhalten. Den Studierenden gab er mit: „Ein Ende ist auch immer ein Anfang“. Mit Humor geht alles besser Ein Highlight der Abschlussfeier war der Vortrag von Dr. Roman F. Szeliga (s. auch Seite 8), der den Absolventen unter dem Titel "Humor im Business" wertvolle Anregungen für die Zukunft gab. „Humor hat etwas mit Perspektivenwechsel zu tun“, betonte er. Wenn Humor erlaubt sei, entstünden mehr kreative Ideen. Dass das funktioniert, demonstrierte er wirkungsvoll mit einigen humoristischen Einlagen und gab Tipps, wie man Humor im Arbeitsalltag einsetzen kann. „Wer sich zum Beispiel als Kunde beim Verkaufsgespräch wohl fühlt, der kauft eher“, sagte er. Aber er warnte auch: „Man darf Humor nicht als Waffe einsetzen!“ Keinesfalls dürfe man sich über Mitarbeiter oder Kunden lustig machen. zu führen. Mit der Bachelorarbeit wurde nun die letzte Hürde genommen. Unterschiedliche Motivation

Die Studierenden kommen mit sehr unterschiedlichen Motiven. So hat sich zum Beispiel Joachim Albrecht als geschäftsführender Gesellschafter des mittelständischen Unternehmens Albrecht Präzisions KG Amstetten entschlossen, sein Lean-Wissen mit dem Studium zu vertiefen. „Vorher hatte ich einzelne Seminare besucht, aber erst durch das Studium kam ich voll in die Thematik rein und konnte die Leanphilosophie richtig aufsaugen“, sagt er. In seinem Dienstleistungsunternehmen, das für Kunden Kleinserien und Einzelteile fertigt, möchte er nun die Leanprinzipien verstärkt zum Einsatz bringen und seine Mitarbeiter dafür gewinnen.

Zum Schluss hatten die Studierenden das Wort. Vertreter der beiden Absolventengruppen ließen ihre Begeisterung über den Studiengang auf das Publikum überschwappen. Man habe sich bestens vernetzt, eine WhatsApp-Gruppe gegründet und hoffe, sich auch in Zukunft regelmäßig zu treffen. Da die Studierenden aus unterschiedlichen Branchen kamen, konnten einige Firmenbesichtigungen organisiert werden – ob Automobilkonzern oder Whisky-Manufaktur – es war eine breite Palette vertreten und alle profitieren davon. Im Studiengang wurde kreative Problemlösung gelernt, ebenso wissenschaftliches Arbeiten. Besonderen Spaß hatten die Studierenden an den ihnen gestellten Aufgaben, zum Beispiel ein Unternehmen zu gründen und zum Erfolg

Alle Informationen zum Studiengang und die Termine der Informationsveranstaltungen und Anmeldefristen finden Sie unter www.wertschoepfungsmanager.de.

Ein weiterer stolzer Absolvent ist Stefan Mazander, der bei der Felssystems GmbH in Königsbach-Stein arbeitet. Zur Abschlussfeier begleitete ihn seine Ehefrau, die gerade ihr zweites Kind erwartet. Der junge Familienvater hatte nach der Realschule eine Ausbildung zum Zerspaner absolviert und sich zum Industriemeister Metall weitergebildet. Auf die Lean-Thematik ist er laut eigener Aussage durch eine ehemalige Führungskraft eine enorme Belastung darstellt, sei er immer motiviert gewesen. „Die verschiedenen Inhalte und dass ich immer etwas Neues lernen konnte, haben mir Auftrieb gegeben“, sagt er. Er sei immer neugierig auf neue Kenntnisfelder. Trotz der Anstrengung würde er es jederzeit wieder so machen, beteuert er. Ehefrau Jessika pflichtet ihm bei: sie würde ihn jederzeit nochmals darin unterstützen.

Beste Absolventen ausgezeichnet

Obwohl mit dem Bachelor-Abschluss schon eine hohe Hürde genommen wurde, bietet das Institut für Produktionserhaltung (Infpro) den Anreiz, sich als beste(r) Absolvent(in) des Studiengangs für den Infpro-Award zu qualifizieren. Der mit jeweils 1.000 Euro dotierte Preis ging in diesem Jahr an Oliver Uhl, Benedikt Hiller und Mario Frenzel und wurde überreicht durch Dr. Oliver Prause, Vorsitzender von Infpro. gekommen. „Es hat mich interessiert, wie man mehr Produktivität erzielt“, erzählt er. Er habe diverse Weiterbildungsmöglichkeiten wahrgenommen und sei über das Internet auf den Studiengang Wertschöpfungsmanagement aufmerksam geworden. Sein Unternehmen hat ihm ermöglicht, diesen Studiengang berufsbegleitend zu besuchen und unterstützte ihn sowohl finanziell als auch zeitlich. Obwohl das berufsbegleitende Studium

Dr. Roman F. Szeliga ist Arzt, Manager, Moderator, Seminarleiter, Vortragender und Autor. Die Klammer, die all das zusammenhält, ist der Humor: als soziale Kompetenz, die in der Lage ist, Menschen zu motivieren, mitzureißen und zu führen. Sein medizinisch-psychologisches Hintergrundwissen, gepaart mit komödiantischem Bühnentalent sowie langjähriger Moderations- und Managementerfahrung, machte ihn zu einem der gefragtesten Kommunikationsprofis der Businesswelt.

Dr. Szeliga erkannte als Mitbegründer der CliniClowns bereits in den 90er Jahren das enorme Potenzial von Humor als Therapieform. Seit einigen Jahren setzt er sein Know-how mit großem Erfolg auch im Business ein. Als Wortakrobat mit Tiefgang ist er nicht nur ungemein unterhaltend, sondern versteht es auch, zu nachhaltigem Informationstransfer anzuregen. Er überrascht dabei mit kreativen Beispielen, originellen Ideen und vielseitigen Impulsen. Dr. Roman Szeliga ist überzeugt: „Humor ist die beste Ergänzung zur Kompetenz. Humor ist nicht nur eine Leistung des Verstandes, Humor ist eine Lebenseinstellung!“ Seine interaktiven Erlebnis-Vorträge wurden bislang von weit mehr als 50.000 Menschen besucht; Roman Szeliga zählt zu den besten Rednern im deutschsprachigen Raum. 2013 wurde er vom Magazin TRAiNiNG mit dem "Top Speaker of the Year-Award" ausgezeichnet.

Es gehört schon zur Tradition, dass die Absolventen ihre frisch erworbenen akademischen Hüte fliegen lassen.
Es gehört schon zur Tradition, dass die Absolventen ihre frisch erworbenen akademischen Hüte fliegen lassen.
Dr. Oliver Prause (links) überreichte zur Freude von Prof. Dr. Constantin May (rechts) den Infpro-Award an Oliver Uhl, Benedikt Hiller und Mario Frenzel (v. l. n. r.).
Dr. Oliver Prause (links) überreichte zur Freude von Prof. Dr. Constantin May (rechts) den Infpro-Award an Oliver Uhl, Benedikt Hiller und Mario Frenzel (v. l. n. r.).
Foto: © Christian Husar