TPM-Buch von C. May und P. Schimek jetzt auch in Englisch erschienen

Der Klassiker zum Thema TPM ist nun auch in englischer Sprache erschienen. Die Lektüre vermittelt die grundlegenden und die weiterführenden Bausteine von TPM, sowie eine Übersicht über die wichtigsten TPM-Werkzeuge und die Einführungsschritte von TPM in einem Unternehmen oder einer Organisation.

ISBN 9-783940-775-15-3, 2014, Hardcover, 160 Seiten, farbig, 29,95 Euro incl. MwSt. Erhältlich im Buchhandel oder im CETPM Shop: www.cetpm.de/publishing

Muri und Mura

In der vorigen Yokoten-Ausgabe haben wir Muda unter die Lupe genommen, das steht für "sich sinnlos abmühen", oft übersetzt mit "Verschwendung". Als dessen Hauptquellen werden häufig Muri und Mura genannt. Wenn ein Arbeitsplatz ergonomisch ungünstig ist und die Arbeit große Anstrengung erfordert, spricht man von Muri im Sinne von Anstrengung, Schwierigkeit, Überlastung. Überlastung von Mensch, Maschine und Material führt in der Regel zu Qualitätseinbußen. Mura hingegen steht für Schwankungen. Kommt die Arbeit nur in Schüben, so muss man seine Kapazitäten am Maximum ausrichten, was zu unnötig hohen Kosten und zu Überlastung und Engpässen, also Muri, führt.

Sucht man im Unternehmen nach Verschwendungen, sollte man vor allem auf Muri und Mura im Ablauf achten. Gegenmaßnahmen sind: Losgrößenminimierung, Heijunka oder ein dynamisch anpassungsfähiger Gemba-Standard. Der Workflow wird auch geglättet durch die Fähigkeit der Mitarbeiter, unterschiedliche Maschinen zu bedienen und durch U-Zellen, die einen flexiblen Personaleinsatz ermöglichen. Auch Standardisierung hilft, Muri und Mura zu vermeiden. Innerhalb des Zeitrahmens, den der Kundentakt vorgibt, sollte der aktuelle, realistische Zeitaufwand für alle Arbeitsschritte im Prozess bekannt sein, dann kann das Linienteam selbst mittels eines Yamazumi-Diagramms den optimalen Personaleinsatz ermitteln. Freie Minuten, die sich dadurch ergeben, sollten auf eine Person konzentriert werden, die diese gewonnene Zeit für das Denken, Lernen und Kommunizieren nutzt.

Buchtipp: