Man könnte den Begriff übersetzen mit „Teilen der besten Ideen“. Auf dem Weg zu Operational Excellence ist Yokoten ein wichtiges Tool. Es stellt sicher, dass Fortschritte im Lean-Prozess auch für andere Bereiche des Unternehmens zugänglich gemacht werden. Man könnte sagen, Yokoten steht für experimentelles Lernen der gesamten Organisation. Denn der Yokoten-Gedanke beschränkt sich nicht auf das Kopieren. Die Herausforderung besteht darin, über gute Lösungen und deren Entwicklung nachzudenken und diese weiter zu verbessern.
Lean-/TPM-Begriffe unter der Lupe: YOKOTEN
Vor zwei Jahren sorgte Mike Rother mit seinem Buch „Die Kata des Weltmarktführers - Toyotas Erfolgsmethoden“ für Aufruhr in den Managementetagen. Denn mit der Kata gibt er eine Vorgehensweise an die Hand, die es ermöglicht, Potenziale von Mitarbeitern zu entfalten im Sinne von „Fordern und Fördern“. Durch Schaffen einer Experimentierzone soll die Angst vor Fehlschlägen genommen und damit der Erfindergeist bei jedem Einzelnen geweckt werden.
Als Kata bezeichnet Mike Rother eine Verhaltensroutine, die Menschen befähigt, unmittelbar auf aktuelle Situationen zu reagieren und durch das Anstreben von Zielzuständen kontinuierlich zu verbessern und Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Mit der Verbesserungskata können Probleme und Fragestellungen unterschiedlichster Art experimentell gelöst werden. Zum Erlernen der Verbesserungskata dient die so genannte Coachingkata. Damit trainieren und unterstützen Führungskräfte ihre Teams in der Anwendung der Verbesserungskata.
Die Herausforderung: Erfolg beruht auf den Fähigkeiten der gesamten Organisation
Seit Einführung des Begriffes „Kata“ haben sich einige Unternehmen dieser Vorgehensweise verschrieben. Beim ersten Kata-Praktikertag, veranstaltet durch das CETPM der Hochschule Ansbach, fand ein intensiver Erfahrungsaustausch statt.
Gerardo Aulinger, „Kata-Botschafter“ und Mann der ersten Stunde bei der Anwendung der Kata, betonte, dass sich Unternehmen mehr vernetzen sollten, um miteinander und voneinander zu lernen.
