Immer mehr in den Fokus rückt das Bewusstsein, dass es unbedingt notwendig ist, die administrativen Prozesse in den Prozess der kontinuierlichen Verbesserung mit einzubeziehen. Lesen Sie dazu Tipps und aktuelle News auf den Seiten 3, 4 und 18.

Und wie immer präsentieren wir Ihnen Expertenwissen von Insidern über das Toyota-Produktions-System. Sei es mit der Kata-Serie (S. 12) oder in den Beiträgen unserer Japan- und TPS-Experten. Wir sind stets offen für neue Denkansätze, zum Beispiel von Javier Villalba Diez, der die Idee hatte, die Eulersche Differenzialgleichung auf die Zielausrichtung in Unternehmen anzuwenden (S. 16).

Die Sicht auf „Lean“ ist stetig im Wandel. Wir haben den Eindruck, dass immer mehr Unternehmen ein tiefes Verständnis für den wichtigen Aspekt „Menschenbildung“ entwickeln. Darüber freuen wir uns.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihr

TPM-/Lean-Begriffe unter der Lupe

Lean-/TPM-Begriffe unter der Lupe:

Jishuken-Workshop

Herzlich Willkommen

Eiji Toyoda im Alter von 100 Jahren verstorben

Er hat den „Toyota Way“ maßgeblich mitgeprägt und war bis 1994 Chairman der Toyota Motor Company. Bis zu seinem Tod am 12. September 2013 stand Eiji Toyoda dem Unternehmen als Ratgeber zur Verfügung. Mit 24 Jahren war er als junger Maschinenbauingenieur in die Fabrik seines Cousins Kiichiro Toyoda eingetreten. Später als Konzernchef und Präsident machte er das Unternehmen zu einem weltweit erfolgreichen Automobilhersteller. Unter seiner Leitung wurde das Toyota Produktions System zur kontinuierlichen Verbesserung entwickelt. Er unterstützte eine innovative Modellpolitik. So setzte er sich für den Bau des Lexus als Einstieg in die Luxusklasse ein, und er trieb die Entwicklung des Hybridantriebs voran, zu einer Zeit, als Energieverbrauch und hohe Benzinkosten noch kein Thema waren.

Ein Jishuken-Workshop ist ein Lernworkshop, bei dem sich Menschen ein Thema vornehmen, um Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Die Teilnehmergruppen sind sehr heterogen und bereichs- und hierarchieübergreifend. Ein Thema/Problem wird über drei Tage hinweg bearbeitet. Der Moderator muss genau wissen, wie Lean Management funktioniert, damit er im Auge behalten kann, ob die Lösungsansätze mit den Leanprinzipien konform sind.

Im Vorfeld schreiben Mitarbeiter aktuelle und drohende Probleme auf. Aus der Vielfalt von Themen wählt das Workshop-Team eines aus. Ziel ist es, dass das Team die Menschen an der Linie unterstützt, damit sie besser arbeiten können. Und sie sollen für ihren eigenen Bereich etwas mitnehmen, z.B. Was bedeutet Qualität im Prozess? Am Ende steht ein umgeschriebener Standard. Es geht in dem Workshop jedoch weniger um das konkrete Problem, sondern um die Art der Zusammenarbeit. Durch die Dauer von drei Tagen sind alle gezwungen, intensiv über das Problem nachzudenken, sich gegenseitig zuzuhören und respektvoll miteinander umzugehen. Dies verändert die eigene Sichtweise und wirkt sich positiv auf die Zusammenarbeit aus.

Foto Titelseite: Meyer Werft GmbH, Papenburg
Foto Titelseite: Meyer Werft GmbH, Papenburg