Qualität - bis zur letzten Schraube!
Qualität ist vielschichtig
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Prozess
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Qualität ohne Kompromisse
Interessant ist das unterschiedliche Verhältnis zur Qualität in den verschiedenen Kulturkreisen. Japan ist kompromisslos. Eine aus Deutschland angelieferte Warensendung wird zurückgesendet, wenn die Verpackung beschädigt ist, nicht aber der Inhalt der Verpackung, also die eigentliche Ware. Die Begründung liegt in der Annahme, dass hier eine Verletzung der geforderten Sorgfalt vorliegt. Hierzulande erwartet man Qualität, allerdings möchte man so wenig wie möglich für diese Qualität bezahlen. Diese Schnäppchenmentalität setzt sich immer mehr vom Privaten auch in geschäftlichen Bereichen durch. Natürlich lässt sich gute Qualität auch günstiger verkaufen, wie Toyota seit Anfang der 70er Jahre beweist. Dass dafür die Senkung der Herstellungskosten durch kontinuierliche Verbesserungen erforderlich ist, das ist die weniger populäre Seite der Medaille.
Qualität
Qualität spielt auch in China, Taiwan oder Indien eine immer größere Rolle. Dies ist auch daran ersichtlich, dass Berater aus Japan und Europa verstärkt in diesen Regionen aktiv sind. Und es kommen immer mehr Preisträger (z. B. des JIPM Award) aus diesen Ländern. Ohne ein Umdenken in Deutschland wird es schon in wenigen Jahren ein schmerzliches Erwachen hierzulande geben.
Einer, der in Deutschland die Bedeutung von Qualität im Prozess schon sehr früh erkannt hat, ist der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen. Ferdinand Piëch ist seit den 80er Jahren begeistert von der Kraft und Disziplin Japans, insbesondere Toyotas. Daher auch von ihm die Forderung nach Qualität - bis hin zur kleinsten Schraube.
Wir stellen vor: TPM-Helden, die im Hintergrund wirken
Oft sind es Berater aus Japan, die ihr TPM-Wissen und ihren Erfahrungsschatz in europäischen Unternehmen einbringen. Dies wäre meist gar nicht möglich ohne die Vermittler zwischen den Sprachen, die eifrig und unauffällig im Hintergrund wirken. Dolmetscher sollen die Kommunikation ermöglichen, aber nicht selbst in das Geschehen eingreifen. Gerade bei Fachgebieten wie TPM erfordert auch dieser Job eine tiefe Einarbeitung in das Thema, um die Zusammenhänge zu verstehen und das Gesagte richtig zu transportieren. Schön, dass diese Leistung bei der Verleihung des Nakajima-Preises im Jahr 2007 einmal gewürdigt wurde.
Der Brite John H. Loftus und seine japanische Kollegin Miyoshi Kei erhielten den Preis für ihre Bemühungen, TPM auch außerhalb Japans einem breiten Publikum zugänglich zu machen. In einem Interview in der Zeitschrift Plant Engineer (Ausgabe April 2007) beschreiben beide die Schwierigkeiten, die sie hatten, Begriffe und Konzepte in andere Sprachen zu übertragen, für die es in der jeweiligen Sprache noch keine Entsprechungen gab. Beide betrachten TPM nicht nur als Job, sondern TPM hat auch ihr Leben merklich verändert. Beide sind vom TPM-Virus infiziert und richten teilweise ihr Leben nach den Grundsätzen von TPM aus.
