„Qualität, Produktivität, Durchlaufzeiten sind wichtige Faktoren für Unternehmen, damit wir es schaffen, industrielle Produktion in Deutschland zu erhalten. Und genau darum geht es bei dem berufsbegleitenden Studiengang Wertschöpfungsmanagement“, so die Worte von Prof. Dr. Constantin May in seiner Eröffnungsrede. Für ihn persönlich sei mit dem Studiengang ein Traum in Erfüllung gegangen – der Traum, dass Menschen, insbesondere aus mittelständischen Unternehmen, in die Lage versetzt werden, Verluste und Verschwendung zu erkennen und Wertschöpfung zu steigern. So verbessere sich die Wettbewerbsfähigkeit für ihr Unternehmen in dem sie arbeiten. Damit dieser Studiengang entstehen und sich etablieren konnte, war die Beteiligung vieler Instanzen notwendig. Prof. May bedankte sich bei der Hochschulleitung und den Mitarbeitern der Hochschule auf allen Ebenen für die exzellente Unterstützung und bei den Unternehmen, die ihren Mitarbeitern die Teilnahme an dem Studiengang ermöglichten. Sein Dank ging ebenfalls an die Studierenden, welche gemeinsam das Studium durchlebt und "durchlitten" haben.

„Eine Kohorte war die wichtigste taktische Einheit in der antiken römischen

Armee. Die Mitglieder arbeiteten sehr eng zusammen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen“, so begründete Frau Prof. Dr. Ute Ambrosius die Wahl dieser Bezeichnung für die Gruppe der Studenten und betonte, dass diese natürlich nur friedliche Absichten hätten. Sie würdigte das Engagement und Durchhaltevermögen der Absolventen, die sich drei Jahre lang neben Beruf und Familie dem Studium widmeten. „Die Einführung dieses Studiengangs war ein Wagnis“, erinnert sie sich. „Ansbach war die erste Hochschule, die diesen berufsbegleitenden Bachelor-Studiengang angeboten hat“. Sie bedankte sich bei den Unternehmen, welche den Studiengang unterstützen und bei Herrn Dr. Werner Lang als deren Vertreter im Hochschulrat. Er habe die Praxissicht in die Entscheidungsprozesse hineingebracht. Der Dank gebühre auch Prof. Schweizer, Dekan des

Studienganges Wirtschafts- und Allgemeinwissenschaften, wo der Studiengang verortet ist. Der Studiengang ist laut Frau Prof. Ambrosius ein Erfolgsmodell, von dem alle profitieren: Die Hochschule hat viel gelernt, die Unternehmen sichern sich ihre Fachkräfte und erhalten neues kreatives, innovatives Potenzial, und die Absolventen haben mit dem Bachelor einen akademischen Abschluss und beginnen einen neuen Lebensabschnitt.

Dr. Werner Lang, Geschäftsführer Mekra Lang GmbH & Co. KG und Mitglied des Hochschulrats, brachte seinen Respekt gegenüber den Absolventen zum Ausdruck. „Dieser Studiengang ist etwas Einzigartiges“, betonte er. Er selbst sei durch Goldratts Buch "Das Ziel" und einen mehrmonatigen Japanaufenthalt mit dem "Leanvirus" infiziert worden. „Wenn man das lebt, dann erfasst es einen und zieht sich durch das ganze Leben“, betonte er. Es entstehe ein kreatives Aufbruchsgefühl und man habe sein Leben im Griff und wisse, wo es lang geht.

Es geht um das Wissen

Die Studierenden demonstrierten in einer gemeinsamen Präsentation, was sie alles gelernt haben. Dabei wurde deutlich, dass sie in der gemeinsamen Studienzeit zu einem schlagkräftigen Team zusammengewachsen sind.

Um die Bildung von "Highly-Connected Teams" ging es in dem Gastvortrag von Buchautor Patrick Cowden und René Junkes. „Es geht nicht um die Optimierung allein, sondern um den Geist, die Philosophie, die dahinter steckt. Es geht um die Wertschöpfung, aber auch um die Innovation“, so Patrick Cowden. „Das alleinige Streben nach Profit gibt nicht den Ausschlag für den wahren Erfolg der Zukunft“. Der Mensch müsse im Mittelpunkt stehen. Das Zusammenspiel von Mensch zu Mensch sei die Basis von "Highly-Connected Teams". Um die Qualitäten von High Performance Teams zu erzielen, damit diese Ihre Potenziale ausschöpfen, benötigt man laut René Junkes Verbindung und Vertrauen, sowie Agilität. Mehr zu diesem Thema finden Sie auf Seite 26. ist entscheidend, dass die Studieninhalte zur Aufgabenstellung im Betrieb passen. Der Hochschulabschluss ist zweitrangig, es geht um das Wissen“.

Erwin Stallwitz, Leiter des Studiengangs Wertschöpfungsmanagement an der Hochschule Ansbach, freut sich, dass in diesem Jahr viele der Absolventen durch den Studienabschluss einen regelrechten Karrieresprung machen und ihr neu erworbenes Wissen in einer verantwortungsvolleren Aufgabe einbringen können. Er ist sehr zufrieden mit der Nachfrage nach dem berufsbegleitenden Studiengang. „Die Ausbildung ist sehr intensiv und keine Massenveranstaltung im großen Hörsaal, deshalb arbeiten wir mit Studentengruppen bis maximal 25 Personen“, betont er. So sei ein guter Austausch möglich und die Erfahrungen aus unterschiedlichen Unternehmen fließen in die Ausbildung mit ein.

Der beste Absolvent, René Freund, leider aufgrund von Krankheit nicht persönlich anwesend, wurde durch Dr. Oliver Prause, Vorstand des Instituts für Produktionserhaltung (InfPro) mit dem InfPro-Award ausgezeichnet. Dr. Prause betonte, dass für Bildung Industrie und Hochschulen verantwortlich seien. „Wissen vermehrt sich durch teilen“.

René Freund, Werksleiter der Fa. Blanco in Sinsheim, hat nach seiner Genesung sein Zertifikat persönlich in Ansbach abgeholt. „Ein wenig Wehmut war schon dabei, denn es war eine schöne Zeit“, erzählt er. Er freut sich aber auch, dass er sich nun wieder voll und ganz seinem Job und seiner Familie widmen kann. Mit seiner Bachelorarbeit über den Transfer des Prozess- und Logistiksystems P.U.L.S. auf internationale Standorte, am Beispiel des Werkes in Toronto/Kanada, konnte er das erworbene Wissen gleich zum Wohle des Unternehmens einsetzen. „Mir hat am Studium besonders gut die Mischung aus praktischer Methodennutzung und wissenschaftlichem Ansatz gefallen“, sagt er. Sein Tipp für Studienwillige: „Es

In einem humorvollen Rückblick präsentierten die Absolventen, was sie alles gelernt haben.
In einem humorvollen Rückblick präsentierten die Absolventen, was sie alles gelernt haben.
Wissen beflügelt - traditionell werfen die frisch gebackenen Akademiker ihre Hüte in die Luft.
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René Freund, der beste Absolvent, mit seinem Hochschulzertifikat.
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