Wissen erleben und unmittelbar umsetzen unter Anleitung erfahrener Trainer
„Wenn im Produktionsprozess etwas schief läuft, dann ist dies in der Regel schnell sichtbar und es muss reagiert werden. Probleme in der Administration haben in den meisten Fällen keinen unmittelbaren Einfluss auf die Produktion. Verluste und Verschwendungen sind dort oftmals nicht direkt zu erkennen, und sie werden von den Mitarbeitern auch nicht als solche wahrgenommen“ berichtet der TPM- und Leanexperte Stefan Roth aus eigener Erfahrung. „Ziel muss es sein, Wertschöpfung in allen Unternehmensprozessen zu generieren“ betont er.
Doch wie schafft man es, Produktion und Verwaltung so zu synchronisieren, dass ein Fluss der Wertschöpfung entsteht? Hier bedarf es einer Schnittstelle zwischen Administration und Produktion. Diese Verbindung können Lean Office Master herstellen. Sie sorgen dafür, dass sich die TPM- und Lean-Philosophie über die gesamte Prozesskette entfalten kann.
Bei der Qualifizierung Lean Office Master stehen wesentliche Komponenten der Office Excellence im Fokus – sowohl die Methoden als auch ein ganzheitlicher Beratungsansatz für nachhaltige Wirksamkeit. Das hoch motivierte Trainerteam bringt langjährige Praxiserfahrung aus unterschiedlichen Bereichen mit. Das Lehrbüro bietet den optimalen Rahmen für das bewährte Konzept „Learning by Doing“. Absolventen bestätigen, dass sie sofort in der Lage waren, erworbene Kompetenzen auf ihr Arbeitsumfeld zu übertragen (s. auch Yokoten 05/2012, Seite 10).
„Ich bin immer wieder überrascht, wie viel die Teilnehmer der Kurse im Lehrbüro danach im eigenen Unternehmen bewegen: Sie führen 5S ein, begleiten ein Verbesserungsteam oder schaffen zusammen mit Vorgesetzten klare Rahmenbedingungen“ erzählt Carla Latijnhouwers. „Den größten Respekt habe ich, wenn Menschen, in deren Unternehmen noch nicht offiziell TPM oder Lean eingeführt wurde, trotzdem beginnen, das Gelernte sofort anzuwenden und Kollegen dafür zu begeistern.“
„Nach der „Makigami-Hausaufgabe“, bei der es darum geht, dass die Teilnehmer in ihrem Arbeitsumfeld einen Prozess aufnehmen, kommen diese meist mit großem Selbstvertrauen zurück. Sie sind erstaunt, wie viel Optimierungspotenzial sie gefunden haben“ so die Beobachtung von Trainerin Traudel Orth. Ein Highlight sei es, wenn die Teilnehmer erzählen, welche Pläne sie nun haben, und vor allem, mit welchem Selbstvertrauen sie die Umsetzungen planen. „Die Kurse sind sehr lebendig und leben von der Vielfalt der Erfahrungen der Teilnehmer und der Trainer“ bestätigt Holger Frey. „Es entsteht fast immer ein sehr starkes Wir-Gefühl unter den Teilnehmern“.
Lernen erleben im Lehrbüro: Die praxisnahe Simulation befähigt die Lernenden, Prozesse und Methoden zu begreifen und Zusammenhänge zu erkennen. Die Wirkung der Handlungen wird unmittelbar sichtbar und bietet einen optimalen Lerneffekt. Der Austausch mit „Kollegen“ erweitert den Horizont und gibt Impulse zur Umsetzung im eigenen Arbeitsumfeld.
Wirksames Lernen
Wie im echten (Büro-)Leben
„Ein klarer Vorteil der Ausbildung im Lehrbüro ist die Mischung aus Theorie und Praxis. Die Teilnehmer lernen in einem realen Prozess und können hier verschiedene Tools zur Verbesserung ausprobieren“ sagt Stefan Roth. Seine Trainer-Kollegin Brigitte Bäßler stellt fest: „Die praktische Anwendung des Gehörten macht Spaß und erhöht nachweislich den Lerneffekt bei den Teilnehmern. So können die Lernenden nicht nur über die Umsetzung in ihrem eigenen Unternehmen nachdenken, sondern spielerisch die Dynamik gleich im Lehrbüro erleben“. Markus Bruder fügt hinzu: „Wir haben hier ein realitätsnahes Umfeld, in dem die Methoden und Vorgehensweisen durch die Anwendung ‚live‘ vor Ort ihre Komplexität verlieren“.
„Durch die Nähe zur Realität spürt man bei der Simulation im Lehrbüro genau die Kräfte, welche in einem Verbesserungsprozesses auftreten“ so die Erfahrung von Carla Latijnhouwers . „Die Teilnehmer erfahren in einem sicheren Umfeld, wie sich ihre Rolle gestaltet und worauf zu achten ist“. Auch der Austausch zwischen den Teilnehmern sei sehr wichtig, denn dabei entstehe ein Netzwerk, in dem man sich auch künftig gegenseitig mit Rat und Ideen unterstützen könne.
„Das Lehrbüro ermöglicht ein Erfahrungslernen anhand von Beispielen, die sehr praxisnah gestaltet sind“, so Traudel Orth. Dies ermögliche, dass eine weitere „Lernstufe“ erklommen wird und das Gelernte nachhaltig wirke. Eine Steigerung dazu biete das Design, dass die Teilnehmer zwischen den Seminarblöcken „Hausaufgaben“ erhalten. So setzen sie, z.B. bei Durchführung von Prozess-Workshops, das erlernte Wissen in ihrer Arbeitsumgebung um. „Hindernisse, die dabei auftreten, können im nächsten Seminarblock reflektiert und Lösungen dazu erarbeitet werden“ erklärt Traudel Orth. Dabei würden die angehenden Lean Office Master durch Tipps und Tricks von den praxiserfahrenen Trainern unterstützt.
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Trainer mit Erfahrungswissen
Sie wissen wovon sie reden - die Trainer des Seminarprogramms Lean Office Master. Alles was sie in dem Kurs vermitteln, haben sie selbst erlebt und erprobt. Von der authentischen Wissensvermittlung profitieren die Lernenden. Hier stellen wir Ihnen das Trainerteam kurz vor mit einem Einblick, was die Trainer qualifiziert. Auf Seite 24 erfahren Sie, was diese aus ihrem Erfahrungsschatz in die Kurse einfließen lassen und was sie den Teilnehmern vermitteln möchten.
Die Trainer im Kurzprofil:
Brigitte Bäßler blickt auf eine Lean-Praxis seit 1998 zurück. Im PKW-Montagewerk von Daimler in Rastatt lernte sie das Mercedes-Produktionssystem kennen. Sie führte dort für die Säule Qualität konzernweit Schulungen durch, initiierte KVP-Workshops mit Lieferanten und erste Lean Administration Workshops.
Markus Bruder wurde als Führungskraft in der Produktion eines japanischen Halbleiterwerks in Japan für seine Aufgabe als Kaizen-Coach und TPM-Leiter ausgebildet. Er führte TPM am deutschen Standort ein. Später verantwortete er als Lean-Koordinator die Entwicklung zum „preferred supplier“ bei einem Automobilzulieferer. Heute entwickelt er als Trainer und Berater ganzheitliche Verbesserungssysteme.
Holger Frey ist gelernter KFZ-Schlosser und studierte Maschinenbau. Er arbeitete als Konstrukteur, Produktionsingenieur und TPM-Beauftragter bei OSRAM. Heute ist er Kaizen-Trainer für indirekte Bereiche bei AUDI. Mit seinem Background als Lean Leader, Six Sigma Blackbelt und Lean Production Master installierte er mehrfach erfolgreich Lean Office Programme.
Carla Latijnhouwers arbeitete 7 Jahre als Instandhaltungs-Ingenieurin und führte Operational Excellence ein. Danach zusätzliches Studium Organisation und Management. Seit 2001 arbeitet sie als Lean-Consultant und Trainerin. Mit ihrem umfangreichen TPM- und Lean-Wissen begleitet sie mit Freude Menschen in Unternehmen bei der Umsetzung.
Traudel Orth schrieb 1994 ihre Diplomarbeit über Lean Production. Seit 2007 widmet sie sich bei Daimler voll und ganz diesem Thema. Heute ist sie dort Leiterin eines Inhouse-Consulting-Teams für Lean Administration. Eines ihrer Spezialgebiete ist Shopfloormanagement im Büro.
Stefan Roth sammelte als Industriemechaniker und Industriemeister Erfahrungen in Instandhaltung, Instandhaltungsplanung und Mitarbeiterführung. Von 2006 bis 2012 war er verantwortlich für die Einführung von TPM in Produktion, Technik und Administration. Als Operational Excellence Manager unterstützt und berät er heute Niederlassungen und externe Firmen bei der Einführung von Lean Management. Sein Spezialgebiet ist Makigami.
Mehr Informationen über die Qualifizierung zum Lean Office Master finden Sie unter www. cetpm.de/lom
Lean Office Master: Reloaded!
Mit Herzblut, tiefem Wissen und Methoden-Know-how: Trainer-Team überarbeitet Ausbildungsprogramm
„Habe keine Angst, das Gute aufzugeben, um das Großartige zu erreichen“ – nach diesem Zitat von John D. Rockefeller handelte das Trainer-Team für die Ausbildung zum Lean Office Master (LOM). Die bewährten Kurse wurden modifiziert, an aktuelle Trends angepasst und mit dem Erfahrungsschatz der neu hinzugekommenen Trainer angereichert. Es entstand quasi der LOM 2.0.
Eine Neuerung ist zum Beispiel, dass die Teilnehmer zu Beginn gebeten werden, anhand eines Strategie-A3 mit ihrem Unternehmen zu klären, was die Erwartungen an den Nutzen aus dieser Qualifizierung sind. Die Erwartungen werden als konkrete Ziele formuliert, welche die Teilnehmer während der Ausbildung begleiten. So können diese im Rahmen der Projektarbeit bereits an der Zieleumsetzung arbeiten. Die Unternehmen werden so noch intensiver in die Qualifizierung eingebunden.
Alle Trainer haben eine konkrete Vorstellung, was sie den Teilnehmern vermitteln möchten:
„Mir ist besonders der Rahmen wichtig, der für eine erfolgreiche Umsetzung geschaffen werden muss: Langfristige Ziele, Transparenz beim Warum? und Wohin? und offene Ohren für Erwartungen und Befürchtungen der Betroffenen. Wenn der Rahmen passt, entstehen Bedingungen, dass alle Mitarbeiter ihr Potenzial nutzen können. Damit kann auch das Unternehmen aus dem Vollen schöpfen. Kontinuierliche Verbesserung geht einher mit lebenslangem Lernen“ (Brigitte Bäßler).
„Die Teilnehmer selbst, ihre persönliche Begeisterung, sind entscheidend. Die Methoden funktionieren. Immer. Es lohnt sich. Persönlich und für das Unternehmen. Mein Schwerpunkt ist die Verbindung von Methoden und (zwischen-) menschlichen Erfolgsfaktoren zur lebendigen Verbesserung“ (Holger Frey).
„Ich möchte den Teilnehmern vermitteln, dass jedes Werkzeug funktioniert, wenn es richtig angewendet wird. Das heißt: Lerne und übe die Anwendung der Werkzeuge und bestimme in der Praxis von Fall zu Fall, welches Werkzeug am besten geeignet ist“ (Carla Latijnhouwers).
„In den indirekten Bereichen arbeiten wir hauptsächlich mit Menschen und nicht mit Maschinen. Der Prozess wird erst sichtbar, wenn der Mensch die Tür zu seinem Prozess öffnet. Deshalb ist es mir wichtig, neben dem Wissen über Tools etc. zu vermitteln, wie man auf die Menschen zugehen muss, um sie mitzunehmen“ (Traudel Orth).
Das Lean Office Master (LOM)-Trainerteam stellt sich vor
„Menschen wollen begeistert werden, dann fallen ihnen Veränderungen leicht: Übertrage Verantwortung, schaffe Freiräume für Verbesserungen und bringe Menschen dazu, miteinander zu reden“ (Markus Bruder).
„Ich möchte aufzeigen, dass gerade in der Administration enorm viel Potenzial liegt. Und ich möchte die Teilnehmer auf mögliche Stolpersteine vorbereiten und erklären, wie sie im Einzelnen damit umgehen können. Mein Schwerpunkt im LOM liegt klar bei der Prozessanalyse mit Makigami und KVP“ (Stefan Roth).
