Trotz „Internet der Dinge und Dienste“ und „Industrie 4.0“ wird der Mensch nicht aus der Produktion verschwinden. Die Software spiele zwar eine größere Rolle, aber der Mensch wird Nutznießer dieser Softwareunterstützung sein. So das Ergebnis eines Dialogs mit dem Publikum, den Prof. Dr. Constantin May nach seinem Vortrag zum Thema Industrie 4.0 anstieß.

Nicht auf Technik, sondern auf Führung und Mitarbeitereinbindung setzt Hans Kostwein, Geschäftsführer der Kostwein Maschinenbau GmbH, Klagenfurt. Er sieht die Mitarbeiter als Erfolgsfaktor und setzt auf Shopfloormanagement, um seine Mannschaft auf Kurs in Richtung Operational Excellence zu bringen. „Kontinuierliche Verbesserung ist Teil eines jeden Jobs, genauso wie zum Beispiel ein Werkzeugwechsel“, betont er. Und da TPM, einmal eingeführt, nicht zum Selbstläufer wird, legt er Wert auf die Ausbildung von Problemlösungskompetenz, transparente Kommunikation und Information.

Award für Operational Excellence

In seinem Vortrag über TPM und Karakuri Kaizen in Japan brachte es Zenzuke

Foto: Fotolia, © Gina Sanders

Award-Verleihung an Vertreter der Krones AG, Werk Steinecker, Freising, im Rahmen des TPM Forum 2014

Matsuda, Japan Institute of Plant Maintenance, Tokyo, auf den Punkt: Es geht immer um „Respect for People“. Man müsse den Mitarbeitern die Möglichkeit geben, zu wachsen und sich weiter zu entwickeln. Dann entstünden kreative Ideen.

„World Class“, und die absolute Kundenorientierung sei Grundlage dieses Erfolgs, betonte Peter Schimek, einer der Auditoren, in seiner Laudatio. Bereits im Jahr 1999 hatte Krones die Fertigung von einer funktionsorientierten in eine prozessorientierte Struktur umgewandelt und KVP in die Zielsetzungen mit aufgenommen. Getreu dem Unternehmens-Leitbild „Gemeinsam Werte schaffen“ wurde diese Struktur weiterentwickelt zu einem Ansatz auf der Basis von TPM als: „Krones – Total Productive Management“ mit dem schlichten aber sehr einprägsamen Motto: „TPM – Einfach besser!“

Im Rahmen des TPM Forum überreichten Prof. Dr. Constantin May und Manfred Steiner vom CETPM, Institut an der Hochschule Ansbach, den Award for Operational Excellence in Bronze an die Krones AG, Werk Steinecker, Freising. Das Werk befinde sich auf dem Weg in Richtung

Production Systems 2014

Lean im permanenten Wandel

Die am 20. und 21. Mai in Stuttgart stattfindende Jahreskonferenz Production Systems beleuchtet wieder viele Facetten der Lean-Welt. Bei der dort präsentierten Themenvielfalt wird deutlich, dass auch die Leanphilosophie selbst der kontinuierlichen Veränderung unterliegt. Auf der Agenda stehen aktuelle Entwicklungen in der Prozessindustrie, der Serien- und Kleinserienfertigung, sowie in der Logistik und im Krankenhausbetrieb. Der Fokus liegt weiterhin auf dem Thema „Führung im Lean-Prozess“.

Nachhaltigkeit im Lean-Prozess ist ein weiteres Thema. Es geht um die entscheidende Frage: Wie wird ein Unternehmen auf lange Sicht konkurrenzfähig? Wirklich erfolgreiche Lean-Betriebe zeichnen sich dadurch aus, dass Qualitäts-, Kunden- und Effizienzdenken kein theoretischer Anspruch oder kurzfristiges Ziel sind, sondern permanent gelebt werden. Denn nur so werden Faktoren wie Kosten, Lieferfähigkeit und Flexibilität nachhaltig optimiert. Referenten aus erfolgreichen

Kata-Experte Bill Costantino auf der Production Systems 2013.
Kata-Experte Bill Costantino auf der Production Systems 2013. Foto: ManagementCircle

Veranstaltungstipps

Unternehmen lassen die Teilnehmer an ihrem Weg zum Erfolg teilhaben.

European LEAN EDUCATOR Conference 2014

Premiere und Chance: Next Generation Lean Thinking

Am 18. und 19. September 2014 findet die European LEAN EDUCATOR Conference erstmals in Stuttgart statt. In den USA wurde diese Konferenz bereits mehrfach erfolgreich durchgeführt und hat sich als wertvolle Veranstaltung zur Vernetzung der "Wissensarbeiter" etabliert. Die Konferenz bietet eine Plattform für Professoren, Lehrer, Coaches und Trainer aus Wissenschaft, Industrie und öffentlichen Einrichtungen, um Kenntnisse und Erfahrungen auszutauschen und von- und miteinander zu lernen. Angestrebt ist, dass die Hälfte der Teilnehmer Lehrkräfte sind und die andere Hälfte Lean-Trainer und Coaching-Experten aus der Industrie.

Keynote-Speaker (u.a. John Y. Shook), Coaches und Lean-Experten führender Organisationen und Unternehmen werden ihr Erfahrungswissen einbringen. Innovative Ansätze der Wissensvermittlung, von Simulationen, Fallstudien, Lehrfabriken bis hin zu neuen Trainingsmethoden, sollen den Teilnehmern Impulse geben, um die Entwicklung von Trainern und Coaches für den Leanprozess dynamisch voranzutreiben. Am Vortag der Konferenz

(17. September) finden Pre-Conference-Workshops statt, unter anderem mit Werksbesichtigungen und Lehr-Simulationen der Verbesserungskata.