„Häufige Kurzstillstände, geringe Durchführung von autonomen Instandhaltungsmaßnahmen, häufige störungsbedingte Reparaturen und eine inakzeptable Gesamtanlageneffektivität von 55 %“, so beschreibt Gerald Lep den ursprünglichen Zustand an einer Profilier-Linie. Um das Potenzial dieser Hauptanlage vollständig ausschöpfen zu können, beschloss Gerald Lep einen Veränderungsprozess herbei zu führen. Um eine Optimierung zu initiieren holte er sich das Beratungsunternehmen WCP Consulting und das Softwarehaus GAMED mit an Bord.
Zu Beginn wurde ein offener Dialog sowohl mit den Wertschöpfern als auch mit den Führungskräften geführt. „Somit konnten wir nicht nur den vorherrschenden Prozess umfänglich verstehen, sondern waren auch imstande, klare Zielzustände im Einvernehmen mit allen Beteiligten zu definieren“, erklärt Manfred Lackner von WCP Consulting.
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Das Unternehmen
Im nächsten Schritt galt es, sämtliche Abläufe an der Linie transparent zu machen und exakte Prozessdaten für weiterführende Analysen zu gewinnen. Dazu wurden an ausgewählten Stellen Messpunkte installiert und Daten in die Anlagenmanagementsoftware IPC eingebunden. „Das von GAMED integrierte IPC Tool liefert uns jetzt exakte Leistungsdaten der einzelnen Anlagen und stellt uns alle benötigten Kennzahlen in Echtzeit zur Verfügung“, so Lep.
Die geschaffene Transparenz an der Linie machte es möglich, die verantwortlichen Ursachen für die zu niedrige Gesamtanlageneffizienz rasch zu identifizieren. „Zum Beispiel führte ein suboptimal belegter Sternwender zu einem Verlust von rund 2.000 Gutstücken pro Tag“, resümiert Lep. Aus den vorliegenden Erkenntnissen konnten gezielte Verbesserungsmaßnahmen veranlasst und umgesetzt werden. Das Resultat ist jedenfalls beeindruckend: In nur drei Monaten wurde die Gesamtanlageneffektivität an dieser Key-Anlage um mehr als 30 % nachhaltig gesteigert. „Dieselbe Produktionsmenge lässt sich nun um sechs Stunden verkürzt herstellen. Das entspricht, ganzjährig betrachtet, einer Ersparnis von satten 200.000 EUR“, erklärt Lep.
„Auch zukünftig haben wir noch viele Verbesserungen geplant“, führt Lep weiter aus. „Das IPC Tool unterstützt uns bei allen Aufgaben im Anlagenmanagement und lässt sich so integrieren und erweitern, dass wir zukünftig auch Produktions- und Prozessdaten von weiteren Anlagen übernehmen und auswerten können. Selbst Energie- und Verbrauchswerte lassen sich mit den GAMED Tools einfach erfassen, was uns einen sicheren Ansatz für weitere Effizienzsteigerungen bietet, so dass wir zukünftig auch die Umsetzung von TPM stärker forcieren werden“, so Gerald Lep abschließend.
