Wir stellen vor:
Masaaki Imai gilt als Begründer des Begriffes Kaizen - übersetzt: Veränderung zum Besseren. Er hatte vor rund 50 Jahren als Dolmetscher in den USA gearbeitet und von dort den Gedanken der dürfen bei der Bestandsaufnahme nicht fehlen. Nach der Abbildung des Ist-Zustandes erfolgt die Umsetzung der Maßnahmen, um die gefundenen Schwachstellen zu beseitigen. Damit ist aber nur die Hälfte der Arbeit getan. Denn nun geht es daran, einen neuen Prozess aufzusetzen, bezeichnet als Soll-Wertstrom. Das durch die Abbildung und Optimierung des Prozesses gewonnene Wissen wird nun genutzt, um einen neuen Prozess mit hoher Wertschöpfung zu kreieren.
Lean Production nach Japan importiert. Mit seinem Buch "Kaizen", das ein Welt-Bestseller wurde, kam in den 1980er Jahren mit der deutschen Übersetzung die Kaizen-Philosophie zu uns. Der agile Japaner ist einer der wenigen, die noch persönlich mit Taiichi Ohno zusammengearbeitet haben. Aus dieser Zeit kann er die eine oder andere Anekdote erzählen. Zum Beispiel, dass man Ohno am besten zum Reisen bewegen konnte, wenn man ihn mit der Existenz eines attraktiven Golfplatzes am Zielort lockte. Oder dass Ohno zwar hart zu den Managern gewesen sei, aber immer nachsichtig und freundlich zu den Menschen an Gemba.
Masaaki Imai versteht es, die Grundsätze von Lean sehr anschaulich zu erklären, zum Beispiel: „Bestände sind nur sinnvoll bei altem Wein und altem Whisky“ oder „Bei Kommissar Columbo ist Gemba dort, wo die Leiche liegt“. Das Interesse am Gemba hat Imai nie verloren. Beim Rundgang durch eine Werkshalle verweilt er dort gerne und lässt sich jedes Detail erklären. Er liebt es, mitten im Geschehen zu sein. Momentan arbeitet er an seinem dritten Buch, in dem es um Flow, Synchronisation und Nivellierung in Produktionssystemen geht.
