Das Programm, das für den Weg zur kontinuierlichen Verbesserung innerhalb der Unternehmensgruppe steht, heißt "Die Reise zur operativen Exzellenz". Die einzelnen Unternehmen mit ihren verschiedenen Produktpaletten und Fertigungsverfahren haben auf der Mitarbeiterebene bezüglich dieser Thematik ein sehr unterschiedliches Wissensniveau. Um alle auf dieser Reise mitzunehmen, wurde überlegt, was man zusätzlich zu den üblichen Schulungen, Workshops, etc. aufbauen sollte, um die gewünschten Inhalte noch besser zu vermitteln. Dabei erschien es sinnvoll, die Sprache von Bildern zu nutzen, denn diese Art der Kommunikation ist für alle schnell verständlich und spricht dabei auch die emotionale Ebene an.

Zur Unterstützung bei der Umsetzung einiger Botschaften in Bildern, wurde der Karikaturist und Designer Karl Gerd Striepecke mit ins Boot geholt. Er sagt: „Der Mensch sucht nach inspirierenden Augen-Blicken. Nur was mit Emotionen und Bildern verbunden wird, kann das Gehirn auch behalten. Alles andere wird schnell vergessen. Ich betrachte Veränderungsprozesse nicht nur als Zeichner, sondern auch als Kulturdesigner. Meine Kommunikationsaufgabe "Corporate Cartoon" funktioniert nicht unter dem Motto "Mal ein lustiges Männchen". Es geht zuerst um ein Verständnis für die Kultur des Unternehmens. Uns geht es um das Ganze und dann finden wir die wesentlichen Knackpunkte, um gezielt zu kommunizieren.“ denken“, betont er. „Erst Quer-Denken macht es überhaupt möglich, Ideen zu entwickeln für Bilder und Corporate Cartoons. Bei der Ideenfindung schöpft man aus einem Wissens- und Erfahrungsfundus, der immer neu kombiniert werden kann. Da fließen Ideen, Bilder und Worte in neuen Welten zusammen, die normalerweise nichts miteinander zu tun haben. In jedem Fall sollte die Bild-Wort-Idee irgendwie merk-würdig und etwas seltsam sein“.

Er ist der Meinung, dass gerade Cartoons auf den Punkt gebracht das Problem aufdecken und eine mögliche Lösung zeigen können. Sie seien ein Mittel, die Augen zu öffnen und "Neues Denken" anzustoßen für alles was über das tägliche Geschäft hinaus noch wichtig für den Gesamterfolg ist. „Man braucht eine komplexe Art zu

Nachdem bereits einzelne Cartoons bei den Mitarbeitern während der Trainings gut ankamen, wurde entschieden, für die Broschüre entsprechend weitere Cartoons mit einzubringen. Doch erreicht man damit alle Mitarbeiter? Es gibt Menschen, die denken sachlich, mathematisch und in Zahlen und Statistiken. Aber gleichzeitig muss man auch diese davon überzeugen, dass der Wurm dem Fisch schmecken muss, und nicht dem Angler. Es kommt nicht nur darauf an, was der Chef gut findet, sondern wie die Mitarbeiter mit speziellen Botschaften erreicht werden können. Es geht zwar um Fakten, aber das Faktum kommt erst im Herzen an, wenn es schöpferisch inspirierend kommuniziert wird. Für mathematische Menschen mag schon die Gleichung 1+1=2 begeisternd sein. Andere brauchen Bilder, Melodien, Klänge, Gerüche und Gefühle dann teilen die Menschen ihre Wahrnehmung und Interpretation mit. Denn der Betrachter verknüpft das Bild mit Situationen, die er schon selbst erlebt hat. Man zeigt Situationen, die mit dem alltäglichen Leben zu tun haben, denn der Mensch denkt und kommuniziert in Gleichnissen oder in Sinnbildern, die man dann auch mit eigenen Erfahrungen füllen kann. Der Vorteil ist, dass es dann auch hängen bleibt, weil der Betrachter das Bild mit sich selbst verbinden kann, wenn er in irgendeiner Form eine Teilhabe an diesem Bild findet. Das ist die Herausforderung. Der Humor öffnet den Raum, die Herausforderungen von einer anderen Seite zu betrachten. „Wir sind sonst zu festgelegt in unserem Denken. Aber das Neue, die notwendige Innovation und Veränderung kommt nur, wenn wir unseren alten Raum verlassen und in einen neuen Raum treten, die Dinge mit einer neuen Sicht betrachten“, betont Striepecke. „Man wird zu dem was man sieht, und deswegen hat jeder in irgendeiner Weise eine Vision, eine ganz persönliche Weltsicht. Nur ist diese Vision eben beschränkt. Deswegen brauchen wir andere Ansichten. Und es gibt visionäre Bilder, die das Herz für eine neue Ansicht öffnen, Bilder die Menschen berühren und bewegen können“.

Cartoon als Basis für Diskussionen

Willi Isaak begleitet Führungskräfte und mittelständische Unternehmen auf dem Weg zur Verbesserung von Prozessen im Umfeld von Logistik-, Produktions- und Verwaltungsabläufen. Seit einigen Jahren widmet er sich Herausforderungen, die kleinere Unternehmen ohne Serienfertigung mit Lean-Ansätzen haben und gibt als Trainer und Dozent Kurse und Seminare. für Begeisterung. Der Mensch ist multimedial. Und dann braucht man wieder Leute, die ordnen und etwas systematisch betrachten können. Das ist dann die Ergänzung.

Wenn man sich mit dem Bereich Sensibilisierung und Wissensvermittlung beschäftigt, merkt man, dass Gespräche häufig erst einmal in Gang gebracht werden müssen. Und dass man mit einem Bild viel mehr sagen und anstoßen kann als mit tausend Worten. Im Rahmen von Schulungen wird immer wieder deutlich, dass bei der Inhaltsvermittlung ein Cartoon sehr hilfreich sein kann. Den lässt man erst einmal wirken. Jeder erkennt etwas Anderes darauf und

Die Prozesskette als Staffellauf. Hier wird vermittelt, wie wichtig das Zusammenspiel aller ist – auch über Abteilungsgrenzen hinweg.
Die Prozesskette als Staffellauf. Hier wird vermittelt, wie wichtig das Zusammenspiel aller ist – auch über Abteilungsgrenzen hinweg.

Reduktion ist die Kunst

Reduktion von vielen Dingen wieder zu dem Wesentlichen, ist ja auch die Kunst beim Thema Operational Excellence. Laut Striepecke ist es eine Gabe, etwas zu sehen und zu verstehen, um es dann humorvoll auf den Punkt zu bringen. „Man muss multimedial denken und auch multimedial fühlen. In der Phase der Ideenfindung bin ich in einer anderen Gedankenwelt. Manchmal denke ich dann kreuz und quer, dann wieder in eine andere Richtung und dann auf einmal: Zack! Schlägt ein Gedankenblitz ein. Manchmal aber auch nur mit 10 Watt“.

Gute Ideen für neue Impulse