An Toyota als TPM-Pionier und Vorreiter in Sachen Verlustreduzierung wurde im letzten Jahr der Green Manufacturing Award verliehen – für hervorragende Leistungen zum Schutz der Umwelt in den europäischen Toyota-Werken. Hier geht es wohlgemerkt um den Prozess der Herstellung, nicht um die Produkte selbst. Bei der Verleihung des Awards in Düsseldorf betonte die Jury, dass die immensen Bemühungen

Aus dem (TPM-)Leben Wir besuchen ein japanisches Unternehmen der Elektronikbranche, das seit vielen Jahren und intensiv TPM betreibt. Um einen Produktionsbereich genauer ansehen zu können, warten wir vor dem Eingang und lauschen den Erklärungen des Hancho. Eine Gruppe von Mitarbeiterinnen verlässt gerade die Halle, als es plötzlich stockdunkel wird. Erst bei den Worten „Beleuchtung an menschenleeren Orten ist MUDA – WE THINK GREEN!“ geht uns wieder ein Licht auf. An den Eingängen zur Produktionshalle sind jeweils kleine Sensoren mit einem Zähler angebracht – ein Produkt des Hauses. Betritt der erste Mitarbeiter die Halle, geht das Licht an. Dann wird gezählt. Verlässt der letzte Mitarbeiter die Halle, geht das Licht wieder aus. Das Prinzip fanden wir in allen Räumlichkeiten wieder.

Lean & TPM hautnah aller Mitarbeiter, den Produktionsprozess nac und umweltfreundlich zu gestalten, eng m Grundwerten des Toyota Produktionssystem bunden seien. Einer dieser Grundwerte ist die konsequen iti MUDA MURA d MURI d aller Mitarbeiter, den Produktionsprozess nachhaltig und umweltfreundlich zu gestalten, eng mit den Grundwerten des Toyota Produktionssystems verbunden seien.

Einer dieser Grundwerte ist die konsequente Beseitigung von MUDA, MURA und MURI – den 3Ms. Denn nicht nur Verschwendung (MUDA), sondern auch Schwankungen in den Abläufen (MURA), die durch mehr Bestand, Ausgleichstakte oder Wartezeit abgefedert werden müssen, belasten die Umwelt. Das gilt ebenso für MURA, sinnlose Belastungen von Mensch und Maschine. Hier geht Energie in jeder Form verloren. Auch oder mitunter ganz besonders in administrativen Prozessen. Nicht selten werden werbewirksame Umwelt-Programme auf die Beine gestellt, deren Verwaltung und Vermarktung ungeheure Ressourcen verschlingen und die damit alles andere als umweltfreundlich sind.

Vision: Zero Emission

Für zukunftsorientiertes, nachhaltiges Wirtschaften reicht aber allein das Aufstöbern und Eliminieren oder Reduzieren von Verlusten nicht aus. Es bedarf eines ganzheitlichen Ansatzes, der nur mit einer gemeinsamen Vision von allen konsequent verfolgt werden kann. Bei Toyota hat die Vision längst einen festen Namen und gilt für sämtliche Prozesse: Zero-Emission Challenge.

Diese Vision erscheint uns heute so unwahrscheinlich wie einst der Just-in-Time-Gedanke. Inzwischen schreibt sich beispielsweise auch BMW die Vision der „emissionsfreien Produktion“ auf die Fahnen. Was wundert es, dass sich im Juni Dr. Norbert Reithofer, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG und Akio Toyoda, Präsident der Toyota Motor Corporation trafen, um die weitere Zusammenarbeit auf ganz neuem Niveau zu vereinbaren. Man darf gespannt sein.

Dass die Richtung Zero Emission die einzig mögliche ist, steht außer Frage. Die notwendige Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt gibt Unternehmenszielen in den sechs Zielkategorien P-Q-C-D-S-M (s. Yokoten, Ausgabe 05/2012) eine neue Dimension. Denn das Streben nach den gesetzten Zielen bei gleichzeitigem nachhaltigem Umgang mit allen Ressourcen bedeutet, dass nicht Konkurrenz, sondern Kooperation der Weg zu wahrem Gewinn ist. Da wären wir mittendrin im Kulturwandel.

Wo liegt der wahre Gewinn?

Spätestens an dieser Stelle wäre zu diskutieren, was denn unter „wahrer Gewinn“ zu verstehen ist. Der Nutzen für Mensch, Gesellschaft und Umwelt wird als Wert zwar in Nachhaltigkeitsberichten immer

Steadily implement recycling systems in Japan and Europe Steadily implement initiatives to increase vehicle recovery rates in Japan and Europe to reach 95% by 2015 Recovery rates: Japan: equivalent to 92% in FY2010 Europe: 85% in 2006

The Fourth Toyota Environmental Action Plan

Neben „Respect for People“ ist „Respect for the Planet“ ein Schwerpunkt des Autoherstellers Toyota. Im Sustainability Report 2011 wird betont, dass das Unternehmen weiterhin danach strebt, die Umweltbelastung durch den Lebenszyklus eines Fahrzeugs zu minimieren – von der Produktion bis hin zur Entsorgung von Altfahrzeugen. Toyota strebt nach ständiger Optimierung der Produktion. Ziel ist die Einsparung von Energie, Reduzierung der CO2 Emissionen und der verantwortliche Umgang mit Ressourcen, indem man diese effektiv nutzt, z.B. durch Recycling. Menschen und Dinge sollen im Einklang mit der Natur stehen.

stärker ausgewiesen, mit dem Messen dieses Wertes tun wir uns jedoch schwer. Noch können wir weder die durch einen beseitigten Kurzstillstand „gesparte“ Energie noch das Maß der Stressreduzierung beim Maschinenführer ermitteln. Bei der Anschaffung einer neuen Maschine interessieren uns vor allem Kapazität und Preis, bestenfalls noch Rüstzeit und Wartungskosten. Eine Life-Cycle-Bilanz aber, die einschließt, inwieweit unser Planet bereits durch die Herstellung der Maschine belastet wurde, fragt niemand ab. Oder doch? Bei Green-TPM wird dieser Ansatz immer stärker verfolgt.

Für Green-TPM müssen weder neue Organisationsstrukturen geschaffen noch neue Tools erarbeitet werden. Vielmehr geht es darum, die Konsequenzen unseres wirtschaftlichen Handelns genau zu kennen und bewusst und verantwortungsvoll in unsere Entscheidungen einzubeziehen.

Zurück zu Toyota: Einblick über die Bemühungen, verantwortlich mit Ressourcen umzugehen, gibt der Toyota Umweltbericht 2011. Man findet dort die Entwicklung der Energieverbräuche sowie den Schadstoffausstoß für jedes einzelne Werk. Dies gilt auch für die zentrale Administration in Tokio und Nagoya sowie das Entwicklungszentrum. Die Fotos der entsprechenden Aktivitäten sind nicht immer schön, aber original vom Gemba. So kommen wir der Sache „Green TPM“ ein ganzes Stück näher. Wie „Green“ ist Ihr Unternehmen? Berichten Sie uns über Ihre Ideen und Aktivitäten. Wir veröffentlichen die besten Beiträge.

Energy/ Global warming Further reduce CO2 emissions in Toyota’s global operations Promote management and further reductions in the use of substances of concern (SOC) Eliminate use of four SOCs lead, mercury, cadmium and hexavalent chromium globally Promote the development of technologies to achieve the best fuel efficiency performance in each country and region Develop technologies to respond to the diversification of energy and fuel sources Promote initiatives to improve traffic flows using a variety of networking technologies Promote the development of clean-energy vehicles, encourage their effective introduction and ensure wider market acceptance Promote the effective use of resources to further contribute to the realization of a recycling-based society Reduce water consumption Reduce CO2 emissions in the production and logistics activities of each country and region Recycling of resources Substances of concern Atmospheric quality Development and Design Reduce emissions to improve air quality in urban areas in all countries and regions Production and Logistics Reduce the discharge of substances subject to the Pollutant Release and Transfer Register (PRTR) law Implement initiatives to reduce VOC emissions Automobile Recycling Cooperation with Society Contribute to the development of a recycling-based society Improve disclosures of environmental information and two-way communications Actively contribute to and propose environmental policies based on sustainable development Quelle: Sustainability Report 2011 der Toyota Motor Corporation Further promote and expand the use of designs based on the designs for recycling (DfR) concept Environmental Management Management Promote new businesses that contribute to environmental improvement Steadily reduce environmental impact over the entire lifecycle of the product through full-scale implementation and establishment of Eco-Vehicle Assessment System (Eco-VAS) Strengthen consolidated environmental management Further promote environmental management to business partners Enhance environmental education
Energy/ Global warming Further reduce CO2 emissions in Toyota’s global operations Promote management and further reductions in the use of substances of concern (SOC) Eliminate use of four SOCs lead, mercury, cadmium and hexavalent chromium globally Promote the development of technologies to achieve the best fuel efficiency performance in each country and region Develop technologies to respond to the diversification of energy and fuel sources Promote initiatives to improve traffic flows using a variety of networking technologies Promote the development of clean-energy vehicles, encourage their effective introduction and ensure wider market acceptance Promote the effective use of resources to further contribute to the realization of a recycling-based society Reduce water consumption Reduce CO2 emissions in the production and logistics activities of each country and region Recycling of resources Substances of concern Atmospheric quality Development and Design Reduce emissions to improve air quality in urban areas in all countries and regions Production and Logistics Reduce the discharge of substances subject to the Pollutant Release and Transfer Register (PRTR) law Implement initiatives to reduce VOC emissions Automobile Recycling Cooperation with Society Contribute to the development of a recycling-based society Improve disclosures of environmental information and two-way communications Actively contribute to and propose environmental policies based on sustainable development Quelle: Sustainability Report 2011 der Toyota Motor Corporation Further promote and expand the use of designs based on the designs for recycling (DfR) concept Environmental Management Management Promote new businesses that contribute to environmental improvement Steadily reduce environmental impact over the entire lifecycle of the product through full-scale implementation and establishment of Eco-Vehicle Assessment System (Eco-VAS) Strengthen consolidated environmental management Further promote environmental management to business partners Enhance environmental education

Wußten Sie schon…

…dass Toyota Financial Services, Köln, einen Wettbewerb für nachhaltige Zukunftsprojekte „Ecologic“ ausgeschrieben hat? Mit einem Preisgeld von 90.000 Euro für die drei besten Ideen sollen Beiträge gefördert werden, die zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen. Mitmachen kann jeder, entweder aktiv einen Vorschlag einreichen, oder passiv durch „Liken“ über die sozialen Medien. Mehr Informationen unter: www.mein-ecologic-projekt.de