TPM-Instruktorkurs bei Daimler im Mercedes-Benz Werk Mannheim
Zum Abschluss des 18. TPM-Instruktorkurses präsentierten die 28 Teilnehmer ihre in Teamarbeit entstandenen Lösungen. Prof. Dr. Constantin May begrüßte, dass die Vorgesetzten der Teilnehmer anwesend waren, um der Präsentation und Überreichung der Zertifikate beizuwohnen. „Für mich ist das ein Zeichen der Wertschätzung für die Mitarbeitenden“ betonte er. „Mit TPM haben Unternehmen einen Schlüssel, um durch Einbindung aller Beteiligten wettbewerbsfähig zu bleiben“. In dem Referenzmodell für Operational Excellence stecke alles, was man für die kontinuierliche Verbesserung in Betrieben benötigt. Joerg Sieverding, Daimler AG, betonte, dass die Methoden und Vorgehensweisen als Handwerkszeug wichtig seien, dass man aber den Faktor Mensch mit den Aspekten von Psychologie und Sozialdynamik ebenso berücksichtigen müsse. Wichtig sei es, dass die Mitarbeiter gemeinsam auf ein Ziel ausgerichtet sind. Führung und Kultur seien im Unternehmen als übergeordnetes Thema zu betrachten.
Hartmut Haake, Fa. Almo Bad Aarolsen, nahm mit drei Kollegen an der Fortbildung teil, weil sein
Arbeitgeber TPM einführen möchte. Vier weitere Kollegen hatten schon vor einiger Zeit den Kurs belegt. Damit soll eine gute Basis für die Einführung von TPM geschaffen werden. „Mir hat die Ausbildung Spaß gemacht, besonders hilfreich waren die vielen praktischen Beispiele“ sagt er. „Ich habe viele Ideen mitgenommen“.
Neben Methoden wurde in dem Instruktorkurs auch das Thema Führung und Kultur gelehrt und erlebt. So war Teamarbeit ein wichtiger Aspekt, der im Kurs betrachtet wurde. Eine Teilnehmergruppe präsentierte ihre Erkenntnisse über Fehleinschätzungen bei der Teamarbeit. Weitere Themen der Abschlusspräsentationen waren beispielsweise Verluststrukturanalyse, Verbesserungen an einer Linienbohrmaschine, Autonome Instandhaltung, Standardisierung, Rüstzeitreduzierung, Anlaufmanagement und Makigami zur Optimierung administrativer Prozesse.
Die gute Teamarbeit und die schnelle Bildung einer Einheit war für Benjamin Funk das Highlight der Ausbildung. „Ich habe bereits einiges an Ideen entwickelt, die ich in meinem Unternehmen einbringen möchte“, sagt er. So wolle er das Thema Druckluftverluste durch Leckagen in Angriff nehmen und mit den neu erworbenen Kenntnissen Teams in seinem Unternehmen formen. Der Kurs sei sehr anspruchsvoll gewesen und es habe Spaß gemacht. Sein Vorgesetzter, Achim Martin, Leiter Fertigung, Phoenix Contract GmbH & Co. KG, Blomberg, der zur Abschlusspräsentation angereist war, ist sehr zufrieden: „Ich konnte hier begeisterte Menschen sehen, die den Eindruck vermitteln, dass sie hinter der Sache stehen. Es ist eine Aufbruchsstimmung spürbar“. Kai Gehring, Volkswagen Aktiengesellschaft hatte vier Mitarbeiter in den Kurs entsandt, um TPM im Hause Volkswagen methodisch weiter aufzubauen. Einer davon ist Andreas Ploch vom Volkswagen-Werk Baunatal. „Wir haben vor einem Jahr an der Linie mit TPM gestartet und nun war ich auf der Suche nach einem abteilungsübergreifenden Verbesserungswerkzeug“ begründet er seine Motivation für die Teilnahme am TPM-Instruktorkurs. „Es war anstrengend, aber sehr gut und ich habe viel mitgenommen, zum Beispiel Problemlösungstechniken, Tipps zur Mitarbeitermotivation und Impulse für eine andere Herangehensweise.“
Zum Abschluss gaben die Kursteilnehmer den anwesenden Chefs eine Botschaft mit auf den Weg unter dem Titel: „Warum wir Sie als Führungskräfte als Unterstützer brauchen“. Sie bezeichneten die Führungskräfte als Fundament für das TPM-Haus.
Dabei erstellten sie nach und nach ein physisches Haus aus Pappkarton. Auf jedes Element hatten sie Argumente geschrieben, warum die TPM-Aktivitäten untertützt werden sollten. Damit verbunden war die Aufforderung: „Die Führungskräfte sollten die Sehnsucht der Mitarbeiter wecken, damit diese das TPM-Haus beziehen möchten“.
Mehr Informationen zum TPM-Instruktorkurs finden Sie unter www. cetpm.de/tpm-instruktor
➤ CETPM-Seminar: TPM Instruktor mit Hochschulzertifikat
