Gute Fotos werden belohnt!

Schicken Sie uns die Abbildung einer gelungenen Verbesserung – entweder das Ergebnis oder die Dokumentation mit Vorher-Nachher-Bildern und eine kurze Beschreibung dazu. Jede Veröffentlichung wird belohnt mit einem Buch Ihrer Wahl aus dem CETPM-Verlag. Bitte senden Sie Ihre Fotos an: redaktion@yokoten.de.

Ein Fachbuch ihrer Wahl erhält für diesen Beitrag Frau Rebekka Ruhland, Project Manager Performance Management bei der BIPSO GmbH in Singen.

TPM-/Lean-Begriffe unter der Lupe

Dojo

Nachher Vorher

Shopfloor Management – tägliche Meetings optimiert

Bei der BIPSO GmbH fand nach Einführung von Shopfloor Management in einem Pilotbereich das tägliche Meeting in einem Büro statt. Es lief nicht rund, denn es waren zu viele Teilnehmer, es gab keinen roten Faden, Maßnahmen wurden nicht nachhaltig verfolgt und Regeln wurden häufig gebrochen. Daraufhin wurde das Meeting an den Shopfloor verlegt und die Teilnehmerzahl wurde gemäß der pyramidalen Kommunikation reduziert. Eine Agenda für das Meeting ist nun klar definiert. Ein Moderator (Abteilungsleiter) leitet das Meeting, die Teilnehmer geben Statusberichte ab und Maßnahmen werden aufgenommen (mit klarer Verantwortlichkeit) und täglich besprochen. Regeln wurden neu festgelegt und diese werden nun eingehalten. Der Kommunikations- und Informationsfluss innerhalb der Abteilung wurde durch diese Maßnahmen bedeutend gesteigert.

Traditionell werden Trainingsräume im Kampfsport mit dem japanischen Begriff "Dojo" bezeichnet. Dort werden die Bewegungsabläufe (Kata) geübt, mit dem Ziel, dass sie in Fleisch und Blut übergehen. Im Kontext von Lean Management steht der Begriff Dojo für Trainingsräume oder -orte, an denen Mitarbeiter abseits des tatsächlichen Prozesses in einer realitätsnahen Umgebung (z.B. mit realen Vorrichtungen oder dem realen Material) eingelernt werden. Im Dojo wird die Tätigkeit unter realen Bedingungen isoliert vom Gemba trainiert. Das bietet sich beispielsweise zum Einlernen neuer Mitarbeiter an oder wenn Abläufe neu gestaltet oder verbessert werden.

Im Dojo lassen sich Handgriffe gezielt analysieren und trainieren. Auch Sicherheitsaspekte können hier verdeutlicht und vermittelt werden. Das Training im Dojo ist wichtig für den Lernenden und für den Trainer, der hier beobachten kann, worauf es ankommt und wo Fehlerquellen sind. Oft sind die richtige Körperhaltung oder detaillierte Handgriffe wichtig. Die Faktoren für ein gutes Gelingen werden von den erfahrenen Mitarbeitern im Gemba-Standard festgelegt.

Foto: BIPSO GmbH, Singen