Den Auftakt für das 10. CETPM-Benchmarktreffen bildete eine geführte Tour durch die Zeche Zollverein in Essen. In dem Welterbe sind der Pioniergeist und das Streben nach kontinuierlicher Effizienzsteigerung noch deutlich sichtbar. Auf Basis dieser Eindrücke tauschten sich die Gäste beim Grillabend rege über aktuelle TPM-Entwicklungen in ihren Unternehmen aus. Die heterogene Gruppe setzte sich aus „alten Hasen“ und Newcomern zusammen, wovon alle profitieren konnten. Denkanstöße gab Joseph B. Garscha in seinem Vortrag „Führung 4.0“. Anhand von griffigen Beispielen zeigte er die exponentiellen Veränderungen durch Technisierung und Globalisierung seit der Jahrtausendwende auf. Fehlende Sicherheit für Arbeitnehmer auf der einen Seite und mangelnde Loyalität von Mitarbeitern andererseits sieht er als Problemfelder. Für Führungskräfte gehe es nun darum, Bindungsenergie zu erzeugen indem sie einen Schlüssel finden, um gemeinsam Werte zu schaffen. Hier gelte es, viele Faktoren einzubeziehen, zum Beispiel die Unterschiedlichkeit der Menschen, speziell bei der Generation Y. „Wir müssen innerhalb einer Organisation die Diversität abbilden, die wir außen haben
Aus der Vogelperspektive beleuchtete Dr. Henning Stumpp das Thema Teambildung. Er berichtete von seiner Erfahrung als Trainer der Deutschen Nationalmannschaft der Fallschirmspringer. Wenn acht Menschen aus dem Flugzeug springen und dabei gemeinsam unterschiedliche Formationen bilden, dann steckt dahinter ganz viel Disziplin und Leidenschaft. „Ohne Commitment geht es nicht“ sagt Henning Stumpp. Der Sport erfordere von den Beteiligten ein hohes
Vielfältige Lösungen sind möglich: Die Seminarteilnehmer entwickeln Kreativität und Erfindergeist, um die Prozesse in der Lehrfabrik mit dem neuen Baukastensystem zu optimieren.
Maß an individuellem Training, mentalen Eigenschaften und hohe Investitionen zeitlicher und finanzieller Natur. Diese Bedingungen gelten auch in Unternehmen.
Wenn ein Team erfolgreich sein möchte, dann seien auch hier Eigenverantwortung, Teamwork, Vertrauen und Respekt notist. Konstruktive Kritik bringe das Team und jedes einzelne Mitglied nach vorne – im Sport wie im Geschäftsleben. wendig. Ebenso gelte es, gemeinsam zu analysieren, wenn etwas schief gelaufen ist. Konstruktive Kritik bringe das Team und jedes einzelne Mitglied nach vorne – im Sport wie im Geschäftsleben.
Nächstes Benchmarktreffen bei "Fabrik des Jahres 2013"
Das nächste CETPM-Benchmarktreffen findet am 13. und 14. November 2014 in Erlangen statt. Highlight wird der Besuch des Siemens-Gerätewerkes sein, dem aktuellen Gesamtsieger des Wettbewerbs „Fabrik des Jahres“. Infos und Anmeldung: www.cetpm.de/benchmark disierten Projekt-Dokumentation eine Toolbox geschaffen wurde, mit deren
Hilfe Moderatoren und Mitarbeiter in der Lage sind, die Prozesse zu optimieren. Mitarbeiter und Meister aus allen Schichtgruppen sind mit im Boot. Der Betriebsleiter, Dr. Christian Lettmann, besteht darauf, dass der Projektarbeit regelmäßig Zeit gewidmet wird. Mit der neuen KVP-Struktur wurden bereits Erfolge im Hinblick auf kurze Wege, Ordnung und Sauberkeit erzielt. Hanchos sorgen für die Umsetzung der Problemlösungsstrategien vor Ort. Eine Mitarbeiterbefragung habe bestätigt, dass bei den meisten der Wunsch besteht, Projekte strukturiert durchzuführen, erklärte Dr. Lettmann.
Zum Abschluss warf Prof. Dr. Constantin May einen kritischen Blick auf den Hype um Industrie 4.0. Er erläuterte zunächst die fachlichen Grundlagen, um dann darzulegen, dass viele Elemente von Industrie 4.0 keineswegs neu, sondern schon seit Jahren bekannt seien. Seines Erachtens sind die mit Industrie 4.0 verbundenen Visionen weder realistisch noch erstrebenswert. Dabei seien Datensicherheitsaspekte bislang zu wenig in der Diskussion, und viele der Denkansätze widersprächen den anerkannten Lean- und TPM-Prinzipien. Prof. May erwartet, dass über kurz oder lang eine deutliche Ernüchterung hinsichtlich Industrie 4.0 eintreten wird.
Am zweiten Tag des Benchmarktreffens begab sie die Gruppe an Gemba (jap. für Ort des Geschehens). Im Industriepark Marl stellten Mitarbeiter von Evonik ein TPM-Projekt vor. Es ging um die Optimierung der Verpackung für einen feuchtigkeitshärtenden Schmelzkleber. Die Herausforderung bestand darin, dass eine spezielle Lagerung und Verpackung erforderlich ist, damit das Material nicht verklumpt. Mit einer „Verbesserung des Verbesserungsprozesses“ ist man nun auf dem richtigen Weg. Ralf Weinberg, TPM Koordinator, erläuterte, wie seit 2013 mit der Entwicklung einer standar-
