Heute führt der 44-jährige im Stammwerk des Unternehmens emz-Hanauer als Leiter Betriebsmittelbeschaffung ein Team. Seit einigen Monaten ist er zusätzlich Student an der Hochschule Ansbach im berufsbegleitenden Bachelor-Studiengang Wertschöpfungsmanagement.
Zum ersten Mal in Berührung mit dem Gedanken an die Wertschöpfung kam Richard Swoboda vor etwa 15 Jahren, als im Unternehmen mit Kaizen-Aktivitäten begonnen wurde. In jüngerer Zeit haben er und 30 Kollegen aus den Führungskreisen an der CETPM-Akademie die Ausbildung zum Lean Production Master bzw. Lean Office Master absolviert. Als er von der Möglichkeit zum berufsbegleitenden Studium hörte, war er sofort „Feuer und Flamme“. Es gehe ihm dabei nicht um den Titel, sondern um die Inhalte, die er in der Praxis sofort anwenden könne, betont er. Nachdem seine Familie und die Geschäftsleitung grünes Licht gegeben hatten, stand der Bewerbung an der Hochschule nichts mehr im Wege. Sein direkter Vorgesetzer hatte zwar Bedenken, ob das nicht zuviel werden könnte, doch Richard Swoboda konnte diese Zweifel nach Studienbeginn zerstreuen. „Mir fällt diese Art zu lernen mit Praxisbezug und Austausch mit den Kollegen viel leichter als der Frontalunterricht in früheren Ausbildungen“, so seine Feststellung. Hinzu komme, dass er aufgr- und seiner Praxiserfahrung nun viele „AHA-Erlebnisse“ habe und die Lerninhalte nicht wirklich „büffeln“ müsse. So ist er der Meinung, dass er als ältester Studierender in seinem Semester aufgr- und seines Backgrounds gut mit den bis zu 20 Jahre jüngeren Kommilitonen mithalten kann.
„Wir machen uns gezielt Gedanken, welche Fertigkeiten wir im Unternehmen brauchen“ betont emz-Geschäftsführer Thomas Hanauer. Die Weiterbildung der Mitarbeiter erfolge in der Fertigung über eine Qualifikationsmatrix, in strategischen Bereichen über ein Kompetenzmodell. „Der Studiengang Wertschöpfungsmanagement passt genau für Herrn Swoboda, der für die Industrialisierung unserer Produkte verantwortlich ist“, so seine Einschätzung. Das Studium bringe wahrscheinlich ein profunderes Wissen als einzelne Schulungen und sei eine spannende Sache.
Vom Hörsaal in die Praxis
Richard Swoboda ist ein Familienmensch und Vater von drei Kindern. Er bringt Familie, Job und Studium unter einen Hut: „Für mich sind die Vorlesungen wie eine zweite Freizeit“ schwärmt er. „Ich lerne gerne und freue mich über Inspirationen aus dem Studium, die ich im Unternehmen gleich umsetzen kann“. So habe er zum Beispiel gleich zu Beginn von dem Dozenten Dr. Prause gelernt, immer mit Blick auf den Kundennutzen zu denken und zu handeln. Diese Notwendigkeit sei ihm vorher nicht so bewußt gewesen und er habe sie nun verinnerlicht. Ebenfalls
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Bewerbung für den nächsten Studiengang Wertschöpfungsmanagement ab Mai 2013
Studienbeginn berufsbegleitend zum Wintersemester im Oktober 2013.
Studium auch ohne Abitur möglich.
Pro Jahr 6 Vorlesungsblocks à 3 - 4 Tage. Bachelor-Abschluss nach 6 bis 9 Semestern.
sofort umgesetzt habe der den Tipp von Dozentin Monika Köppl, beim Anlauf von neuen Anlagen Termine, Verantwortlichkeiten und Erfüllungscodes zu visualisieren. Das habe ihn und sein Team wieder ein Stück weitergebracht. Wenn er von einem einwöchigen Studienblock an seinen Arbeitsplatz zurückkehrt, dann diskutiert er gerne mit seinen Kollegen die Möglichkeiten der direkten Umsetzung.
Richard Swoboda hält lebenslanges Lernen und eine ausgeprägte Verbesserungskultur im Unternehmen für selbstverständlich. Er freut sich, dass auch seine Kollegen in ausländischen Werken, z.B. in Mexiko, diesen Weg beschreiten und dass die Möglichkeit besteht, gemeinsam die Prozesse länderübergreifend zu optimieren. emz-Hanauer ist weltweit tätig, um in die Nähe der Kunden zu rücken. So gibt es Werke in Mexiko und China, um die amerikanischen und asiatischen Märkte zu bedienen.
Das Unternehmen
Die emz-Hanauer GmbH&Co KGaA blickt auf eine 60-jährige Firmengeschichte zurück. Heute sind ihre Produkte z.B. in vielen Haushalten zu finden. Die Sensoren, Antriebe, elektronischen Module und Verriegelungen für Waschmaschinen, Geschirrspüler, Backöfen oder Kühlschränke sorgen dafür, dass diese Geräte in Punkto Design und Energieeffizienz auf aktuellem Stand sind.
Mehr Infos zum Unternehmen: www.emz-hanauer.de
Buchtipp: In Führung gehen – in Führung bleiben Wirksames Führungsverhalten für Frauen und Männer
Wie kann man sich für Führungspositionen empfehlen bzw. bestehende Führungsverantwortung weiter ausbauen? Und wie erhalten dabei Frauen und Männer dieselben Chancen? Das sind die Fragen, auf die der Unternehmensberater und CETPM- Dozent Dr. Richard Glahn in seinem jüngsten Buch Antworten gibt.
Als Ausgangspunkt der Diskussion stellt Glahn fest, dass Erfolg und Vorankommen in Unternehmen oft davon abhängen, ob es gelingt, sich zunächst fachlich und im weiteren Verlauf der Karriere auch „politisch“ zu behaupten. Diesen Prozess des Sichdurchsetzens nennt Glahn Territorialverhalten. Nach einer einleitenden Diskussion dieses Begriffs zeigt er auf, warum diese Art Karriere zu machen ein tendenziell männliches Verhaltensmuster ist.
Ausgehend davon stellt Glahn im Hauptteil des Buches einen Führungsstil dar, der dem klassischen Territorialverhalten überlegen ist und der von Frauen und Männern in gleicher Qualität umgesetzt werden kann. „Bei Führung geht es nicht darum, die beste Fachkraft zu sein“, so Glahn, „sondern es geht um die Fähigkeit, das Wissen und die Erfahrungen von Fachleuten auf unternehmerische Ziele auszurichten“. Dafür gibt Glahn in seinem Buch ganz konkrete Werkzeuge an die Hand, mittels derer unterschiedliche Fachmeinungen zusammengeführt und Gespräche strukturiert werden können. Das Buch richtet sich an junge Führungskräfte und ambitionierte Berufsanfänger.
Preis: € 15,80, ISBN: 978-3848232963, 124 Seiten, erschienen bei BoD-Verlag
