Bereits 10 Jahre zuvor war das „TPM-Konzept mit Beteiligung aller Mitarbeiter“ der Öffentlichkeit vorgestellt worden. An der stetigen Weiterentwicklung dieses Konzeptes war Kunio Shirose aktiv beteiligt. Davon zeugen zahlreiche Fachbücher zum Thema TPM, die aus seiner Feder stammen. Viel mehr aber ist Kunio Shirose ein Mann des Gemba. Wer ihn einmal dort erlebt hat, weiß, dass sein Herz vor allem für LCIA (Low Cost Intelligent Automation) schlägt. Ich kann mich gut erinnern, wie seine Augen leuchteten, als ihm einmal eine ausgefeilte Lösung für ein Problem an einer Pack-Maschine vorgestellt wurde, die nahezu nichts gekostet hat. Als Dolmetscherin kam ich mir damals völlig überflüssig vor. Denn Tüftler unter sich verstehen sich auch ohne zu nichts gekostet hat. Als Dolmetscherin kam ich mir damals völlig überflüssig vor. Denn Tüftler unter sich verstehen sich auch ohne Worte.

Kunio Shirose war in seiner Laufbahn unter anderem Vizepräsident des JIPM und Direktor des TPM General Research Institute des JIPM. Bis zu seinem 80. Geburtstag vor drei Jahren war Shirose-Sensei als Berater am Gemba unterwegs. Einige Unternehmen hier in Deutschland konnten seine Begeisterung für TPM bei Audits „live“ erleben. Eine wunderbare Erfahrung, nicht nur im Sinne von TPM. (Katrin Franke)

Über Unterstützung freut sich Prof. Dr. Constantin May, Director des CETPM. Seit Februar 2012 steht ihm Alexander Grombach als Vice Director zur Seite. So werden die vielfältigen Aufgaben des schnell wachsenden Hochschul-Instituts auf noch mehr erfahrene Schultern verteilt.

Als Mann aus der Praxis mit Wurzeln im Handwerk hat Alexander Grombach die TPM-/Lean-Methoden von der Pike auf erlernt. Aus dem Maschinen- und Anlagenbau heraus führte ihn sein beruflicher Werdegang in verschiedenste Führungsaufgaben der Prozessindustrie. Als stellvertretender Betriebsleiter eines Automobilzulieferbetriebs beschäftigte er sich verstärkt mit japanischen Erfolgsmodellen wie TPM, Lean Management und Kaizen. Nach seiner Ausbildung zum TPM-Instruktor am CETPM leitete er die Einführung und Umsetzung von TPM in drei Werken dieses Unternehmens. Sein weiterer Weg führte ihn zum Kaizen Institute, wo er, als stellvertretender Geschäftsfeldleiter für TPM, Unternehmen vieler Branchen sehr erfolgreich bei der Gestaltung von Verbesserungsprozessen coachte.

Seinen fundierten Erfahrungsschatz aus unterschiedlichsten Industriezweigen gibt er auch als Lehrbeauftragter an der Hochschule Ansbach weiter. Im Studiengang Wertschöpfungsmanagement vermittelt er praxisnah Kaizen-, Lean- und TPM-Methoden.

Seit Oktober 2011verwirklicht er als Geschäftsführer von Grombach Coaching und als freiberuflicher Mitarbeiter des CETPM seine Vision eines wirksamen Coaching-Ansatzes. „Es geht mir darum, Kunden zu entwickeln und über einen längeren Zeitraum zu begleiten“ bekräftigt er. „Es geht nicht nur darum, Workshops zu verkaufen und nach der Einführung der Grundlagen zum nächsten Kunden zu wechseln. Schon vor dem Start der ersten Aktivitäten muss mit dem Management geklärt sein, wohin die Reise gehen soll“ betont Grombach. „Wollen wir durch den ganzheitlichen Ansatz des CETPM die Unternehmenskultur wandeln oder müssen wir aufgr- und der Unternehmenssituation zunächst schnelle Erfolge, sogenannte Quick Wins erzielen?“ Quick Wins ließen sich mit zielgerichteten Verbesserungsmaßnahmen wie z.B. Rüstzeitworkshops (SMED) erreichen. Um nachhaltigen Erfolg zu erzielen, müsse der Focus mittelfristig jedoch immer auf einer Verbesserung der Unternehmenskultur mit einem ganzheitlichen Verbesserungssystem liegen, weiß Grombach aus Erfahrung.

Warum Alexander Grombach sich zu einer Mitarbeit am CETPM entschieden hat? „Es ist schon ein besonderes Gefühl, dieses namhafte Hochschulinstitut unterstützen zu dürfen. Hier werden permanent Innovationen gefördert und gefordert.“ Mit dem Wissenspool des CETPM im Bereich TPM und Lean, verbunden mit der Praxiserfahrung von Alexander Grombach, sind die Weichen gestellt für den weiteren Ausbau der Spitzenposition des Instituts.

Kunio Shirose
Kunio Shirose