Gute Fotos werden belohnt!

Schicken Sie uns die Abbildung einer gelungenen Verbesserung – entweder das Ergebnis oder die Dokumentation mit Vorher-Nachher-Bildern und eine kurze Beschreibung dazu. Jede Veröffentlichung wird belohnt mit einem Buch Ihrer Wahl aus dem CETPM-Verlag. Bitte senden Sie Ihre Fotos an: redaktion@yokoten.de.

5S als Selbstzweck im Leanprozess

Ein Fachbuch seiner Wahl erhält für diesen Beitrag Yusuf Yazicioglu, Black Belt und KVP Koordinator, STUTE Logistics (AG & Co.) KG, Köln

TPM-/Lean-Begriffe unter der Lupe

Nachher Vorher

Bei der Firma STUTE Logistics (AG & Co.) KG in Köln laufen im Rahmen des Produktionssystems ständig Verbesserungsaktivitäten, die auf Moderationstafeln dokumentiert werden. Das führte dazu, dass sich Papierrollen unübersichtlich im Schrank stapelten und die Suche nach Dokumentationen zur Weiterentwicklung immer aufwändiger wurde. Im Rahmen einer 5S-Begehung entstand die Idee, die Moderationspapiere (Ishikawa Diagramme, Prozesskarten etc.) übersichtlich in einer Halterung zu ordnen. Da kein entsprechendes Produkt am Markt erhältlich war, zimmerte die hauseigene Schreinerei eine passende Halterung zur Aufbewahrung der Rollen. Nun hat jeder Green- und Black Belt 3 bzw. 6 Plätze in der Aufbewahrungsbox, welche namentlich beschriftet sind. Auch blanko Moderationspapiere können ohne einen Suchvorgang aus der Aufbewahrungsbox entnommen werden.

Foto: STUTE Logistics (AG & Co.) KG

Karakuri Kaizen

Vorbild für Karakuri Kaizen sind in Japan im 18. Jahrhundert erfundene Puppen, die sich durch eine mechanische Ausstattung selbstständig bewegen und beispielsweise Tee servieren. Im Zusammenhang mit Kaizen steht Karakuri für einfache und kostengünstige Automatisierung ("Low Cost Intelligent Automation - LCIA"). Ziel ist die Entwicklung von einfach zu handhabenden Vorrichtungen am Ort des Geschehens durch die Werker, welche die Fertigungsvorgänge automatisieren und dabei hochflexibel und adaptiv sind.

Karakuri-Automatisierungs-Vorrichtungen bedienen sich mechanischer Elemente, die auch bei den alten Karakuri-Puppen verwendet wurden: Hebel, Zahnräder, Wellen, Kurbeln, Nocken, Gelenke. Kennzeichnend für eine Karakuri-Lösung ist ein einfacher Mechanismus, der physikalische Kräfte nutzt und zu einer automatisierten Bewegung führt. Meist haben die Mitarbeiter Spaß dabei, ihre Kreativität und Intelligenz zur Entwicklung solcher Lösungen einzubringen. Genutzt werden Schwerkraft, Wasserkraft, Spannkraft, Radialkraft, Zugkraft sowie mechanische Prinzipien. Karakuri-Lösungen sind meist sehr kostengünstig und sie verbrauchen keine Energie.