Hilfreich ist eine Icon Library in Form von wiederverwendbaren Klebezetteln.

Symbolen wie Kreisen, Rechtecken und Sternen, Grundschablonen zu zeichnen – zum Beispiel für Menschen, Inhalte, Sprechblasen. Mit ein wenig Übung bekommt man Routine im Zeichnen und hat dann die wichtigsten Symbole immer parat.

Als Grundausstattung benötigen wir mindestens vier Faserschreiber in unterschiedlichen Stärken. Sinnvoll ist ein grauer Stift, um Schatten zu zeichnen und neben schwarz mindestens eine weitere Farbe. Dann üben wir, mit einfachen

Oft sieht man bei Veranstaltungen Profis, die Inhalte der Vortragenden in einer schönen und aussagekräftigen Zeichnung festhalten. Graphic Recording ist die Bezeichnung dafür.

So werden die wesentlichen Inhalte einer Präsentation in einem Bild zusammengefasst. Eine weitere Variante ist

Graphic Facilitation, wo die vortragende Person selbst die

Aufzeichnung unter Einbeziehung der Teilnehmer erstellt.

Bei der Entwicklung von Symbolen für wiederkehrende Begriffe ist Kreativität gefragt.

Ähnlich wie bei einem A3, allerdings im größeren Format einer Präsentationstafel, erstelle ich ein Template als Basis, um das Thema interaktiv zu erarbeiten. Dabei überlege ich mir im Vorfeld: Wo kommt was hin? Wie passt alles auf ein Blatt? Während beim Graphic Recording nur aufgezeichnet wird, was gesagt wurde, setzt Graphic Facilitation auf Interaktion. Es kommt hier nicht so sehr auf einen guten optischen Eindruck an, viel mehr steht der Austausch und das gemeinsame Erarbeiten der Inhalte im Vordergrund.

Wichtig ist die Entwicklung aussagekräftiger Symbole. Bestimmte Begriffe, die öfter vorkommen, sollten durch ein griffiges Symbol visualisiert werden.

Symbole für Entrepreneurship klassisch (oben) und im Hinblick auf das Ergebnis (unten)

Während meiner Ausbildung haben wir in unserer Übungsgruppe beispielsweise die Begriffe Problem oder Healthcare visualisiert mit einem Symbol. Dabei wurde herausgearbeitet: Was ist typisch für diesen Begriff? So war für Healthcare der Vorschlag für ein Symbol das rote Kreuz. Dann kamen wir auf den Gedanken, dass wir ja den Begriff „Gesundheit“ symbolisieren möchten. Es entstand die Idee für den Apfel mit dem roten Kreuz. Oder für Problem die Schachtel mit der Stacheldrahtumrundung, weil es niemand sehen will. Durch diese Symbole bildet sich eine „Meta-Sprache“, die keinen Widerstand auslöst. Gleichzeitig bleiben diese Symbole und die dazu vermittelten Inhalte besser im Gedächtnis. Ein weiteres Beispiel ist die Darstellung des Begriffes Qualität durch einen gezeichneten Dia-Beispiel für eine Aufzeichnung der erarbeiteten Inhalte eines Workshops. manten. Sehr schön symbolisiert wurde Entrepreneurship durch einen Sack mit Geld, aus dem eine Pflanze wächst. Solche Symbole regen zum Nachdenken an und fördern die Kreativität.

Die entstandene Zeichnung ist am Ende einer Veranstaltung ein gutes Protokoll für die Teilnehmer. Sie ersetzt aber nicht immer die Folien einer Präsentation, sondern dient eher als Ergänzung und Unterstützung der gewohnten Vortragsweise bei Präsentationen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass durch Graphic Facilitation der Spaßfaktor steigt. Die Menschen freuen sich, wenn sie Kopf, Herz und Hand einsetzen können. Es kommt weniger auf die Qualität der Zeichnungen an, sondern auf deren Aussagekraft – ganz im Sinne der Lean-Philosophie. Wenn jemand ein gutes Symbol entwickelt hat, dann ist es schön, wenn dieses im Austausch anderen Teams zur Verfügung steht.

Die Autorin

Carla Latijnhouwers startete ins Berufsleben als Instandhaltungs-Ingenieurin, und sie beschäftigte sich mit der Einführung von Operational Excellence. Berufsbegleitend studierte sie Organisation und Management. Seit 2001 arbeitet sie als Lean Consultant und Trainerin. Mit ihrem umfangreichen TPM- und Leanwissen und neuen Ansätzen aus Cradle to Cradle und TWI begleitet sie mit Freude Menschen in Unternehmen bei der Umsetzung. In Workshops und Seminaren gibt sie ihr Erfahrungswissen weiter, auch als Dozentin an der CETPM-Akademie. Kontakt: carla.latijnhouwers@clc2.de