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TPM-/Lean-Begriffe unter der Lupe

Muda

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Falsch verstanden wurde lange Zeit der Begriff Muda. Er wurde vielfach übersetzt mit "Verschwendung". In Japan steht Muda jedoch eher für "sich vergebens abmühen, sinnloser Aufwand, etwas für die Katz tun". Und somit wandert der Fokus auf die Prozesse. Damit steht der Mensch im Mittelpunkt, der es einfacher bei der Verrichtung seiner Arbeit haben und sich nicht sinnlos abmühen soll. Es soll eine gewisse Leistung erbracht werden, für die man die geringstmöglichen "Opfer" bringen muss. Aus diesem Grundgedanken heraus resultieren unterschiedliche Lean-Tools die helfen, Muda zu vermeiden.

Ein Beispiel: Wenn wir nicht "für die Katz" produzieren möchten, dann ist es sinnvoll, anzustreben, dass wir alles, was wir benötigen, genau zum nachgefragten Zeitpunkt einzeln fertigen. Wann ist der richtige Zeitpunkt? Der wird durch den Kundentakt bestimmt. So bewegt man sich in Richtung One-Piece-Flow, um Muda zu vermeiden.

Sie sehen, Muda lässt sich nicht nur an Fehlern, Materialverschwendung, Ausschuss etc. festmachen. Es kommt schlicht und einfach darauf an, über den gesamten Prozess hinweg die Wertschöpfung in den Mittelpunkt zu stellen. Der japanische Begriff für Verschwendung ist übrigens "Rohi".