Zu Jahresbeginn reflektierte er zum Beispiel über den gesetzlichen Mindestlohn und dessen Auswirkungen. Er stellt fest, dass es sicher nicht Ziel des Gesetzes war, dass nun in manchen Branchen gedreht und gewendet wird, wo es nur geht, um die Personalkosten auszugleichen. Das sei nicht Ziel des Gesetzes gewesen, ließe sich aber in einem komplexen System nicht vermeiden. „Es wird nie ein Aspekt verändert, ohne dass die Veränderung Auswirkungen auf das ganze System hat“, so sein Fazit. Es gehe nicht darum, ob es moralisch und wirtschaftlich vertretbar oder wünschenswert ist, einen Mindestlohn einzuführen. Die Frage sei eher, ob es überhaupt ein passendes Werkzeug gibt, das komplex genug ist, um den gewünschten Effekt – Wohlstand für alle – zu erzielen.
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Siemens Werk Erlangen erlaubte Blick hinter die Kulissen einer erfolgreichen Fabrik
Wie tickt ein Unternehmen, das als Gesamtsieger "Fabrik des Jahres" einen der härtesten Benchmarkwettbewerbe der deutschen Industrie gewann? Die Teilnehmer des 11. CETPM Benchmarktreffens konnten sich im Siemens-Gerätewerk Erlangen hautnah ein Bild davon machen. Das Werk punktet mit Spitzenleistungen bei der Produktion von Motion Control Systemen und Lösungen für die Ausrüstung von Produktions- und Werkzeugmaschinen sowie Antriebslösungen im unteren und mittleren Leistungsbereich.
Das allumfassende Verbesserungsprogramm hat Produktion und Verwaltung im Fokus. Bei der Besichtigung der Siemens-Lernfabrik berichteten stolze Menschen von ihrem Schulungssystem und erläuterten, wie in der Lernfabrik die Abläufe und das "Verbesserungsdenken" praxisnah vermittelt werden. tausch. Es wurden viele Gespräche über das Erlebte und über eigene Erfahrungen der Teilnehmer geführt.
Am nächsten Tag erlebte die Gruppe bei Führungen durch Verwaltung und Produktion den Spirit der "Fabrik des Jahres". Siemens-Mitarbeiter stellten das ganzheitliche Produktionssystem in Theorie und Praxis vor. In drei Gruppen aufgeteilt, tauchten die Teilnehmer in Themen wie Shopfloor Management, Prozessanalysen oder Lean Administration ein. Offene Gespräche mit den Mitarbeitern gaben einen tiefen Einblick. Zwei kurze Praktikervorträge gaben Impulse zu den Themen KATA und TPM.
Dieter Dettwiler, Montageleiter bei der emz-Hanauer GmbH & Co. KGaA war besonders beeindruckt von der Durchgängigkeit und Konsequenz. "Was gesprochen wird, wird auch gemacht" so seine Feststellung. Mit dem Kennzahlensystem sei gut visualisiert, was man vorhabe und was aktuell geschieht.
Das seit vielen Jahren bewährte Siemens Produktionssystem war 2010 modifiziert worden, und der Fokus hat sich von der Methodenorientierung in Richtung "Mensch" verschoben. So ist ein perfektes Umfeld entstanden, in dem die Mitarbeiter ihre Potenziale entfalten und einbringen können. Davon ist Markus Bruder, Mitorganisator der Veranstaltung, begeistert. „Man hat die hohe Motivation und Überzeugung der Trainer und Mitarbeiter gespürt“, sagt er. „Schon im Vorfeld war es beeindruckend, mit welchem Engagement Karin Ehrmann, zuständig für die Besucherbetreuung sowie das Veranstaltungsmanagement im Gerätewerk Erlangen, die Organisation des Benchmarktreffens unterstützt hat. Es lief alles perfekt“.
Wichtig für das Gastgeberunternehmen war das Feedback der Teilnehmer zum Abschluss, wo sie ihre Ideen für weitere Verbesserungen einbrachten.
Das 12. CETPM Benchmarktreffen
findet statt am 7. und 8. Mai 2015 in Meinerzhagen. Bei dem Unternehmen Otto Fuchs werden die Schwerpunkte auf einer gemeinsamen Weiterentwicklung des bestehenden 6S-Systems liegen. Die Teilnehmer dürfen sich freuen auf interessante Einblicke in ein "5S BEST IN CLASS" Unternehmen.
Das Beisammensein am Abend in einem urigen fränkischen Lokal gab Gelegenheit zum Netzwerken und Erfahrungsaus-
Infos und Anmeldung unter www.cetpm.de/benchmark.
